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HT 3 — Fraunhofer und der Beginn der Astrospektroskopie

Die Astrospektroskopie umfasst die Analyse der Wellenlängen der Strahlung astronomischer Objekte. Ausgangspunkt war die Entdeckung vieler feiner, dunkler Linien im kontinuierlichen Spektrum der Sonne durch Joseph Fraunhofer mithilfe eines optischen Gitters.

1.

Zunächst wird die Interferenz von Licht an einem optischen Gitter für monochromatisches Licht betrachtet. Der Aufbau eines optischen Gitters ist in Material 1 beschrieben.

a)

Die Abbildungen 2a–c in Material 2 zeigen Interferenzmuster, die entstehen, wenn ein optisches Gitter unter sonst gleichen Bedingungen mit verschiedenfarbigem Licht bestrahlt wird.

Ordne die Abbildungen 2a–c den Farben Rot, Blau und Grün zu und begründe deine Zuordnung.


In Material 3 ist ein Versuch zur Interferenz monochromatischen Lichts eines Laserpointers an einem optischen Gitter dokumentiert. Auf dem Typenschild des Laserpointers ist die Wellenlänge Formula: \lambda = 630\;\mathrm{nm}Formula: \lambda = 630\;\mathrm{nm} angegeben. Diese Wellenlängenangabe soll im Versuch überprüft werden.

b)

Wähle zur genauen Bestimmung der Wellenlänge aus Abbildung 3 zwei Interferenzmaxima aus und begründe deine Auswahl.

Ermittle anhand der von dir ausgewählten Interferenzmaxima die Wellenlänge des verwendeten Laserlichts.

c)

Durch die in Material 3 angegebenen Messunsicherheiten lässt sich für das dargestellte Interferenzmuster eine kleinste und eine größte Wellenlänge des Laserlichts bestimmen.

Beurteile, ob die Angabe zur Wellenlänge auf dem Typenschild des Laserpointers innerhalb des sich ergebenden Wellenlängenbereichs liegt.

Hinweis: Es genügt die Betrachtung zweier Maxima des Interferenzmusters.

17 BE

2.

Nun wird das weiße Licht einer Experimentierleuchte mit einem optischen Gitter untersucht. Hinter dem mit dem weißen Licht bestrahlten optischen Gitter entsteht das in Material 4 dargestellte Schirmbild.

a)

Erkläre das Zustandekommen des Schirmbildes im Bereich Ⓐ und das Zustandekommen des Schirmbildes in den Bereichen Ⓑ.

Im Bereich Ⓒ des Schirmbildes wird eine Veränderung des Farbeindrucks beobachtet, da sich zum Beispiel Maxima 2. Ordnung aus dem Bereich des roten Lichts mit Maxima 3. Ordnung andersfarbigen Lichts überlagern. Somit ist die Bestimmung von Wellenlängen im Bereich Ⓒ nicht mehr eindeutig.

b)

Überprüfe rechnerisch, ob es bei der Verwendung eines Gitters der Gitterkonstante Formula: g = 3,7 \cdot 10^{-6}\;\mathrm{m}Formula: g = 3,7 \cdot 10^{-6}\;\mathrm{m} im Bereich Ⓒ zur beschriebenen Überlagerung von rotem Licht im Wellenlängenbereich Formula: 605\;\mathrm{nm} \leq \lambda_{\mathrm{rot}} \leq 780\;\mathrm{nm}Formula: 605\;\mathrm{nm} \leq \lambda_{\mathrm{rot}} \leq 780\;\mathrm{nm} mit grünem Licht der Wellenlänge Formula: \lambda_{\mathrm{grün}} = 510\;\mathrm{nm}Formula: \lambda_{\mathrm{grün}} = 510\;\mathrm{nm} kommt.

c)

Beurteile, ob durch Austausch des Gitters mit einem Gitter anderer Gitterkonstante die Überlagerung der Maxima verhindert werden kann.

12 BE

3.

Aus den von Joseph Fraunhofer 1814 beobachteten dunklen Linien im kontinuierlichen Spektrum der Sonne konnte darauf geschlossen werden, dass in den äußeren Schichten der Sonne Wasserstoff existieren muss.

a)

Unter geeigneten Bedingungen emittiert atomarer Wasserstoff Licht einzelner Wellenlängen (Abbildung 5 in Material 5).

Erläutere unter Verwendung eines Energieniveauschemas die Entstehung der Emissionslinien von Wasserstoff.

Skizziere dazu das Schema qualitativ.

b)

Erkläre unter Berücksichtigung von Material 5 und Material 6 die Entstehung der Absorptionslinien von Wasserstoff im kontinuierlichen Spektrum des Sonnenlichts.

c)

Stelle eine Hypothese zur Entstehung der mit A und B bezeichneten Absorptionslinien auf, die nur bei der Beobachtung von der Erde aus auftreten.

11 BE

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