Analysis 1
Für eine gute Entwicklung von Tomatenpflanzen ist insbesondere im Boden gelöster Stickstoff (N) von Bedeutung.
Der Stickstoffbedarf ist abhängig vom Entwicklungsstadium der Pflanzen. Die in definierte Funktion
mit
modelliert für die Rate, mit der Tomatenpflanzen auf einer Anbaufläche von der Größe eines Hektars Stickstoff aufnehmen. Dabei ist
die Zeit in Tagen ab dem Pflanzzeitpunkt und
die Stickstoffaufnahmerate in Kilogramm pro Tag
Der Lebenszyklus einer Tomatenpflanze im Landbau wird in sechs Phasen eingeteilt (vgl. Abbildung 1).

Abbildung 1
Zeige, dass sich die Stickstoffaufnahmerate innerhalb der zweiten Phase etwa verdoppelt.
Untersuche rechnerisch, zu welchem Zeitpunkt die Stickstoffaufnahmerate am größten ist, und gib diese Rate an.
Gib an und interpretiere den Wert im Sachzusammenhang.
Die Funktion ordnet der Zeit
seit Pflanzbeginn in Tagen die bis dahin aufgenommene Menge Stickstoff (in
) zu.
Abbildung 2 zeigt den Graphen der Funktion für

Abbildung 2
Veranschauliche den in (1) ermittelten Wert in Abbildung 2.
Im Folgenden siehst du Notizen zur Lösung einer Aufgabe.
Formuliere eine passende Aufgabenstellung im Sachzusammenhang und gib das zugehörige Ergebnis an.
Betrachtet wird die Schar von Funktionen mit
Für jedes gilt: Der Graph von
entsteht durch Streckung in
-Richtung aus dem Graphen von
Ermittle den von abhängigen Streckfaktor.
Zeige, dass jede Funktion der Schar an der Stelle eine lokale Maximalstelle besitzt, und begründe, dass das lokale Maximum gleichzeitig das globale Maximum ist.
In Deutschland wurde im Jahr 2023 etwa ein Fünftel der Anbaufläche für Tomaten ökologisch bewirtschaftet. Im Unterschied zum konventionellen Anbau beziehen die Tomatenpflanzen hier sämtliche Nährstoffe aus dem Boden. Um den Stickstoffgehalt im Boden zu erhöhen und damit die Entwicklung der Tomatenpflanzen positiv zu beeinflussen, fügt man der Erde geeignetes Pflanzenmaterial, Kompost oder Stalldung zu (im Folgenden: Gründüngung).
In einem Versuch wurde getestet, welchen Einfluss eine solche Gründüngung auf die Stickstoffkonzentration im Boden hat.
Die Funktion mit
gehört zu obiger Funktionenschar. Sie modelliert für das Testfeld für
die Stickstoffkonzentration im Boden in Milligramm pro Gramm trockener Erde
in Abhängigkeit von der Zeit
in Tagen nach der Gründüngung.
Ermittle, in welchem Zeitraum die Stickstoffkonzentration im Boden nach der Gründüngung mindestens beträgt.
Es gibt einen Zeitraum, in dem die Tomatenpflanzen einen besonders hohen Stickstoffbedarf haben. Jedoch erfolgt die Freisetzung des Stickstoffs durch den Gründünger nicht passend zu diesem Zeitraum. Um dieses Problem zu lösen, wird der Gründünger vorbehandelt. Die Freisetzung des Stickstoffs erfolgt dadurch langsamer.
Die Stickstoffkonzentration im Boden kann dann durch Funktionen der Form
modelliert werden.
Ermittle, für welchen Wert die maximale Stickstoffkonzentration nach
Tagen erreicht wird.
Es ist mit
eine Stammfunktion der Funktion
und
mit
eine Stammfunktion der Funktion
Zur Berechnung der Stickstoffverfügbarkeit im Boden benötigt man u. a. das Integral
Es gilt
Bestimme alle Werte für für die gilt:
Betrachtet werden alle Funktionen mit
und
Bestimme in Abhängigkeit von
so, dass gilt:
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monatlich kündbarSchulLV Plus-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Es gilt:
Da gilt, verdoppelt sich die Stickstoffaufnahmerate innerhalb der zweiten Phase ungefähr.
Für die ersten beiden Ableitungen von folgt mit dem CAS:
Anwenden der notwendigen Bedingung für Extremstellen liefert:
Auflösen nach mit dem solve-Befehl des CAS liefert:
Überprüfen der hinreichenden Bedingung für Extremstellen ergibt:
Somit handelt es sich um eine Maximalstelle. Für die momentane Stickstoffaufnahmerate an der Maximalstelle und an den Randwerten gilt:
Die Stickstoffaufnahmerate ist somit ca. Tage nach dem Pflanzzeitpunkt mit
am größten.
Mit dem CAS ergibt sich:
Die Menge an Stickstoff, die vom Beginn der dritten bis zum Ende der vierten Phase des Lebenszyklus durch die Pflanzen aufgenommen wird, ist somit durch gegeben.

Der Term in der ersten Zeile beschreibt die Menge an Stickstoff, die in einem betrachteten Zeitraum von Tagen aufgenommen wird. Eine passende Aufgabenstellung ergibt sich somit wie folgt:
„Bestimme den Zeitpunkt, bei dem die Menge an Stickstoff, die die Pflanze in den nächsten Tagen aufnimmt, maximal ist.“
Die weitere Rechnung in der Aufgabenstellung zeigt, dass die Lösung dieser Aufgabe durch gegeben ist. Somit ergibt sich der gesuchte Zeitpunkt als ca.
Tage nach dem Pflanzzeitpunkt.
Es gilt Damit ergibt sich:
Der gesuchte Faktor beträgt somit
Für die ersten beiden Ableitungen von ergibt sich mit dem CAS:
Anwenden der notwendigen Bedingung für Extremstellen liefert:
Auflösen nach mit dem solve-Befehl des CAS liefert:
Überprüfen der hinreichenden Bedingung für Extremstellen ergibt:
Da die -Funktion stets größer als Null ist, ist dieser Wert für alle Werte von
negativ. Somit liegt hier ein lokales Maximum vor. Außerdem gilt
und
Da der Vorfaktor im Funktionsterm von
für negative Werte von
ebenfalls negativ ist und nur linear wächst bzw. fällt, folgt insgesamt:
Da die einzige Extremstelle ist, ist das lokale Maximum an dieser Stelle somit auch das globale Maximum.
Mit der graphischen Darstellung des CAS folgt, dass der gesuchte Zeitraum von ca. Tagen nach der Grunddüngung bis
Tage nach der Grunddüngung gegeben ist.
Mit der Kettenregel folgt:
Da das lokale Maximum von bei
liegt, wird die maximale Stickstoffkonzentration genau dann nach
Tagen maximal, wenn
gilt. Damit ergibt sich
Die Gleichung aus der Aufgabenstellung gilt, wenn gilt. Da der Vorfaktor des Funktionsterms von
unabhängig von
linear wächst bzw. fällt, muss somit
gelten. Das ist genau dann der Fall, wenn
größer als Null ist, sodass sich ergibt:
Die gleiche Folgerung wie in der Aufgabenstellung von Aufgabenteil (2)(i) liefert:
Damit folgt für in Abhängigkeit von