Wahlaufgabe I: Sportbiologische Grundlagen und Trainingslehre
Planung und Durchführung eines sportlichen Trainings können nur dann gezielt und leistungsoptimierend erfolgen, wenn die biologischen Gesetzmäßigkeiten der Anpassung bekannt sind.
Benenne die Bestandteile der Skelettmuskulatur (Abbildung 1) und beschreibe die Mechanik eines Kontraktionsvorganges.

Abbildung 1: Schematische Darstellung des makro- und mikroskopischen Aufbaus bzw. der Struktur des quergestreiften Skelettmuskels
Erkläre Adaptationsprozesse von Knochen sowie Sehnen und ziehe Rückschlüsse für die Trainingsplanung.
Erläutere anhand M 5 die Berücksichtigung des Prinzips der optimalen Relation von Belastung und Erholung sowie des Prinzips der Zyklisierung im leistungsorientierten Trainingsprozess.
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Abbildung 2: Carlos Alcaraz
Der Spanier Carlos Alcaraz sorgt mit seinem Sieg in Wimbledon für die Zeitenwende im Tennis. Das einzige Defizit, das der Tennisprofi mitbringt: sein anfälliger Körper. Im November 2022 zog sich der 20-Jährige einen Muskelriss in der linken Bauchwand zu. Im Anschluss an seine Reha bereitete er sich mit seinem Trainer Juan Carlos Ferrero in Spanien auf die neue Saison vor. Schließlich wollte der Shootingstar im Optimalfall in Australien gleich den nächsten Grand-Slam-Titel gewinnen. Es kam jedoch anders. Im Abschlusstraining zog er sich im Match gegen den US-Amerikaner Darwin Blanch eine Muskelverletzung im rechten Oberschenkel zu. Eine Teilnahme an den Australian Open 2023 war damit undenkbar.
Ausschlaggebend für seine erste Niederlage 2023 in Rio de Janeiro war - wie sollte es auch anders sein - eine erneute Verletzung. Wieder machte ihm sein rechter Oberschenkelmuskel zu schaffen.
Eine lange Auszeit nahm er sich jedoch nicht. Zwei Wochen später stand er bereits wieder in Indian Wells auf dem Platz. Beim Blick auf die möglichen Ursachen für seine muskulären Probleme hat die jüngste Nummer eins der Tennis-Welt eine Theorie. „Der Terminkalender ist sehr anspruchsvoll, und ich habe 15 Tage lang mein Bestes gegeben, ohne einen Tag zu pausieren“.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Bestandteile:
1.: Muskelfaser
2.: Myofibrille
3.: Aktin
4.: Myofilament
5.: Myosin
6.: Sarkomer
Mechanik der Muskelkontraktion:
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Anbindung der Myosinköpfe an die Aktinfilamente
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Zusammenziehen in Folge von Kippbewegung(Ruderbewegung) in Richtung Sarkomer-Mitte führt zu Verkürzung des Sarkomers
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durch das teleskopartige Ineinandergleiten der Aktin- und Myosinfilamente komt es summativ zu einer Muskelverkürzung
Voraussetzung für den Kontraktionsvorgang:
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Calcium-Konzentration
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ATP als Energiequelle am Myosinkopf
Adaptation Knochen:
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Dickenzunahme der kompakten Knochenrinde,
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Verstärkung Knochenbälkchenstruktur entsprechend der Druckkraftlinien,
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Verstärkte Ausprägung von Knochenvorsprüngen im Bereich der Ansatzzonen von Muskeln, Sehen bzw. Gelenkkapseln
Adaptation Sehnen:
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Querschnittserhöhung
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Erhöhung der Zug- und Rissfestigkeit
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Zunahme der Zahl der Sehnenfasern
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Verfestigung des Mizellargerüstes
Rückschlüsse für die Trainingsplanung:
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passive Bewegungsapparat ist kaum oder gar nicht durchblutet, dadurch passt er sich nur langsam an überschwellige Reize an
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Diskrepanz zwischen Muskelkraft und Zugfestigkeit der Sehnen führt zu einer erhöhten Rissgefährdung
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zu schneller Muskelzuwachs durch stark überschwellige Reize, Nahrungsergänzungsmittel, Medikamenten wie Kortison oder gar den Einsatz von Doping können zu Rückbildungen, Entzündungen und somit zu Ruptur/Teilabriss, Verknöcherungen oder Arthrose führen
→ Reizstufenregel, Funktionszustandsregel beachten und langfristigen Trainingsaufbau
Prinzip der optimalen Relation von Belastung und Erholung:
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werden überschwellige Trainingsreize zum optimalen Zeitpunkt (Moment des erhöhten Ausgangsniveaus) nach einer Regeneration gesetzt, erfolgt eine kontinuierliche Leistungssteigerung
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wird das jeweilige belastete System jedoch durch unzureichende Erholungspausen (Bezug zum Material) oder inadäquate Ernährung etc. überfordert, dann kommt es zu einer Abnahme der sportlichen Leistungsfähigkeit oder gar zum Phänomen des Übertrainings
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Übertraining äußerst sich u. a. in einer Leistungsabnahme und verschiedenen körperlichen (Bezug zum Material) Symptomen wie muskuläre Probleme etc.
Prinzip der Zyklisierung:
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auch Prinzip der periodisierten Belastung genannt
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wichtig, da nicht ganzjährig im Grenzbereich der Belastbarkeit trainiert und eine Topform gehalten werden kann
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kontrollierte Abfolge (zyklisch und sich wiederholende Periodisierung) von Aufbau, die Erhaltung und den Verlust der sportlichen Form
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durch Unterteilung des Trainingsprozesses in Vorbereitungs-, Wettkampf- und Übergangsperiode ermöglicht → durch Übergangsperiode wird Übertraining vermieden
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Terminkalender eines Tennisprofis sehr anspruchsvoll → Vorbereitsperiode und Übergangsperiode dauern in der Regel nur 4 bis 6 Wochen
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Terminkalender steht im Wiederspruch zum Prinzip der Zyklisierung