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Stochastik

Aufgabe 2A

Eine Supermarktkette bietet für Personen, die bei ihr einkaufen, ein Treuepunktesystem an. Diese Personen werden im Folgenden als Kundenkreis bezeichnet. Beim Bezahlen an der Kasse erhält man auf Wunsch pro Formula: 5\,€Formula: 5\,€ Warenwert einen Treuepunkt zum Aufkleben. Formula: 75\,\%Formula: 75\,\% der Personen aus dem Kundenkreis der Supermarktkette sammeln Treuepunkte. Aus dem Kundenkreis werden Formula: 10Formula: 10 Personen zufällig ausgewählt. Die Zufallsgröße Formula: AFormula: A beschreibt die Anzahl der ausgewählten Personen, die Treuepunkte sammeln. Es soll davon ausgegangen werden, dass Formula: AFormula: A binomialverteilt ist.

a)

Ermittle die Wahrscheinlichkeit dafür, dass weniger als Formula: 8Formula: 8 der ausgewählten Personen Treuepunkte sammeln.

2 BE

b)

Abbildung 1 zeigt die Wahrscheinlichkeitsverteilung einer binomialverteilten Zufallsgröße Formula: BFormula: B mit den Parametern Formula: n=10Formula: n=10 und Formula: p=0,25.Formula: p=0,25. Erläutere, wie man mithilfe von Abbildung 1 die Wahrscheinlichkeit dafür ermitteln kann, dass genau Formula: 6Formula: 6 der Formula: 10Formula: 10 ausgewählten Personen Treuepunkte sammeln.

Balkendiagramm P(B=k) von k=0 bis 10, höchste Wahrscheinlichkeiten bei k=2 und k=3, danach zu beiden Seiten abnehmend.Balkendiagramm P(B=k) von k=0 bis 10, höchste Wahrscheinlichkeiten bei k=2 und k=3, danach zu beiden Seiten abnehmend.

Abbildung 1

2 BE

Von den Personen aus dem Kundenkreis, die Treuepunkte sammeln, sind Formula: 80\,\%Formula: 80\,\% weiblich. Der Anteil der weiblichen Personen unter den Personen aus dem Kundenkreis, die keine Treuepunkte sammeln, wird mit Formula: aFormula: a bezeichnet. Das abgebildete Baumdiagramm stellt den Sachverhalt dar.

Baumdiagramm: Zweig für T und T̄ zu W bzw. W̄, oben 80%, unten a.Baumdiagramm: Zweig für T und T̄ zu W bzw. W̄, oben 80%, unten a.

Abbildung 2

c)

Angenommen, der Kundenkreis besteht aus Formula: 500.000Formula: 500.000 Personen. Entscheide unter dieser Annahme, ob die Anzahl der Personen, die weiblich sind und Treuepunkte sammeln, kleiner als Formula: 400.000Formula: 400.000 ist, und begründe deine Entscheidung

3 BE

d)

Der Anteil der nicht weiblichen Personen aus dem Kundenkreis beträgt Formula: 30\,\%.Formula: 30\,\%. Berechne den Anteil Formula: a.Formula: a.

3 BE

e)

Ein Jahr später stellt sich der Sachverhalt wie folgt dar:

  • Weiterhin sammeln Formula: 75\,\%Formula: 75\,\% der Personen aus dem Kundenkreis Treuepunkte.

  • Weiterhin sind von den Personen aus dem Kundenkreis, die Treuepunkte sammeln, Formula: 80\,\%Formula: 80\,\% weiblich.

  • Der Wert von Formula: aFormula: a ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Beurteile folgende Aussage:

Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine aus dem Kundenkreis zufällig ausgewählte nicht weibliche Person Treuepunkte sammelt, ist größer als vor einem Jahr.

3 BE

Eine normalverteilte Zufallsgröße Formula: XFormula: X hat den Erwartungswert Formula: 19Formula: 19 und die Standardabweichung Formula: 3.Formula: 3. Für eine weitere Zufallsgröße Formula: C,Formula: C, die natürliche Zahlen als Werte annimmt, gilt

  • Formula: P(C=0)=P(X \leq 0,5)Formula: P(C=0)=P(X \leq 0,5) sowie

  • Formula: P(C=k)=P(k-0,5 \leq X \leq k+0,5)Formula: P(C=k)=P(k-0,5 \leq X \leq k+0,5) für Formula: k \in \mathbb{N}Formula: k \in \mathbb{N} und Formula: k \geq 1.Formula: k \geq 1.

f)

Berechne Formula: P(C=20).Formula: P(C=20).

2 BE

Betrachtet wird ein Einkauf mit einem Warenwert von Formula: 95,00\,€Formula: 95,00\,€ bis Formula: 99,99\,€.Formula: 99,99\,€. Bei diesem Einkauf wird davon ausgegangen, dass die an der Kasse auf Wunsch ausgegebenen Treuepunkte in zufälliger Anzahl von einer Rolle abgerissen werden. Dabei beschreibt die Zufallsgröße Formula: CFormula: C die Anzahl der ausgegebenen Treuepunkte.

g)

Gemäß dem Modell ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei dem betrachteten Einkauf Formula: 1000Formula: 1000 Treuepunkte ausgegeben werden, größer als Formula: 0.Formula: 0.

Begründe, dass diese Tatsache kein Argument gegen die Verwendung des beschriebenen Modells ist.

2 BE

h)

Das Management der Supermarktkette nimmt an, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens Formula: 50\,\%Formula: 50\,\% bei einem beliebigen Einkauf die Anzahl der tatsächlich ausgegebenen Treuepunkte von der dem Warenwert entsprechenden Anzahl an Treuepunkten um höchstens zwei abweicht. Beurteile, ob die Annahme des Managements bei dem betrachteten Einkauf zutrifft.

3 BE

Aufgabe 2B

Bei einer statistischen Erhebung werden die in einem großen europäischen Land zugelassenen Kraftfahrzeuge betrachtet. Von diesen Kraftfahrzeugen sind Formula: 80\,\%Formula: 80\,\% Personenkraftwagen (Pkw).

a)

Es werden Formula: 200Formula: 200 Kraftfahrzeuge zufällig ausgewählt. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich darunter höchstens Formula: 170Formula: 170 Pkw befinden.

2 BE

Im Folgenden wird zusätzlich das Alter der betrachteten Kraftfahrzeuge untersucht. Formula: 70{,}8 \, \%Formula: 70{,}8 \, \% dieser Kraftfahrzeuge sind mindestens fünf Jahre alt.

b)

Vervollständige die abgebildete Vierfeldertafel.

Formula: \quad\quad\;Formula: \quad\quad\;

Formula: \boldsymbol{A}Formula: \boldsymbol{A}

Formula: \boldsymbol{\overline A}Formula: \boldsymbol{\overline A}

Formula: \boldsymbol{B}Formula: \boldsymbol{B}

Formula: \quad\quad\;Formula: \quad\quad\;

Formula: \quad\quad\;Formula: \quad\quad\;

Formula: \boldsymbol{\overline B}Formula: \boldsymbol{\overline B}

Formula: 0,044Formula: 0,044

Formula: 1Formula: 1

Formula: A:Formula: A:

„Ein Kraftfahrzeug ist mindestens fünf Jahre alt.“

Formula: B:Formula: B:

„Ein Kraftfahrzeug ist ein Pkw.“

Untersuche, ob der Anteil der Kraftfahrzeuge, die mindestens fünf Jahre alt sind, unter den Pkw größer ist als unter den übrigen Kraftfahrzeugen.

5 BE

In der Folge werden die zugelassenen Pkw betrachtet. Diese werden je nach Alter einem von sieben Zeitintervallen zugeordnet. Abbildung 1 zeigt die entsprechenden Anteile.

Balkendiagramm zur Altersverteilung mit den höchsten Werten bei 0 bis 4 Jahren.Balkendiagramm zur Altersverteilung mit den höchsten Werten bei 0 bis 4 Jahren.

Abbildung 1

c)

Alle zugelassenen Pkw werden nach ihrem Alter in einer Liste sortiert. Angenommen, es gibt einen Pkw, für den die Anzahl jüngerer Pkw gleich der Anzahl älterer Pkw ist.

Gib dasjenige der sieben Zeitintervalle an, in dem das Alter dieses Pkw liegt, und begründe deine Angabe.

2 BE

d)

Beschreibe den mathematischen Zusammenhang zwischen Material 1 und dem Term

Formula: 5\cdot 0{,}26+10\cdot 0{,}21+15\cdot 0{,}13Formula: 5\cdot 0{,}26+10\cdot 0{,}21+15\cdot 0{,}13 Formula: +20\cdot 0{,}05+25\cdot 0{,}02+30\cdot 0{,}02Formula: +20\cdot 0{,}05+25\cdot 0{,}02+30\cdot 0{,}02

und gib die Bedeutung seines Wertes im Sachzusammenhang an.

3 BE

In einer Region werden die Personen betrachtet, die regelmäßig in einem Pkw zur Arbeit fahren. Um den Anteil Formula: pFormula: p der Personen zu senken, die dabei allein im Pkw sind, wurden Anreize geschaffen, verstärkt Fahrgemeinschaften zu bilden. Erfahrungsgemäß betrug der beschriebene Anteil Formula: pFormula: p vor der Schaffung der Anreize über Formula: 90\, \%.Formula: 90\, \%. Nun soll untersucht werden, ob dieser Anteil deutlich gesunken ist. Dazu werden Formula: 20Formula: 20 Stichproben jeweils vom Umfang Formula: 500Formula: 500 erhoben und es wird jeweils die Anzahl der Personen ermittelt, die allein im Pkw zur Arbeit fahren.

Liniendiagramm mit nummerierten Balken und Wertebereich auf der p-AchseLiniendiagramm mit nummerierten Balken und Wertebereich auf der p-Achse

Abbildung 2

Für jede Stichprobe wird mithilfe der Gleichung Formula: |h-p|=1,96 \cdot \sqrt{\tfrac{p \cdot(1-p)}{n}}Formula: |h-p|=1,96 \cdot \sqrt{\tfrac{p \cdot(1-p)}{n}} jeweils ein Konfidenzintervall zur Sicherheitswahrscheinlichkeit Formula: 95\, \%Formula: 95\, \% für den unbekannten Anteil Formula: pFormula: p ermittelt. Diese Konfidenzintervalle sind in Abbildung 2 dargestellt und mit den Nummern Formula: 1Formula: 1 bis Formula: 20Formula: 20 versehen.

e)

In einer der Stichproben werden Formula: 356Formula: 356 Personen gezählt, die allein im Pkw zur Arbeit fahren.

Ermittle rechnerisch auf Tausendstel genau die Grenzen des zugehörigen Konfidenzintervalls und gib seine Nummer an.

3 BE

f)

Gib einen möglichen Wert für den beschriebenen unbekannten Anteil Formula: pFormula: p an, der mit genau Formula: 19Formula: 19 der Formula: 20Formula: 20 Stichprobenergebnisse verträglich ist, und begründe deine Angabe unter Verwendung von Abbildung 2.

2 BE

g)

Nun werden für Formula: 20Formula: 20 weitere Stichproben, die jeweils den Umfang Formula: 500Formula: 500 haben, die zu deren Ergebnissen gehörenden Konfidenzintervalle zur Sicherheitswahrscheinlichkeit Formula: 95\, \%Formula: 95\, \% ermittelt. Es wird angenommen, dass der Wert von Formula: pFormula: p für diese Formula: 20Formula: 20 Stichproben konstant ist. Betrachtet wird die folgende Aussage:

Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Wert von Formula: pFormula: p von genau Formula: 19Formula: 19 dieser Formula: 20Formula: 20 ermittelten Konfidenzintervalle überdeckt wird, beträgt weniger als Formula: 42\, \%.Formula: 42\, \%.

Die Zufallsgröße Formula: YFormula: Y beschreibt die Anzahl derjenigen Konfidenzintervalle unter den ermittelten Konfidenzintervallen, die den Wert von Formula: pFormula: p überdecken. Gib eine geeignete Wahrscheinlichkeitsverteilung von Formula: YFormula: Y an und erläutere deine Wahl. Zeige, dass die Aussage wahr ist.

3 BE

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