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Vorschlag A – Ethylammoniumnitrat – eine ionische Flüssigkeit

Ethylammoniumnitrat ist ein Salz, das aufgrund seiner geringen Schmelztemperatur bei Raumtemperatur flüssig ist. Es wird daher zu den sogenannten ionischen Flüssigkeiten gezählt, die aufgrund ihres geringen Dampfdrucks unter anderem als Lösungsmittel eingesetzt werden. Der übliche Herstellungsweg des Ethylammoniumnitrats führt über ein sogenanntes Imin zur Brønsted-Base Aminoethan, die mit Salpetersäure zu Ethylammoniumnitrat umgesetzt werden kann.

Während die ionischen Flüssigkeiten von manchen nur als teure „Laborspielerei“ angesehen werden, halten andere sie für die Lösungsmittel der Zukunft. Wichtige industrielle Prozesse könnten durch die Verwendung ionischer Flüssigkeiten verbessert werden, so beispielsweise auch die Gewinnung des wichtigen nachwachsenden Rohstoffs Cellulose.

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Zeichne mithilfe von Material 1 für Formula: n\text{-}Formula: n\text{-}Heptan, Wasser und Ethylammoniumnitrat die jeweilige Strukturformel mit allen bindenden und nicht bindenden Elektronenpaaren.

Erkläre mithilfe von Material 1 die Schmelztemperaturen und Dampfdrücke der drei Stoffe im Vergleich.

Hinweis: In der Struktur des am Aufbau von Ethylammoniumnitrat beteiligten Nitrat-Ions Formula: (\ce{NO3^-})Formula: (\ce{NO3^-}) sind alle Sauerstoff-Atome jeweils ausschließlich mit dem Stickstoff-Atom verknüpft.

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Aminoethan lässt sich in zwei Schritten aus Ethanal herstellen.

Entwickle mithilfe von Material 2 den Reaktionsmechanismus für die Reaktion von Ethanal mit Ammoniak Formula: (\ce{NH3})Formula: (\ce{NH3}) zu einem Imin und Wasser gemäß Schritt 1.

Formuliere unter Verwendung von Strukturformeln für organische Verbindungen mithilfe von Material 2 die Reaktionsgleichung zu Schritt 2 und zeige mithilfe der wesentlichen Oxidationszahlen und der Elektronenübergänge, dass es sich bei dieser Reaktion um eine Redoxreaktion handelt.

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Erläutere die Bindungsverhältnisse des in Material 2, zu Schritt 2 dargestellten Imins mithilfe des Orbitalmodells.

Hinweis: Das Stickstoff-Atom ist Formula: sp^2\text{-}Formula: sp^2\text{-}hybridisiert.

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Ethylammoniumnitrat kann mithilfe von Salpetersäure Formula: (\ce{HNO3})Formula: (\ce{HNO3}) aus der schwachen Base Aminoethan hergestellt werden (Material 2).

Hierfür wird eine wässrige Lösung aus Aminoethan eingesetzt. Der Formula: pH\text{-}Formula: pH\text{-}Wert einer wässrigen Aminoethan-Lösung mit der Konzentration Formula: c=0{,}02\ \tfrac{\text{mol}}{\text{L}}Formula: c=0{,}02\ \tfrac{\text{mol}}{\text{L}} beträgt Formula: 11{,}48.Formula: 11{,}48.

Formuliere mithilfe von Material 2 (Schritt 3) die Reaktionsgleichung für die Herstellung von Ethylammoniumnitrat unter Verwendung von Strukturformeln für organische Verbindungen.

Erläutere anhand dieser Reaktion jeweils die Bedeutung der Begriffe Protonendonator und Protonenakzeptor.

Berechne ausgehend von den Angaben zur Aminoethan-Lösung den pKB-Wert von Aminoethan und den pKS-Wert der dazu korrespondierenden Säure (Ethylammonium-Kation, Formula: \ce{CH3-CH2-NH3^+}).Formula: \ce{CH3-CH2-NH3^+}).

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Zeichne einen Strukturformelausschnitt eines Cellulose-Makromoleküls aus drei Monomer-Bausteinen.

Erkläre mithilfe von Material 3 das jeweilige Löslichkeitsverhalten der Cellulose in Wasser sowie in ionischen Flüssigkeiten.

Diskutiere unter Einbeziehen von Material 1 und 3 die Bezeichnung ionischer Flüssigkeiten als „grüne Lösungsmittel“ anhand von jeweils zwei Argumenten, die für beziehungsweise gegen diese Bezeichnung sprechen.

Hinweis: Zwischen Cellulose und ionischen Flüssigkeiten kommt es nicht zu einer Protolysereaktion.

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