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Aufgabe 2 — Schwingungsuntersuchung an einem Kirchturm

Hohe Bauwerke, z. B. Türme, führen bedingt durch äußere Einflüsse, z. B. Wind, mechanische Schwingungen aus. Bei Kirchtürmen können die sich im Inneren befindlichen Glocken zum Mitschwingen angeregt werden und sogar die Schwingung des Turmes verstärken. Die Glocken werden dabei als schwingungsfähige Körper betrachtet, deren Schallerzeugung für alle weiteren Betrachtungen nicht berücksichtigt wird.

1

Am Beispiel eines ungedämpft schwingenden Fadenpendels werden physikalische Grundlagen mechanischer Schwingungen betrachtet.

An einem Faden ist ein Körper befestigt. Dieses System ist schwingungsfähig. Die Länge dieses Fadenpendels beträgt Formula: \ell=0{,}400\;\mathrm{m}Formula: \ell=0{,}400\;\mathrm{m} und die Masse des angehängten Körpers Formula: m=0{,}100\;\mathrm{kg}.Formula: m=0{,}100\;\mathrm{kg}.

a

Das Fadenpendel ist um den Winkel Formula: \alpha=40^{\circ}Formula: \alpha=40^{\circ} gegenüber der Gleichgewichtslage ausgelenkt.

Ermittle zeichnerisch den Betrag der zur Gleichgewichtslage rücktreibenden Kraft Formula: \overrightarrow{F}_{\mathrm{rück}}.Formula: \overrightarrow{F}_{\mathrm{rück}}.

5 BE

b

Leite die Gleichung für die rücktreibende Kraft der harmonischen Schwingung des Fadenpendels Formula: F_{\mathrm{rück}}=-\tfrac{m\cdot g}{\ell}\cdot yFormula: F_{\mathrm{rück}}=-\tfrac{m\cdot g}{\ell}\cdot y auch unter Nutzung von Material 1 her. Die Auslenkung Formula: yFormula: y entspricht der Länge des zum Auslenkwinkel Formula: \alphaFormula: \alpha zugehörigen Kreisbogens mit dem Radius Formula: \ell.Formula: \ell.

3 BE

c

Allgemein gilt für die rücktreibende Kraft des schwingenden Fadenpendels Formula: F_{\mathrm{rück}}=-\tfrac{m\cdot g}{\ell}\cdot\tfrac{\sin\alpha}{\alpha}\cdot y.Formula: F_{\mathrm{rück}}=-\tfrac{m\cdot g}{\ell}\cdot\tfrac{\sin\alpha}{\alpha}\cdot y. Der Auslenkwinkel Formula: \alphaFormula: \alpha wird (in diesem Fall) im Bogenmaß gemessen.

Die Schwingung wird als harmonisch betrachtet, wenn die rücktreibende Kraft von der in Teilaufgabe 1 b angegebenen um maximal Formula: 1{,}0\,\%Formula: 1{,}0\,\% abweicht.

Das Fadenpendel aus Teilaufgabe 1 a wird freigegeben.

Beurteile, ob dieses harmonisch schwingt.

5 BE

2

Die Bewegung eines historischen Holzkirchturms wird unter Nutzung eines Beschleunigungssensors überwacht (Material 2).

a

Gib allgemein einen mathematischen Zusammenhang an, der zwischen der Beschleunigung eines schwingenden Körpers und der Auslenkung in Abhängigkeit von der Zeit besteht.

1 BE

Die maximale Geschwindigkeit des am Kirchturm befestigten Sensors beträgt Formula: v_{\mathrm{max}}=6{,}1\cdot10^{-3}\;\mathrm{m}\cdot\mathrm{s}^{-1}.Formula: v_{\mathrm{max}}=6{,}1\cdot10^{-3}\;\mathrm{m}\cdot\mathrm{s}^{-1}.

Nach der DIN 4178 ist die Standsicherheit des Kirchturms mit der verwendeten Glocke nicht notwendigerweise gewährleistet. Die Glocke wird ausgetauscht und eine neue Messung gemacht (Material 2, Abbildung 1).

b

Beschreibe und begründe den Verlauf des Graphen.

8 BE

c

Ermittle den Betrag der maximalen Geschwindigkeit des an der Kirchturmwand befestigten und mitschwingenden Sensors sowie die Frequenz der Schwingung. Nutze Material 2, Abbildung 2.

[Kontrollergebnis: Formula: v=9{,}4\cdot10^{-4}\;\mathrm{m}\cdot\mathrm{s}^{-1}Formula: v=9{,}4\cdot10^{-4}\;\mathrm{m}\cdot\mathrm{s}^{-1}]

5 BE

d

Bewerte auch unter Nutzung der DIN 4178 (Material 3), ob der Glockentausch sinnvoll war.

6 BE

3

Bei der Auswahl der Glocken muss darauf geachtet werden, dass es nicht zu Resonanz mit dem Kirchturm kommt.

Nenne die Voraussetzungen für Resonanz.

2 BE

Erläutere diesen Begriff für das System Glocke – Kirchturm. Gehe insbesondere auf die Amplitude und die Phasenverschiebung ein.

5 BE

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