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Vorschlag A2 — Fotoeffekt, Photonenimpuls und der Wellencharakter von Teilchen

1

Nachtsichtgeräte machen Objekte in der Dunkelheit sichtbar, indem sie die von einem Objekt emittierte Infrarotstrahlung (IR-Strahlung) mit Wellenlängen größer als Formula: 770 \; \text{nm}Formula: 770 \; \text{nm} in sichtbares Licht umwandeln. Dazu bildet zunächst eine Optik das Objekt mit der IR-Strahlung auf eine Fotokathode ab. Aus der Fotokathode werden durch den Fotoeffekt Elektronen ausgelöst. Diese werden in Richtung eines Fluoreszenzschirms beschleunigt und erzeugen dort beim Auftreffen ein sichtbares Bild des Objekts (Material 1).

1.1

In Material 2 ist die maximale kinetische Energie Formula: E_\text{max}Formula: E_\text{max} der durch den Fotoeffekt ausgelösten Elektronen in Abhängigkeit von der Frequenz Formula: fFormula: f der eingestrahlten Photonen für die folgenden Kathodenmaterialien aufgetragen:

  • \(\text{AgCsO}\) (Schichtaufbau aus Silber, Cäsiumoxid und Cäsium; Austrittsenergie Formula: E_\text{A}=1,04 \; \text{eV}Formula: E_\text{A}=1,04 \; \text{eV})

  • Lithium (Formula: E_\text{A}=2,20 \; \text{eV}Formula: E_\text{A}=2,20 \; \text{eV})

  • Cäsium (Formula: E_\text{A}=1,93 \; \text{eV}Formula: E_\text{A}=1,93 \; \text{eV})

Ordne unter Angabe einer Begründung die Graphen A, B und C den entsprechenden Kathodenmaterialien zu.

Beschrifte die Formula: E_\text{max}\text{-}Formula: E_\text{max}\text{-}Achse in Material 2 mit einer geeigneten Skala.

3 BE

1.2

Berechne für die in Aufgabe 1.1 genannten Kathodenmaterialien die Grenzfrequenzen Formula: f_\text{G}Formula: f_\text{G} sowie die zugehörigen maximalen Wellenlängen Formula: \lambda_\text{G}Formula: \lambda_\text{G} der Photonen, die den Fotoeffekt auslösen können, in der Einheit Nanometer.

Beschrifte die Formula: f\text{-}Formula: f\text{-}Achse in Material 2 mit einer geeigneten Skala und begründe, warum sich von den genannten Kathodenmaterialien nur Formula: \text{AgCsO}Formula: \text{AgCsO} für ein Nachtsichtgerät eignet.

11 BE

1.3

Für ein Nachtsichtgerät wird Formula: \text{AgCsO}Formula: \text{AgCsO} als Kathodenmaterial verwendet. Das zu beobachtende Objekt sendet IR-Strahlung mit der Wellenlänge Formula: \lambda = 1,1 \; \mu\mathrm{m}Formula: \lambda = 1,1 \; \mu\mathrm{m} aus.

Berechne die maximale Geschwindigkeit der Elektronen nach dem Auslösen.

7 BE

1.4

Nach der Beschleunigung treffen die Elektronen auf einen Fluoreszenzschirm, auf dem ein Bild entsteht (Material 1).

Beschreibe den Vorgang der Fluoreszenz.

Beschreibe mithilfe von Material 3, wodurch die Farbe des Bildes bestimmt wird.

4 BE

2

Sonnensegel nutzen den Impuls der Photonen des Sonnenlichts zum Antrieb von Raumsonden. Im Folgenden soll ein Sonnensegel mit einer Fläche von Formula: A=10 \; \mathrm{m}^2Formula: A=10 \; \mathrm{m}^2 in der Nähe der Erde betrachtet werden. Es soll eine Gesamtmasse von Formula: m = 4 \; \text{kg}Formula: m = 4 \; \text{kg} beschleunigen. Das Sonnenlicht fällt senkrecht auf das Segel und wird von ihm vollständig absorbiert. Die Sonne hat in Erdnähe eine Bestrahlungsstärke von Formula: 1360 \; \tfrac{\mathrm{W}}{\mathrm{m}^2}.Formula: 1360 \; \tfrac{\mathrm{W}}{\mathrm{m}^2}. Das Maximum der Bestrahlungsstärke des Sonnenlichts liegt etwa bei der Wellenlänge Formula: \lambda = 500 \; \mathrm{nm}.Formula: \lambda = 500 \; \mathrm{nm}.

2.1

Schätze mithilfe der Wellenlänge des Maximums der Bestrahlungsstärke rechnerisch die Anzahl Formula: NFormula: N der Photonen ab, die in jeder Sekunde auf das Sonnensegel fallen.

[zur Kontrolle: Formula: N \approx 3 \cdot 10^{22}Formula: N \approx 3 \cdot 10^{22}]

6 BE

2.2

Material 4 zeigt eine Rechnung im Sachzusammenhang, die an Aufgabe 2.1 anschließt.

Erläutere für jede der drei Rechnungen in Material 4 die einzelnen Schritte der jeweiligen Rechnung.

Beurteile das Endergebnis im Sachzusammenhang.

5 BE

3

Im Jahr 1924 postulierte Louis de Broglie, dass auch Teilchen Welleneigenschaften besitzen. In Doppelspaltexperimenten lassen sich sowohl mit Elektronen- als auch mit Laserstrahlen Interferenzerscheinungen beobachten.

3.1

Zeige mit einer nichtrelativistischen Rechnung, dass die De-Broglie-Wellenlänge von Elektronen, die aus der Ruhe mit einer Spannung von Formula: U_{\mathrm{B}}=50 \; \mathrm{kV}Formula: U_{\mathrm{B}}=50 \; \mathrm{kV} beschleunigt wurden, Formula: 5,5\; \text{pm}Formula: 5,5\; \text{pm} beträgt.

4 BE

3.2

Zeige, dass die Wellenlänge von Photonen mit einer Energie von Formula: E=4,07 \cdot 10^{-19} \; \mathrm{J},Formula: E=4,07 \cdot 10^{-19} \; \mathrm{J}, die ein Argon-Ionen-Laser emittiert, um etwa den Faktor Formula: 10^5Formula: 10^5 größer ist als die Wellenlänge der Elektronen in Aufgabe 3.1.

3 BE

3.3

Sowohl mit dem Elektronen- als auch mit dem Laserstrahl soll mithilfe eines Doppelspalts ein Interferenzbild erzeugt werden. Die Geometrie des Versuchsaufbaus ist in beiden Fällen identisch. Das Interferenzbild des Lasers wird hinter dem Doppelspalt mit einem geeigneten optischen Detektor registriert, das Interferenzbild des Elektronenstrahls wird mithilfe eines geeigneten Fluoreszenzschirms mit dem gleichen Detektor registriert.

Erläutere, warum für die Untersuchung von Elektronen- und Laserstrahlen nicht der gleiche Doppelspalt verwendet werden kann.

Beschreibe die Entwicklung des Interferenzbildes, wenn zunächst nur einzelne wenige Elektronen bzw. Photonen über einen langen Zeitraum verwendet werden und die Ergebnisse dauerhaft gespeichert werden.

Deute diese Beobachtung.

7 BE

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