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Aufgabe 4 — Massenbestimmung im Weltraum

Um den gesundheitlichen Zustand der Astronauten auf der Raumstation ISS zu überprüfen, wird regelmäßig auch ihre Masse kontrolliert. Messungen, denen die Gravitation zugrunde liegt, sind im Weltall nicht sinnvoll. Stattdessen wird ein Gerät mit dem Namen BMMD (Body Mass Measurement Device) verwendet.

4.1

Experiment: Die Massenbestimmung soll wie beim BMMD auf der Raumstation (M 14) nun modellhaft unter Nutzung eines vertikalen Federpendels durchgeführt werden.

4.1.1

Beschreibe die Durchführung eines Versuchs, mit dem unbekannte Massen auch in Schwerelosigkeit bestimmt werden können. Skizziere dafür einen Versuchsaufbau (M 15).

4 BE

4.1.2

Ermittle unter Berücksichtigung der Hinweise zum Versuch (M 15) die Periodendauern Formula: T_0Formula: T_0 und Formula: T_\text{g}Formula: T_\text{g} experimentell.

Hinweis: Sollte das Aufnehmen von Messwerten nicht gelingen, so können bei der Lehrkraft Ersatzmesswerte angefordert werden. Den nicht erbrachten Leistungen entsprechend werden 7 BE nicht erteilt.

7 BE

4.2

Auswertung des Experiments: Formula: T_0Formula: T_0 im Modellversuch entspricht der Schwingungsdauer des Stuhles ohne Astronauten. Formula: T_\text{g}Formula: T_\text{g} entspricht der Schwingungsdauer des Astronauten mit dem Stuhl. Damit das BMMD zu jeder Periodendauer Formula: T_\text{g}Formula: T_\text{g} direkt die Masse des Astronauten zuordnen kann, sollen die Ergebnisse innerhalb eines Diagramms dargestellt werden.

4.2.1

Stelle auf Basis der Messergebnisse den Quotienten Formula: \tfrac{T_{\mathrm{g}}^2}{T_{0}^2}Formula: \tfrac{T_{\mathrm{g}}^2}{T_{0}^2} in Abhängigkeit von der jeweils zusätzlichen Masse in einem Diagramm dar.

5 BE

4.2.2

Vergleiche die Messergebnisse mit dem in M 16 dargestellten idealisierten Zusammenhang, der sich aus Gleichung Formula: (1)Formula: (1) ergibt.

4 BE

4.2.3

Nenne zwei mögliche Ursachen für die Messunsicherheiten beim Experiment und die Auswirkungen auf die Interpretation der Messergebnisse.

3 BE

4.3

In M 17 ist das Formula: y(t)\text{-}Formula: y(t)\text{-}Diagramm einer harmonischen Schwingung abgebildet, die eine Beispielmessung mit dem BMMD darstellt. Eine solche harmonische Schwingung kann allgemein durch die Funktionsgleichung Formula: y(t) = y_{\mathrm{max}} \cdot \sin(\omega \cdot t)Formula: y(t) = y_{\mathrm{max}} \cdot \sin(\omega \cdot t) beschrieben werden.

4.3.1

Ermittle die Funktionsgleichung für die in M 17 dargestellte Schwingung.

4 BE

4.3.2

Ermittle den Betrag der maximalen Geschwindigkeit des schwingenden Astronauten auf dem BMMD sowie die Zeitpunkte Formula: tFormula: t während der ersten Periode, an denen dieser Maximalbetrag der Geschwindigkeit auftritt.

5 BE

4.4

Bei weiteren Testversuchen wurde festgestellt, dass die vom BMMD angezeigte Masse von der eigentlichen Masse um Formula: 6\%Formula: 6\% abweicht. Weiterhin wurde beobachtet, dass es sich um eine gedämpfte Schwingung handelt (M 19).

4.4.1

Der Einfluss der Dämpfung auf die Schwingung lässt sich unter Nutzung des sogenannten Abklingkoeffizienten Formula: \deltaFormula: \delta mathematisch erfassen (M 18).

Ermittle möglichst genau unter Nutzung der Gleichung Formula: (2)Formula: (2) aus M 18 und des in M 19 abgebildeten Diagramms für eine gedämpfte Schwingung diesen Abklingkoeffizienten.

[Kontrollwert: Formula: \delta = 0,10\;\tfrac{1}{\mathrm{s}}Formula: \delta = 0,10\;\tfrac{1}{\mathrm{s}}]

4 BE

4.4.2

Beurteile mit Hilfe von M 19, ob die Dämpfung einen Einfluss auf das Ergebnis der Messung der Masse hat.

4 BE

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