Stochastik
Aufgabe 2A
Eine Supermarktkette bietet für Personen, die bei ihr einkaufen, ein Treuepunktsystem an. Diese Personen werden im Folgenden als Kundenkreis bezeichnet. der Personen aus dem Kundenkreis der Supermarktkette sammeln Treuepunkte.
Aus dem Kundenkreis werden Personen zufällig ausgewählt. Die Zufallsgröße
beschreibt die Anzahl der ausgewählten Personen, die Treuepunkte sammeln. Es soll davon ausgegangen werden, dass
binomialverteilt ist.
Gib für die Platzhalter und
in der folgenden Gleichung jeweils eine reelle Zahl an, sodass eine wahre Aussage über die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses im Sachzusammenhang entsteht, und beschreibe dieses Ereignis.
Ermittle die Wahrscheinlichkeit dafür, dass weniger als der ausgewählten Personen Treuepunkte sammeln.
Abbildung 1 zeigt die Wahrscheinlichkeitsverteilung einer binomialverteilten Zufallsgröße mit den Parametern
und
Erläutere, wie man mithilfe von Abbildung 1 die Wahrscheinlichkeit dafür ermitteln kann, dass genau der
ausgewählten Personen Treuepunkte sammeln.

Abb. 1
Von den Personen aus dem Kundenkreis, die Treuepunkte sammeln, sind weiblich. Der Anteil der weiblichen Personen unter den Personen aus dem Kundenkreis, die keine Treuepunkte sammeln, wird mit
bezeichnet. Das Baumdiagramm in Abbildung 2 stellt den Sachverhalt dar.
Aus dem Kundenkreis wird eine Person zufällig ausgewählt.

Untersuche, ob die folgende Aussage wahr ist:
Unter der Annahme, dass gilt, ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die ausgewählte Person weiblich ist und Treuepunkte sammelt, sechsmal so groß wie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die ausgewählte Person nicht weiblich ist und keine Treuepunkte sammelt.
Der Anteil der nicht weiblichen Personen aus dem Kundenkreis beträgt Berechne den Anteil
Ein Jahr später stellt sich der Sachverhalt wie folgt dar:
-
Weiterhin sammeln
der Personen aus dem Kundenkreis Treuepunkte.
-
Weiterhin sind von den Personen aus dem Kundenkreis, die Treuepunkte sammeln,
weiblich.
-
Der Wert von
ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
Beurteile folgende Aussage:
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine aus dem Kundenkreis zufällig ausgewählte nicht weibliche Person Treuepunkte sammelt, ist größer als vor einem Jahr.
Aufgabe 2B
Eine Playlist besteht aus einer großen Anzahl von Liedern, von denen Hip-Hop-Songs sind. Von allen Liedern der Playlist haben
eine Länge von mindestens
Minuten.
Ein Lied aus der Playlist wird zufällig ausgewählt. Folgende Ereignisse werden betrachtet:
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„Das Lied ist ein Hip-Hop-Song.“ |
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„Das Lied ist mindestens 4 Minuten lang.“ |
Ergänze die fehlenden Wahrscheinlichkeiten in der abgebildeten Vierfeldertafel.
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Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass das ausgewählte Lied mindestens Minuten lang ist, wenn bekannt ist, dass es ein Hip-Hop-Song ist.
Aus der Playlist werden Lieder zufällig ausgewählt und nacheinander abgespielt. Die Anzahl der Hip-Hop-Songs unter den ausgewählten Liedern kann durch eine binomialverteilte Zufallsgröße beschrieben werden.
Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mehr als dieser Lieder Hip-Hop-Songs sind.
Beschreibe die Bedeutung der folgenden mathematischen Aussage im Sachzusammenhang:
Die Längen der ersten fünf Lieder sind in der folgenden Tabelle dargestellt. So hat beispielsweise das erste Lied eine Länge von Minuten und
Sekunden.
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Länge |
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Die ersten sechs Lieder haben eine durchschnittliche Länge von Minuten und
Sekunden. Bestimme die Länge des sechsten Liedes.
Die fünf Lieder, deren Längen in der Tabelle dargestellt sind, sollen in veränderter Reihenfolge abgespielt werden, jedes Lied genau einmal. Dabei soll die folgende Regel gelten: Lieder, die eine Länge von weniger als Minuten haben, werden nicht direkt nacheinander abgespielt.
Ermittle die Anzahl der Möglichkeiten, diese fünf Lieder unter Einhaltung der Regel abzuspielen.
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Für
und
ergibt sich das Ereignis, dass genau drei Personen Treuepunkte sammeln.
Wegen entspricht in der Abbildung 1 der Wert für
der gesuchten Wahrscheinlichkeit.
Für die Wahrscheinlichkeit, dass die ausgewählte Person weiblich ist und Treuepunkte sammelt, gilt:
Mit ergibt sich für die andere Wahrscheinlichkeit:
Da gilt, ist die Aussage somit wahr.
Es gilt:
Wenn der Wert von steigt, dann nimmt der Wert des Nenners ab und daher der Wert des Quotienten zu. Somit ist die Aussage wahr.
Lösung 2B
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass das ausgewählte Lied mindestens Minuten lang ist, wenn bekannt ist, dass es ein Hip-Hop-Song ist, beträgt ungefähr
Die Zufallsgröße beschreibt die Anzahl der Hip-Hop-Songs unter
zufällig ausgewählten Liedern und ist binomialverteilt mit
und
Damit ergibt sich:
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mehr als der zufällig ausgewählten Lieder Hip-Hop-Songs sind, beträgt also ungefähr
Die Aussage beschreibt, dass die Wahrscheinlichkeit dafür, dass unter den ausgewählten Liedern höchstens
Hip-Hop-Songs sind, ungefähr
beträgt.
Die ersten fünf Lieder haben zusammen die folgende Länge in Minuten:
Das entspricht Sekunden. Da die ersten sechs Lieder eine durchschnittliche Länge von
Minuten haben, entsprechen die ersten sechs Lieder insgesamt
Sekunden. Die Länge des sechsten Liedes beträgt daher
Sekunden. Das entspricht
Minuten bzw.
Minuten.
Von den fünf Liedern sind genau zwei kürzer als Minuten. Diese beiden kurzen Lieder dürfen nicht direkt nacheinander abgespielt werden. Zunächst werden die drei längeren Lieder in einer Reihenfolge angeordnet. Dafür gibt es
Möglichkeiten.
Durch die drei längeren Lieder entstehen vier mögliche Plätze für die beiden kurzen Lieder: vor dem ersten langen Lied, zwischen dem ersten und zweiten langen Lied, zwischen dem zweiten und dritten langen Lied sowie nach dem dritten langen Lied. Damit die beiden kurzen Lieder nicht direkt nebeneinander stehen, müssen sie auf zwei verschiedene dieser Plätze verteilt werden. Die Anzahl der Möglichkeiten ergibt sich wie folgt:
Da die beiden kurzen Lieder untereinander noch vertauscht werden können, gibt es für ihre Reihenfolge Möglichkeiten. Insgesamt ergeben sich somit
Möglichkeiten.