Thema: Sport als gesellschaftliches Phänomen
Makronährstoffe, wie Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße liefern die nötige Energie um vielfältige Anforderungen zu bewältigen. Der Energiebedarf wird insbesondere von unterschiedlichen endogenen und exogenen Faktoren beeinflusst.
Erkläre die einleitende Aussage am Beispiel des Trainingsumfangs, Alters und Geschlechts.
Vergleiche und begründe die Nahrungszusammensetzung eines Gewichthebers und eines Skilangläufers anhand der Abbildung 3.

Abbildung 3: Nahrungszusammensetzung und Sport
„Im August des vergangenen Jahres hatte der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) davor gewarnt, dass immer mehr Freizeitsportler gesundheitsschädliche Arzneimittel einnehmen, um ihre Fitness zu verbessern und ihre körperliche Attraktivität zu erhöhen. Zahlen ergäben allein für Deutschland Hunderttausende bis möglicherweise mehr als eine Million Menschen, die über Erfahrungen mit dem Konsum von Dopingsubstanzen verfügten, schrieb der BNK damals. Als klassischen Einstieg nannten die Ärzte damals Fitnessstudios oder Trainingsgruppen. Langsam bilde sich dort eine Gruppenmentalität heraus, in der das Zuführen von Stoffen zur Leistungssteigerung zur Normalität werde, so die Kardiologen. Zu Beginn seien es vermeintlich harmlose Nahrungsergänzungsmittel für trainingsbegleitende Diäten. Dann folgten Anabolika, Stimulanzien oder Wachstumshormone und am Ende stehe oft eine Betäubungsmittelsucht.“
Beschreibe die Wirkungsweise und gesundheitlichen Risiken der Einnahme von Anabolika und Stimulanzien.
Die kurzfristige Gewichtsreduktion – auch „Gewichtmachen“ oder „Abkochen“ genannt – ist von großem Interesse für Sportarten, die in festgelegten Gewichtsklassen ausgetragen werden, wie z. B. Bodybuilding, Gewichtheben oder Kampfsport. In diesen Sportarten ist es üblich, das Körpergewicht vor dem Wettkampf zu reduzieren, um in eine Gewichtsklasse zu gelangen, deren Obergrenze unter dem normalen Gewicht des jeweiligen Sportlers bzw. der jeweiligen Sportlerin liegt. Dies findet in jeder Altersklasse statt.
Eine kurzfristige Gewichtsreduktion um mehrere Kilogramm ist nur durch einen akuten Flüssigkeitsverlust zu verwirklichen, also durch Maßnahmen wie Saunakuren, Überhitzungsbäder oder durch Einnahme von wassertreibenden Medikamenten (Diuretika). Als Grenzbereich für ein erfolgreiches „Abkochen“ hat sich eine maximale Reduktion des Körpergewichtes von 5 % als noch nicht leistungsmindernd herausgestellt.
Diskutiere die Methode des Abkochens.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?- Trainingsumfang: Zunahme Leistungsumsatz → erhöhter Energiebedarf
- Anteil der Muskelmasse beeinflusst den Grundumsatz
Alter: Rückgang der Muskulatur → Abnahme des Grundumsatzes u. geringerer Energiebedarf
- Geschlecht: Frauen mit geringerem Muskelanteil (i. d. R. 20 %) → geringer Grundumsatz und Energiebedarf
Gemeinsamkeiten:
- drei Makronährstoffe müssen zugeführt werden
- hohe Leistungsfähigkeit durch das richtige Verhältnis der Nährstoffe
- gesunde Ernährung durch abwechslungsreiche Kost (nicht in der Abb.)
Unterschiede:
- Kraftsportler:
o höhere Eiweißzufuhr (22%) für Hypertrophie bzw. Erhaltung der Muskulatur
o größerer Fettanteil (36 %) zum Halten des Gewichtes (Masse als Leistungsfaktor, Energieüberschuss)
o geringerer Kohlenhydratanteil (42 %) auf Grund fehlender langandauernde Belastung bzw. Belastung ist vorrangig anaerob, daher keine vollen Speicher notwendig
- Skilangläufer:
o geringer Eiweißanteil (15 %), denn Muskelhypertrophie wird nicht benötigt/gewünscht
o geringer Fettanteil (25 %) zur Reduktion des Körpergewichtes
o höherer Kohlenhydratanteil (60 %) als Energieträger für langanhaltende Belastung
Anabolika
Wirkungsweise: Anregung des Hormons Testosteron
Wachstumsförderung der Muskulatur, z. T. Verbesserung der Regeneration, Erhöhung der Aggression, Stoffwechseloptimierung/Abnahme des Körperfetts etc.
Risiken: Störung der körpereigenen Produktion von Steroiden
⇒ Akne, Herzschäden/Herzinfarktrisiko, Wachstumsstopp bei Jugendlichen, Veränderung des Geschlechtstriebs bzw. der -organe, Vergrößerung der männlichen Brust, Potenzstörung, Leberschäden, Aggression, Vermännlichung der Frauen
Stimulanzien:
Wirkungsweise: Erhöhung der Psychoaktivität
⇒ Konzentration/Aufmerksamkeit, Anheben der Ermüdungsschwelle, kurzfristige Erhöhung der Leistungsfähigkeit/Ausschalten des körpereigenen Warnsystems/Zugriff auf autonom geschützte Reserven,
Risiken:
⇒ Halluzinationen, Überhitzung, Herzinfarkt, psych. Abhängigkeit/Überbelastung, Erschöpfung, Tod
Methode des „Abkochens“ diskutieren:
Pro:
- „Reduktion des Körpergewichts (5 %) ist nicht leistungsmindernd“
- leichtere Gewichtsklasse → größere Siegeschancen
- direktes Auffüllen der Wasserspeicher nach dem Wiegen möglich (kurzfristiger Effekt)
- optischer Effekt (Definition der Muskeln) beim Bodybuilding von Bedeutung
Kontra:
- falsch ausgeführt entstehen leistungshemmende Effekte, ggf. Folgeschäden
- zu ausgeprägte Entwässerung kann zu Muskelschwäche und Abgeschlagenheit, Muskelkrämpfen und Kollaps führen (bis zum Tod)
- hohe psychische Belastung – Gewicht als Dauerthema
- ständig wechselndes Gewicht auf Dauer schädlich für den Körper
- begünstigt Entstehung von Essstörungen