Pflichtaufgabe 2
Pflichtaufgabe 2: Gentechnik

Eierwaffeln
Zutaten: HÜHNEREI* 32%, Zucker, WEIZENMEHL, Palmfett, LUPINENMEHL, MAGERMILCHPULVER, Meersalz, Emulgator (Lecithine), Aroma.
*Eier aus Bodenhaltung. Preis: 1,39 €
Grundpreis: 5,56 €/kg
Nährwerte pro 100 g |
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Energie
1995 kJ / 478 kcal
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Fett
26,8 g
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Fett, davon gesättigte Fettsäuren
12,7 g
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Kohlenhydrate
50 g
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Kohlenhydrate, davon Zucker
33 g
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Eiweiß
8,1 g
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Salz
0,75 g
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Erkläre die Begriffe weiße Gentechnik und grüne Gentechnik.
Betrachte die Zutatenliste des Produkts „Frischei-Waffeln“ und erläutere bei zwei Zutaten den möglichen Einsatz von Gentechnik.
Erläutere, ob der Einsatz von Gentechnik möglich ist, wenn die Frischei-Waffeln mit dem EU-Bio-Siegel gekennzeichnet wären.
Beschreibe jeweils zwei mögliche Chancen und Risiken der grünen Gentechnik.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Weiße Gentechnik:
In der weißen Gentechnik geht es um die Nutzung gentechnischer Verfahren in industriellen Prozessen, wie z. B. dem Einsatz gentechnisch veränderter Mikroorganismen zur Herstellung von Zitronensäure.
Grüne Gentechnik:
Die grüne Gentechnik beschreibt gentechnische Verfahren in der Landwirtschaft, die zur Zucht von Pflanzen oder Tieren eingesetzt werden, wie z. B. feuerbrandresistente Apfelsorten.
Möglicher Einsatz von Gentechnik:
- Magermilchpulver und Hühnerei: Einsatz von grüner Gentechnik im Futter der Tiere als Zusatz oder im Anbau der Futterpflanzen.
- Aroma: Das den Waffeln zugesetzte Aroma kann mithilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellt worden sein.
Gentechnik und EU Bio-Siegel:
Der Einsatz von Gentechnik ist im ökologischen Landbau grundsätzlich ausgeschlossen, weshalb Produkte mit EU-Bio-Siegel nicht mit gentechnisch veränderten Organismen hergestellt werden dürfen. Lediglich unbeabsichtigte und technisch unvermeidbare Spuren von GVO sind bis zu einem Schwellenwert von 0,9 % zulässig. Liegen die Werte darunter und kann der Hersteller nachweisen, dass es sich um zufällige Einträge handelt, entfällt die Kennzeichnungspflicht.
Chancen der grünen Gentechnik:
- Verbesserung des Nährwerts: Pflanzen lassen sich so verändern, dass sie zusätzliche oder erhöhte Mengen an wichtigen Nährstoffen enthalten, etwa Vitamin A im sogenannten „Goldenen Reis“.
- Steigerung der Erträge: Durch eine verbesserte Resistenz gegenüber Schädlingen sowie eine höhere Toleranz gegenüber Umweltbelastungen können landwirtschaftliche Erträge zunehmen.
Risiken der grünen Gentechnik:
- Einfluss auf die Umwelt: Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen kann das ökologische Gleichgewicht beeinträchtigen und zu einem Rückgang der Artenvielfalt führen.
- Entstehung von Resistenzen: Schädlinge oder Unkräuter könnten sich anpassen und resistent werden, was wiederum den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verstärken könnte.