B3 – Stochastik
Eine Gruppe von zwölf Studierenden unternimmt mehrere Exkursionen in den Nationalpark Berchtesgaden, um dort lebende Bergeidechsen zu untersuchen.
Bei jeder Exkursion untersucht die Gruppe Bergeidechsen. Die Anzahl der weiblichen Bergeidechsen unter den
Bergeidechsen kann jeweils durch eine binomialverteilte Zufallsgröße
mit den Parametern
und
beschrieben werden. Der Wert von
unterliegt jahreszeitlichen Schwankungen. Für den Zeitraum der ersten Exkursion gilt
Bestimme die Wahrscheinlichkeiten der folgenden Ereignisse:
|
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„Die Gruppe untersucht bei ihrer ersten Exkursion genau |
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„Die Gruppe untersucht bei ihrer ersten Exkursion mehr weibliche als männliche Bergeidechsen.“ |
Begründe, dass bei der ersten Exkursion die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Wert von um mindestens
vom Erwartungswert von
abweicht, mit dem Term
berechnet werden kann.
Bei der zweiten Exkursion gilt Für bestimmte Werte von
ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich unter den
untersuchten Bergeidechsen mindestens eine weibliche Bergeidechse befindet, mindestens
Ermittle auf ganze Prozent genau den kleinstmöglichen dieser Werte von
Die zwölf Studierenden übernachten nach der zweiten Exkursion in einer Berghütte mit zwei nur für diese Gruppe reservierten Zimmern, von denen das „Bergzimmer“ acht und das „Talzimmer“ sieben Betten hat.
Angenommen, jeder Person aus der Gruppe wird zufällig ein freies Bett zugeteilt.
Bestimme für diesen Fall die Wahrscheinlichkeit dafür, dass in jedem Zimmer mindestens ein Bett frei bleibt.
Zwischen der Kopf-Rumpf-Länge und dem Geschlecht von Bergeidechsen besteht eine Korrelation. Für eine zufällig ausgewählte weibliche Bergeidechse kann die Kopf-Rumpf-Länge in Millimetern durch eine normalverteilte Zufallsgröße beschrieben werden. Für die zugehörige Dichtefunktion
gilt
Die Abbildung zeigt den Graphen von

Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte weibliche Bergeidechse kleiner als ist.
Betrachtet wird die in definierte Funktion
mit
Beschreibe die Bedeutung des Terms im Sachzusammenhang.
Auch die Kopf-Rumpf-Länge einer zufällig ausgewählten männlichen Bergeidechse kann durch eine normalverteilte Zufallsgröße beschrieben werden; diese Zufallsgröße wird mit bezeichnet. Die Kopf-Rumpf-Länge von männlichen Bergeidechsen beträgt im Mittel
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Kopf-Rumpf-Länge einer männlichen Bergeidechse zwischen
und
liegt, beträgt etwa
Beurteile anhand dieser Informationen, ob die Standardabweichung von größer oder kleiner ist als die Standardabweichung von
Skizziere den Graphen der Dichtefunktion von
in der Abbildung.
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monatlich kündbarSchulLV Plus-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Die Binomialverteilung ist symmetrisch zu ihrem Erwartungswert, der durch
gegeben ist. Aufgrund der Symmetrie kann die gesuchte Wahrscheinlichkeit somit mit dem Term
bestimmt werden.
Der kleinstmögliche Wert von ist auf Prozent gerundet somit
Für die Anzahl an Möglichkeiten, aller
Betten auszuwählen, ergibt sich:
Das Gegenereignis dazu, dass in beiden Zimmern ein Bett frei bleibt, ist, dass alle drei freie Betten in einem Zimmer sind. Für das „Bergzimmer“ ergibt sich die folgende Anzahl an Möglichkeiten:
Für das „Talzimmer“ folgt:
Für die gesuchte Wahrscheinlichtkeit folgt somit:
Aus der Funktionsgleichung lässt sich ablesen, dass
gilt. Somit gibt der Term aus der Aufgabenstellung die Wahrscheinlichkeit dafür an, dass das Gewicht einer zufällig ausgewählten Bergeidechse weniger als
vom Erwartungswert abweicht.
Aus der Aufgabenstellung folgt, dass das Intervall genau einer Standardabweichung um den Erwartungswert
entspricht. Somit ergibt sich eine Standardabweichung von
Da die Standardabweichung von
aus
als
abgelesen werden kann, ist die Standardabweichung von
somit kleiner als die von
Für die eingezeichnete Dichtefunktion ergibt sich:
