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Vorschlag D — Vom klassischen Atommodell zur Quantenmechanik: Bohr’sche Postulate, Potenzialtopf und Wellenfunktionen

1

1913 entwickelte Niels Bohr das Atommodell von Ernest Rutherford weiter, indem er es um Postulate ergänzte.

Nenne die Bohr’schen Postulate und erläutere, welche Beobachtung mit dem Atommodell von Bohr erklärt werden konnte.

4 BE

2

Bohr stellte für das Wasserstoffatom die Bedingung Formula: r_{n} \cdot m_\text{e} \cdot v_{n} = n \cdot \tfrac{h}{2\pi}Formula: r_{n} \cdot m_\text{e} \cdot v_{n} = n \cdot \tfrac{h}{2\pi} auf.

2.1

Die Geschwindigkeit eines Elektrons auf der innersten Bohr’schen Bahn ist Formula: v_{1} = 2,188 \cdot 10^{6}\;\tfrac{\mathrm{m}}{\mathrm{s}}.Formula: v_{1} = 2,188 \cdot 10^{6}\;\tfrac{\mathrm{m}}{\mathrm{s}}.

Berechne den Radius Formula: r_{1}Formula: r_{1} der ersten Bohr’schen Bahn und die De-Broglie-Wellenlänge Formula: \lambda_{1}Formula: \lambda_{1} eines Elektrons mit dem entsprechenden Impuls.

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2.2

Obwohl das Bohr’sche Atommodell den Wellencharakter der Elektronen nicht berücksichtigt, beträgt der Umfang der Formula: nFormula: n-ten Bohr’schen Bahn genau Formula: nFormula: n De-Broglie-Wellenlängen, sodass sich stehende Wellen ausbilden können. Dies ist in Material 1 veranschaulicht.

Zeige die Gültigkeit dieses Zusammenhangs.

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3

Ein einfaches quantenmechanisches Modell für ein gebundenes Elektron ist der eindimensionale Potenzialtopf mit unendlich hohen Wänden und potenzieller Energie im Topf Formula: E_{\mathrm{pot}}(x) = 0.Formula: E_{\mathrm{pot}}(x) = 0.

3.1

Beschreibe den Verlauf der potenziellen Energie Formula: E_{\mathrm{pot}}(x)Formula: E_{\mathrm{pot}}(x) innerhalb und außerhalb eines solchen Potenzialtopfs. Beschreibe zwei wesentliche Eigenschaften des Elektrons in diesem Modell, die aus diesem Potenzialverlauf resultieren.

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3.2

Wie im Bohr’schen Atommodell können auch im Potenzialtopfmodell die diskreten Energiezustände mit der Analogie zu stehenden Wellen berechnet werden, indem davon ausgegangen wird, dass im Innern des Potenzialtopfs der Länge Formula: LFormula: L stehende Wellen wie bei einer an ihren Enden fest eingespannten Saite auftreten.

3.2.1

Skizziere in Material 2 die Wellenfunktionen mit den Quantenzahlen Formula: n = 1, Formula: n = 1, Formula: 2Formula: 2 und Formula: 3Formula: 3 und zeige, dass für die Wellenlängen Formula: \lambda_{n}Formula: \lambda_{n} im Zustand mit der Quantenzahl Formula: nFormula: n gilt:

Formula: \lambda_{n} = \dfrac{2 \cdot L}{n}Formula: \lambda_{n} = \dfrac{2 \cdot L}{n}

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3.2.2

Zeige unter Verwendung des Zusammenhangs aus Aufgabe 3.2.1, dass nur die diskreten Werte

Formula: E_{\mathrm{kin},n} = n^{2} \cdot \dfrac{h^{2}}{8 \cdot m_{\mathrm{e}} \cdot L^{2}}Formula: E_{\mathrm{kin},n} = n^{2} \cdot \dfrac{h^{2}}{8 \cdot m_{\mathrm{e}} \cdot L^{2}}

der kinetischen Energien Formula: E_{\mathrm{kin},n}Formula: E_{\mathrm{kin},n} möglich sind.

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3.2.3

Berechne die Breite Formula: LFormula: L eines Potenzialtopfs, bei dem die kinetische Energie Formula: E_{\mathrm{kin},1}Formula: E_{\mathrm{kin},1} des Grundzustands mit derjenigen eines Elektrons auf der ersten Bohr’schen Bahn Formula: E_{\mathrm{kin},\mathrm{B}1} = 13,6\;\mathrm{eV}Formula: E_{\mathrm{kin},\mathrm{B}1} = 13,6\;\mathrm{eV} übereinstimmt.

Vergleiche diese Breite mit dem Durchmesser Formula: d \approx 10^{-10}\;\mathrm{m}Formula: d \approx 10^{-10}\;\mathrm{m} eines Atoms.

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4

In der Quantenmechanik werden Quantenobjekten, wie den Elektronen im Atom, nicht nur Wellenlängen zugeordnet, vielmehr werden sie durch eine Wellenfunktion Formula: \varPsi(x)Formula: \varPsi(x) beschrieben.

Die Funktionen

Formula: \varPsi_{n}(x) = \sqrt{\dfrac{2}{L}} \cdot \sin\left(\dfrac{n \cdot \pi}{L} \cdot x\right)Formula: \varPsi_{n}(x) = \sqrt{\dfrac{2}{L}} \cdot \sin\left(\dfrac{n \cdot \pi}{L} \cdot x\right)

sind Wellenfunktionen der Elektronen im Formula: nFormula: n-ten Energieniveau eines Potenzialtopfs mit unendlich hohen Wänden der Breite Formula: L.Formula: L.

4.1

Für die Wellenfunktionen Formula: \varPsi_{n}(x)Formula: \varPsi_{n}(x) gilt:

Formula: \int_{0}^{L} \varPsi_{n}^{2}(x)\;\mathrm{d}x = 1.Formula: \int_{0}^{L} \varPsi_{n}^{2}(x)\;\mathrm{d}x = 1.

Erkläre die physikalische Bedeutung dieser Bedingung.

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4.2

Erwin Schrödinger hat, basierend auf der klassischen Wellengleichung und dem Energieerhaltungssatz, die grundlegende Differenzialgleichung zur Bestimmung der Wellenfunktion Formula: \varPsi(x)Formula: \varPsi(x) eines Systems aufgestellt. Die zeitunabhängige, eindimensionale Schrödinger-Gleichung für das Innere des Potenzialtopfs lautet

Formula: -\dfrac{h^{2}}{8\pi^{2} \cdot m} \cdot \varPsi''(x) = E_{\mathrm{kin}} \cdot \varPsi(x).Formula: -\dfrac{h^{2}}{8\pi^{2} \cdot m} \cdot \varPsi''(x) = E_{\mathrm{kin}} \cdot \varPsi(x).

Zeige, dass die Funktionen Formula: \varPsi_{n}(x)Formula: \varPsi_{n}(x) Lösungen der Schrödinger-Gleichung für diesen Bereich sind, wenn die Energien Formula: E_{\mathrm{kin},n}Formula: E_{\mathrm{kin},n} durch die Gleichung aus Aufgabe 3.2.2 vorgegeben sind.

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