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Aufgabe 3 — Energie und Rotation

3.1

Am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching wird die elektrische Energie für das Fusionsexperiment ASDEX Upgrade zur Versorgung seiner Magnetfeldspulen von großen Schwungradenergiespeicheranlagen geliefert. Das Schwungrad wird mit Elektromotoren angetrieben, anschließend gibt das Schwungrad seine Energie innerhalb von Sekunden an den Fusionsreaktor wieder ab.

Schematische Darstellung: öffentliches Stromnetz, Motor mit Schwungrad, Generator, Gleichrichter und ASDEX Upgrade Tokamak.Schematische Darstellung: öffentliches Stromnetz, Motor mit Schwungrad, Generator, Gleichrichter und ASDEX Upgrade Tokamak.

Abbildung 4: Skizze zum Fusionsexperiment ASDEX Upgrade

Das Schwungrad hat eine Masse von Formula: 223\;\mathrm{t},Formula: 223\;\mathrm{t}, eine Länge von Formula: 3,90\;\mathrm{m}Formula: 3,90\;\mathrm{m} und einen Durchmesser von Formula: 2,90\;\mathrm{m}.Formula: 2,90\;\mathrm{m}. Vereinfacht wird das Rad als ein Vollzylinder mit homogener Massenverteilung betrachtet.

3.1.1

Das Rad läuft mit Formula: 1650Formula: 1650 Umdrehungen pro Minute.

Berechne die Bahngeschwindigkeit eines Punktes auf der Außenwand und vergleiche diese mit der Schallgeschwindigkeit.

3 BE

3.1.2

Die Energieabgabe erfolgt dann innerhalb von Formula: 10\;\mathrm{s}.Formula: 10\;\mathrm{s}. Dabei wird das Schwungrad von Formula: 1650Formula: 1650 auf Formula: 1275Formula: 1275 Umdrehungen pro Minute abgebremst.

Berechne das Trägheitsmoment des Schwungrades mit der Formel für den Vollzylinder Formula:  J = \tfrac{1}{2} \cdot m \cdot r^2Formula:  J = \tfrac{1}{2} \cdot m \cdot r^2 und die innerhalb von Formula: 10\;\mathrm{s}Formula: 10\;\mathrm{s} abgegebene Energie.

7 BE

3.2

Das Trägheitsmoment eines Schwungrades wird in der Schule experimentell bestimmt. Dazu wird die folgende Anordnung verwendet. Auf einer nahezu reibungsfrei gelagerten Achse befinden sich zentriert das Schwungrad und eine Rolle mit Schnur und einem daran befestigten Hakenkörper der Masse Formula: m.Formula: m. Das Schwungrad wird durch Herabsinken des Hakenkörpers aus dem Stillstand in Rotation versetzt. Das Band und die Rolle seien masselos, der Radius der Rolle beträgt Formula: r.Formula: r. Die Trägheitsmomente der Rolle und der Achse können vernachlässigt werden.

Diagramm: Masse m an Schnur an Rolle (Radius r), Achse mit Lagerung verbindet zu Schwungrad; Höhenangabe h.Diagramm: Masse m an Schnur an Rolle (Radius r), Achse mit Lagerung verbindet zu Schwungrad; Höhenangabe h.

Abbildung 5: Versuchsanordnung

3.2.1

Beschreibe die auftretenden Energieumwandlungen. Stelle eine Energiebilanzgleichung auf.

3 BE

3.2.2

Leite die Gleichung Formula: J = m \cdot \left( \tfrac{2 \cdot g \cdot h}{\omega^2} - r^2 \right)Formula: J = m \cdot \left( \tfrac{2 \cdot g \cdot h}{\omega^2} - r^2 \right) zur Bestimmung des Trägheitsmoments des Schwungrades her.

4 BE

3.2.3

Die Winkelgeschwindigkeit kann leicht durch die Zeit für eine Umdrehung bestimmt werden. Die Masse des Hakenkörpers beträgt Formula: 1,00\;\mathrm{kg},Formula: 1,00\;\mathrm{kg}, die Absinkhöhe Formula: 1,00\;\mathrm{m}Formula: 1,00\;\mathrm{m} und der Radius der Antriebsrolle Formula: 0,05\;\mathrm{m}.Formula: 0,05\;\mathrm{m}. Die Anordnung führt nach Herabsinken des Hakenkörpers Formula: 4Formula: 4 Umdrehungen pro Sekunde aus.

Berechne das Trägheitsmoment des Schwungrades.

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