Thema: Bewegungslehre
Eine häufige Standardsituation im Fußball ist der Einwurf.
Analysiere die Phasenstruktur des Einwurfs aus dem Stand (Abb. 4) und beschreibe charakteristische Merkmale der einzelnen Phasen.
Abb. 4: Einwurf aus dem Stand im Fußball
Stelle die Bedeutung von zwei wichtigen koordinativen Fähigkeiten für den Einwurf aus dem Stand dar.
Erläutere am Beispiel des Einwurfs aus dem Stand die biomechanischen Prinzipien des optimalen Beschleunigungsweges und der optimalen Koordination der Teilimpulse.
Die sportlichen Techniken bilden einen sehr wichtigen Forschungsgegenstand der Biomechanik. Die dort gewonnenen Erkenntnisse sollen zur Optimierung der Technik beitragen. Im Fußball führten diese Erkenntnisse zum Beispiel zur Einführung des sogenannten Überschlag-Einwurfes. (Abb. 5)
Abb. 5: Überschlag-Einwurf im Fußball
Beschreibe eine weitere Technik aus der Sportpraxis, deren Einführung zu einer Leistungsverbesserung in der jeweiligen Sportart geführt und bisherige Techniken ergänzt oder gar verdrängt hat.
Maximalkraftentwicklung (mittels Abb.) beschreiben:
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dargestellt ist die Entwicklung der Maximalkraft (des M. biceps brachii) von Männern und Frauen im Alter von 8 bis 18 Jahren
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die Maximalkraft der Männer ist im gesamten Zeitraum größer
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bei Frauen liegt ein annähernd linearer Verlauf vor
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bei Männern bis 12 Jahre und ab 15 Jahre verläuft die Kurve zunächst ebenfalls linear, von 12 bis 15 Jahren exponentiell
Maximalkraftentwicklung begründen:
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Kraftentwicklung steht in enger Abhängigkeit zum geschlechtsspezifischen Hormonspiegel von Testosteron und Östrogen
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Testosteron hat eine doppelt so starke eiweißaufbauende Wirkung
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exponentieller Anstieg mit Eintritt in die Pubertät bei Jungen
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erhöhte Trainierbarkeit der Muskulatur von männlichen Jugendlichen und Erwachsenen
motorische Entwicklungsphase angeben:
Motorische Lernfähigkeit – 10/11 J. – spätes Schulkindalter
Differenzierungsfähigkeit – 10/11 J. – spätes Schulkindalter
Reaktionsfähigkeit – 8/9 J. – frühes Schulkindalter
Orientierungsfähigkeit – 12/13/14 J. – spätes Schulkindalter & Pubeszenz
Rhythmusfähigkeit – 9/10 J. – frühes bis spätes Schulkindalter
Gleichgewichtsfähigkeit – 10/11 J. – spätes Schulkindalter
„sensible Phasen häufig von 8 bis 12 Jahren“ begründen:
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frühes Schulkindalter: starke koordinative Entwicklung durch harmonische Körperproportionen und optimale Kraft-Last-Hebel-Verhältnisse
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spätes Schulkindalter
– beste motorische Lernfähigkeit („Goldenes motorisches Lernalter“)
– Lernen oftmals „auf Anhieb“
– optimale Kraft-Last-Hebelverhältnisse, geringes Körpergewicht, Risikobereitschaft, Konzentrationsfähigkeit, hoher Bewegungsdrang (ideale psychophysische Voraussetzungen)
„Sportwettkämpfe zwischen 12 und 13 Jahren abschaffen“ diskutieren:
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Pro
– kalendarisch sind alle gleich alt (12,9) und treten in einer Altersklasse an
– biologisch gibt es starke Abweichungen (einige sind 9 und andere 15 Jahre alt – Streubreite 7 Jahre)
– biologisch ältere Sportler haben höhere Leistungsfähigkeit als jüngere
– Gewinn- und Platzierungschancen höher
– für biologisch jüngere Sportler demotivierend -
Kontra
– Wettkämpfe haben hohe Bedeutung (Motivation)
– biologisch jüngere Sportler haben vielleicht Vorteile in koordinativ anspruchsvollen Wettbewerben (z. B. Turnen) -
Fazit
– z. B. Wettkämpfe nach biologischen Altersgruppen wären fairer, aber organisatorisch schwer umzusetzen