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Thema: Trainingslehre und sportbiologische Grundlagen

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Drei Starts - drei Goldmedaillen - drei Weltrekorde. Das war die Erfolgsbilanz von Usain Bolt bei den olympischen Spielen 2008 in Peking. Ein Jahr später bei der Leichtathletik Weltmeisterschaft in Berlin konnte er seiner Favoritenrolle trotz des unglaublichen Erwartungsdruckes gerecht werden und seinen Dreifachtriumpf wiederholen. Zusätzlich verbesserte er erneut seine eigenen Weltrekorde sowohl über 100 m (9,58 s) als auch über 200 m (19,19 s). Seine Reaktionszeit von 0,133 Sekunden beim 200-m-Lauf war die schnellste aller Teilnehmer. „Das ist das beste Publikum, das ich je erlebt habe, es hat mir so viel Energie gegeben“, sagte Bolt nach der Ehrenrunde ins Stadionmikrophon. Usain Bolt verfügt gegenüber seiner Konkurrenz bei einer Körpergröße von 1,95 m über die mit Abstand größte Schrittlänge, sie beträgt maximal 2,85 m. Trotz dieser Schrittlänge kann er eine hohe Schrittfrequenz aufbauen und dabei aufgrund seiner guten Rumpfstabilität den Oberkörper sehr ruhig halten. Sportwissenschaftler glauben, dass Bolt auch aufgrund seiner Muskelfaserzusammensetzung einen Vorteil in Sprintdisziplinen hat. Neben seinen körperlichen Voraussetzungen und seinem unerschütterlichen Selbstbewusstsein, hat auch die Weiterentwicklung der Ausrüstung Einfluss auf Bolts Erfolge. Sein Ausrüster entwickelte ultraleichte Laufschuhe, die speziell auf Fußform und Schrittlänge abgestimmt und mit einer Karbonplatte versehen sind.

1.1

Nenne fünf Faktoren der sportlichen Leistungsfähigkeit, die die sportliche Leistung beim 100-m-Lauf beeinflussen kann und belege die gewählten Faktoren mit je einem Beispiel aus dem einleitenden Text.

1.2

Definiere den Begriff Schnelligkeit.

1.3

„Usain Bolt wurde als Sprinter geboren“.
Erläutere Vor- und Nachteile seiner körperlichen Voraussetzungen.

1.4

Unmittelbar nach den olympischen Sommerspielen 2008 wurde das Training auf die ein Jahr später stattfindende Weltmeisterschaft ausgerichtet.

1.4.1

Stelle den Jahreszyklus der Trainingsplanung auf die kommende Weltmeisterschaft dar.

1.4.2

Unterteile den 100-m-Lauf in vier Abschnitte anhand des Geschwindigkeitsverlaufes der WM 2008 in Abbildung 1 und benenne diese Abschnitte.

Balkendiagramm mit Geschwindigkeiten über 100 m bei Olympischen Spielen 2008 und WM 2009.Balkendiagramm mit Geschwindigkeiten über 100 m bei Olympischen Spielen 2008 und WM 2009.

Abbildung 1: Daten zu den 100-m-Weltrekordläufen von Usain Bolt 2008 und 2009

1.4.3

Begründe mit Hilfe des Diagramms (Abb. 1), warum Bolt bei der Weltmeisterschaft in Berlin seine Zeit gegenüber Peking verbessern konnte.

1.4.4

Erläutere die dominierende Trainingsmethode zur Verbesserung der Schnelligkeit. Nutze dazu die Belastungskomponenten.

1.4.5

Beschreibe zwei Übungsformen für das Training des zweiten Abschnitts beim 100-m-Lauf und begründe die Wahl.

1.5

Bei der praktischen Abiturprüfung ist der 100-m-Lauf die am häufigsten gewählte Sprintdisziplin, die 400-m-Strecke wird dagegen nur selten gewählt. Testläufe über diese Strecke zeigen häufig einen deutlichen Geschwindigkeitseinbruch nach ca. 300 m.

1.5.1

Begründe den Geschwindigkeitseinbruch mit Hilfe der in der Muskelzelle ablaufenden Stoffwechselvorgänge.

1.5.2

Erkläre drei Adaptationsprozesse, durch welche ein derartiger Einbruch verzögert werden kann.

1.6

Erwärmung ist ein wesentlicher Bestandteil im sportlichen Training und Wettkampf.

1.6.1

Erkläre anhand der Abbildung 2 die Bedeutung des Aufwärmens für Sprintleistungen und leite eine optimale Dauer des Aufwärmprogramms ab.

Diagramm zu Sprintzeit, Körpertemperatur und Muskeltemperatur während der Aufwärmdauer.Diagramm zu Sprintzeit, Körpertemperatur und Muskeltemperatur während der Aufwärmdauer.

Abbildung 2: Bedeutung des Aufwärmens für Sprintleistungen

1.6.2

Begründe die Veränderung der Sprintleistung nach einer gelungenen Erwärmung aus sportmedizinischer Sicht.

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