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Thema: Trainingslehre und sportbiologische Grundlagen

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Der Däne Viktor Axelsen gewann bei den Olympischen Spielen Tokyo 2020 Gold im Herreneinzel des Badmintonwettbewerbs. Damit ist er erst der zweite nicht-asiatische Spieler, neben seinem Landsmann Poul-Erik Hoyer-Larsen, dem dies gelang.

Männlicher Athlet mit Schläger in Aktion in einer Halle vor einem "TOKYO 2020"-BannerMännlicher Athlet mit Schläger in Aktion in einer Halle vor einem "TOKYO 2020"-Banner

Abbildung 1: Viktor Axelsen, 2020

Die vorherrschenden Bewegungen im Badmintonspiel sind schnelle Antritte und Stopps, tiefe Ausfallschritte, viele Sprünge, sowie häufige Richtungswechsel und Drehbewegungen. Neben der äußerst schnellen Beinarbeit verfügt ein Badmintonspieler über ein ganzes Repertoire an Schlagvarianten (u. a. Clear, Smash), die er taktisch gezielt und mit präziser technischer Ausführung einsetzt. Der Badmintonball kann bei einem geraden, geschlagenen Schmetterball im Sprung eine Anfangsgeschwindigkeit von bis zu 400 Kilometer pro Stunde erreichen. Der Spieler muss innerhalb kürzester Zeit entscheiden, welche Schlagoption er in Abhängigkeit von dem anfliegenden Ball, der eigenen Spielposition sowie die des Gegenspielers einsetzt. Dies sollte immer unter der Berücksichtigung der eigenen und gegnerischen Stärken und Schwächen geschehen, d. h. der Spieler erahnt durch die Bewegung seines Gegenspielers bzw. seiner Gegenspielerin die Intention und zieht daraus Rückschlüsse für sein Spielverhalten.

Die Ballwechsel dauern durchschnittlich 4,2 bis 9,2 Sekunden, während die Pausenzeit etwa 11 bis 15 Sekunden beträgt. Bei gleichstarken Gegnern können Ballwechsel zu einem geringen Prozentsatz auch bis zu 40 Sekunden andauern. In einem Ballwechsel erfolgen pro Sekunde etwa 0,96 bis 1,3 Schläge. Die Herzfrequenzen innerhalb eines Ballwechsels betragen 150 bis 175 Schläge pro Minute. Im Spitzenbereich verwendete Schläger wiegen etwa 85 bis 100 Gramm. Der Badmintonball weist sogar nur ein Gewicht von fünf Gramm auf.

1.1

Definiere den Begriff motorische Schnelligkeit.

1.2

Erkläre unter Einbeziehung des einleitenden Textes die allgemeine und badmintonspezifische Bedeutung der azyklischen Aktionsschnelligkeit mit Ball, Entscheidungs- und Antizipationsschnelligkeit.

1.3

Unter Alpha-Motoneuronen versteht man Nervenzellen des zentralen Nervensystems, die über motorische Endplatten die Skelettmuskulatur ansteuern und für die Muskelkontraktion zuständig sind. Durch Schnelligkeitstraining werden die Alpha-Motoneuronen größer. Die Abbildung 2 zeigt die Unterschiede zwischen kleinen und großen Alpha-Motoneuronen hinsichtlich ihrer Leitungsgeschwindigkeit, Erregungsrate (Impulse), maximaler (tetanischer) Kraft und Kontraktionsdauer.

1.3.1

Erläutere mit Hilfe der Abbildung 2, dass die Anpassungserscheinung durch ein Schnelligkeitstraining auf der Ebene der Alpha-Motoneuronen bedeutend für eine Verbesserung der badmintonspezifischen Spielfähigkeit ist.

Schematische Gegenüberstellung kleines und großes α-Motoneuron mit Nervenfasern, Endplatten, Leitgeschwindigkeit und ImpulsangabenSchematische Gegenüberstellung kleines und großes α-Motoneuron mit Nervenfasern, Endplatten, Leitgeschwindigkeit und Impulsangaben

Abbildung 2: Unterschiede im Verhalten von kleinen und großen Alpha-Motoneuronen

1.3.2

Erkläre drei weitere sportbiologische Faktoren von denen die Schnelligkeitsleistung eines Sportlers abhängt.

1.4

Erläutere zwei allgemeine Trainingsprinzipien, die bei der Planung des Schnelligkeitstrainings Berücksichtigung finden sollten.

1.5

Begründe anhand des einleitenden Textes die beiden dominierenden Energiebereitstellungsprozesse während der Ballwechsel und vergleiche diese.

1.6

Die Abbildung 3 zeigt die Technikausführung des Sprungsmash im Badminton.

Mehrfachaufnahme: Badmintonspieler springt und schlägt in einer Sporthalle.Mehrfachaufnahme: Badmintonspieler springt und schlägt in einer Sporthalle.

Abbildung 3: Sprungsmash im Badminton

1.6.1

Erkläre den Einfluss der Maximalkraft einerseits beim Absprung und andererseits beim Schlagen des Balles.

1.6.2

Erkläre die Funktion von zwei leistungsbestimmende Muskeln für die Schlagbewegung.

1.7

Das Training der Reaktivkraft fördert die Explosivität bei Sprüngen und blitzartigen Richtungswechseln.

1.7.1

Beschreibe die Arbeitsweisen der Muskulatur während eines schnellen Richtungswechsels am Beispiel des vierköpfigen Oberschenkelmuskels (Musculus quadriceps femoris).

1.7.2

Nenne eine Trainingsmethode zur Entwicklung der Reaktivkraft und erkläre die Wirkungen auf den Organismus, die eine Leistungssteigerung bewirken.

1.8

Badminton erfreut sich auch im Breitensport großer Beliebtheit. Diskutiere aus sportbiologischer Sicht, inwieweit sich Badminton als Gesundheitssport eignet.

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