Lerninhalte
Inhaltsverzeichnis

Vorschlag A1 — Das Bohr’sche Atommodell und Welleneigenschaften von Elektronen

1

Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Emissionsspektren von verschiedenen Gasen vermessen. Niels Bohr postulierte 1913 ein Modell zur Erklärung des Spektrums von Wasserstoff. Nach dem Bohr'schen Atommodell bewegt sich das Elektron im Wasserstoff nur auf Bahnen, deren Energien mit der folgenden Gleichung berechnet werden können:

Formula: (1)\quad E_n=-\dfrac{e^4 \cdot m_{{e}}}{8 \varepsilon_0{ }^2 \cdot h^2} \cdot \dfrac{1}{n^2}Formula: (1)\quad E_n=-\dfrac{e^4 \cdot m_{{e}}}{8 \varepsilon_0{ }^2 \cdot h^2} \cdot \dfrac{1}{n^2}

1.1

Bestätige durch eine Einheitenrechnung, dass es sich bei der Größe Formula: E_nFormula: E_n in Gleichung Formula: (1)Formula: (1) um eine Energie handelt, und zeige, dass eine Umrechnung in die Einheit Formula: \text{eV}Formula: \text{eV} die Gleichung Formula: E_n=-13,61\;\text{eV} \cdot \tfrac{1}{n^2}Formula: E_n=-13,61\;\text{eV} \cdot \tfrac{1}{n^2} ergibt.

5 BE

1.2

In Material 1 werden drei der niedrigsten fünf Energieniveaus von Wasserstoff in einem Ausschnitt eines Termschemas gezeigt.

Ordne durch geeignete Rechnungen jedem der drei eingezeichneten Energieniveaus die entsprechende Quantenzahl Formula: nFormula: n zu.

3 BE

1.3

Zeichne im Ausschnitt von Material 1 das noch zwischen den Energieniveaus Formula: -0,85\;\text{eV}Formula: -0,85\;\text{eV} und Formula: -3,4\;\text{eV}Formula: -3,4\;\text{eV} fehlende Energieniveau maßstabsgetreu ein.

Berechne die Wellenlängen der Strahlung, die bei den Übergängen von diesem Niveau auf die beiden tiefer liegenden Energieniveaus des Wasserstoffs emittiert wird.

Gib an, welcher dieser Übergänge Strahlung im sichtbaren Bereich erzeugt.

7 BE

1.4

Erkläre im Rahmen des Bohr'schen Atommodells, dass das Wasserstoffspektrum aus einzelnen Linien besteht.

4 BE

2

Im Bohr'schen Atommodell umläuft das Elektron den Kern auf einer Kreisbahn. Aus dem Bohr'schen Postulat zur Quantisierung des Bahndrehimpulses Formula: L_n=m_{e} \cdot v_n \cdot r_n=\tfrac{h}{2 \pi} \cdot nFormula: L_n=m_{e} \cdot v_n \cdot r_n=\tfrac{h}{2 \pi} \cdot n folgen für die Geschwindigkeiten Formula: v_nFormula: v_n auf den Elektronenbahnen und deren Radien Formula: r_nFormula: r_n die Bedingungen:

Formula: (2) \quad r_n=\dfrac{\varepsilon_0 \cdot h^2}{\pi \cdot m_{e} \cdot e^2} \cdot n^2 \quadFormula: (2) \quad r_n=\dfrac{\varepsilon_0 \cdot h^2}{\pi \cdot m_{e} \cdot e^2} \cdot n^2 \quad und Formula: \quad (3)\quad v_n=\dfrac{e^2}{2 \varepsilon_0 \cdot h} \cdot \frac{1}{n}Formula: \quad (3)\quad v_n=\dfrac{e^2}{2 \varepsilon_0 \cdot h} \cdot \frac{1}{n}

2.1

Berechne mit den Gleichungen Formula: (2)Formula: (2) und Formula: (3)Formula: (3) die fehlenden Werte für den Bahnradius und die Bahngeschwindigkeit in Material 2.

3 BE

2.2

Louis de Broglie postulierte für klassische Teilchen Welleneigenschaften. Wird das Elektron durch eine Materiewelle beschrieben, so muss der Umfang der Elektronenbahnen im Bohr'schen Atommodell ein ganzzahliges Vielfaches der De-Broglie-Wellenlänge sein.

Berechne für die in Material 2 vorgegebenen Quantenzahlen Formula: nFormula: n die entsprechende De-Broglie-Wellenlänge des Elektrons und untersuche, ob die Forderung erfüllt wird.

6 BE

2.3

 Leite aus der Bedingung Formula: 2 \pi \cdot r_n=n \cdot \lambda_nFormula: 2 \pi \cdot r_n=n \cdot \lambda_n die Quantisierung des Bahndrehimpulses Formula: m_{e} \cdot v_n \cdot r_n=\tfrac{h}{2 \pi} \cdot nFormula: m_{e} \cdot v_n \cdot r_n=\tfrac{h}{2 \pi} \cdot n her.

3 BE

2.4

Nenne einen klassischen und einen quantenmechanischen Aspekt des Bohr'schen Atommodells und nenne darüber hinaus zwei Grenzen des Bohr'schen Atommodells.

4 BE

3

Ungefähr 35 Jahre nachdem de Broglie die Welleneigenschaften von Teilchen postuliert hatte, gelang es Claus Jönsson, durch Beugung eines Elektronenstrahls an einem Doppelspalt ein Interferenzmuster zu erzeugen. Eine stark vergrößerte Abbildung des Interferenzmusters findet sich in Material 3. Es kann davon ausgegangen werden, dass in dem beobachteten Bereich alle Streifen im gleichen Abstand von einem Mikrometer zueinander liegen. Der Abstand des Schirms zum Doppelspalt beträgt Formula: a=37\;\text{cm},Formula: a=37\;\text{cm}, die Beschleunigungsspannung Formula: U_\text{B}=50\;\text{kV},Formula: U_\text{B}=50\;\text{kV}, der Abstand der beiden Spalte Formula: d=2\;\mu\text{m}.Formula: d=2\;\mu\text{m}. Für die weitere Rechnung kann die Kleinwinkelnäherung verwendet werden. Relativistische Effekte sollen vernachlässigt werden.

3.1

Zeige, dass die De-Broglie-Wellenlänge der beschleunigten Elektronen Formula: \lambda=5,5\;\text{pm}Formula: \lambda=5,5\;\text{pm} beträgt und dass die Flugzeit vom Doppelspalt bis zum Schirm in der Größenordnung von wenigen Nanosekunden liegt.

6 BE

3.2

Der Abstand von nur einem Mikrometer zwischen den Interferenzstreifen erfordert eine technisch aufwändige Beobachtung. Wesentlich einfacher wäre es, lägen die Streifen zumindest einen Zehntel Millimeter auseinander, was aber aus anderen Gründen nicht zu realisieren ist.

Berechne die theoretisch dafür benötigte Beschleunigungsspannung bei sonst gleichem Versuchsaufbau.

6 BE

3.3

Über eine Versuchsdauer von Formula: 5\;\text{s}Formula: 5\;\text{s} werden in gleichen Zeitabständen insgesamt Formula: 4000Formula: 4000 Elektronen emittiert und tragen dazu bei, ein Interferenzmuster zu erzeugen. Jemand behauptet, zur Erzeugung des Musters müssten jeweils mindestens zwei Elektronen miteinander interferieren.

Beurteile diese Behauptung mithilfe einer geeigneten Rechnung, wie viele Elektronen sich bei einer Beschleunigungsspannung von Formula: 50\;\text{kV}Formula: 50\;\text{kV} gleichzeitig in der Versuchsapparatur mit einer Gesamtlänge von etwa einem halben Meter befinden.

3 BE

Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!

monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?

SchulLV