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Thema: Bewegungslehre

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Die olympischen Spiele 1968 in Mexiko City wurden geprägt von einer Reihe außergewöhnlicher Leistungen, insbesondere im Sprint- und Sprungbereich. Unvergessen sind bis heute der Jahrhundertsprung von Bob Beamon, der im Weitsprung den damals bestehenden Weltrekord um 55 cm auf 8,90 m verbesserte, und der spektakuläre Hochsprung über 2,24 m von Richard Fosbury, der als erster Sportler die Latte rücklings und mit dem Kopf voran überquerte.

1.1

Gib die Phasenstruktur des Hoch- und Weitsprungs (Abb. 7 und 8) an. Beschreibe die Bedeutung und den Ablauf der einzelnen Phasen des Weitsprungs konkret.

Abb. 7: Hochsprung

Abb. 8: Weitsprung

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1.2

Eine zentrale Stellung bei Sprungdisziplinen nimmt die rationale Gestaltung von Anlauf, Absprung und Absprungwinkel ein. Vergleiche mit Hilfe der beiden Geschwindigkeitsparallelogramme (Abb. 9) die drei Faktoren für die beiden Sprungdisziplinen und leite daraus den leistungsbestimmenden Faktor für jede Sprungdisziplin ab.

Abb. 9 Geschwindigkeitsparallelogramme der Sprungdisziplinen, links Hochsprung, rechts Weitsprung, (v0: Absprunggeschwindigkeit / ∝:Absprungwinkel)

6 BE

1.3

Videoanalysen belegen, dass die große Leistungssteigerung von Bob Beamons Weitsprung auf eine optimale Gestaltung der letzten zwei Schritte vor dem Absprung (Abb. 10) zurückzuführen ist. Beschreibe die Gestaltung der letzten zwei Schritte und begründe diese anhand des Prinzips des optimalen Beschleunigungsweges.

Abb. 10: Weg des Körperschwerpunktes auf den letzten zwei Schritten und beim Absprung

3 BE

1.4

Erkläre die Arm- und Beinbewegungen beim Hochsprung (Phasen 5 und 6 in der Abb. 7) und beim Weitsprung (Phasen 13 und 14 in der Abb. 8) mit Hilfe je eines biomechanischen Prinzips.

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1.5

Markus Rehm ist ein deutscher Leichtathlet im Behindertensport. Er ist auf den Weitsprung und die Sprintstrecken spezialisiert. Am 26. Juli 2014 gewann Rehm mit einer Weite von 8,24 m die Deutsche Meisterschaft der nichtbehinderten Sportler. Das Resultat galt zunächst nur unter Vorbehalt, da geklärt werden sollte, ob seine rechte Beinprothese ihm keinen unerlaubten Vorteil verschafft. Am 30. Juli 2014 entschied der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV), dass Rehm nicht an den Leichtathletik-Europameisterschaften (EM) 2014 teilnehmen darf. Bei den Para-Europameisterschaften der Leichtathleten in Berlin gewann er seinen vierten EM-Titel. Er sprang im letzten Versuch mit 8,48 m Weltrekord.

Diskutiere mit Hilfe der Quelle M1 die Entscheidung des DLV, Markus Rehm trotz Qualifikation nicht an der EM teilnehmen zu lassen.

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1.6

Zur Messung der vertikalen Sprungkraft bietet sich der „Jump-and-Reach-Test“ an.

1.6.1

Beschreibe den „Jump-and-Reach-Test“ und eine dafür notwendige koordinative Fähigkeit.

5 BE

1.6.2

Vergleiche anhand der Tabelle 1 den Zuwachs der vertikalen Sprungkraft von Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 18 Jahren. Begründe diesen aus Sicht der motorischen Entwicklung.

Tab.1 Die Entwicklung der vertikalen Sprungkraft (Mittelwerte in cm) von 10- bis 18-jährigen Mädchen und Jungen

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1.6.3

Damit ein Test als ein wissenschaftlich begründetes Untersuchungsverfahren bezeichnet werden kann, muss er den so genannten Testgütekriterien genügen. Beurteile unter diesem Gesichtspunkt den Jump-and-Reach-Test als sportmotorischen Test zur Messung der vertikalen Sprungkraft.

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