Stochastik
Aufgabe I 2
Laut einer Studie nutzen der Jugendlichen in Deutschland täglich soziale Medien.
Es werden Jugendliche in Deutschland zufällig ausgewählt. Ermittle die Wahrscheinlichkeit der folgenden Ereignisse:
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Alle diese Jugendlichen nutzen täglich soziale Medien. |
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Mindestens |
Formuliere eine Fragestellung im Anwendungszusammenhang, die mit der Lösung der folgenden Ungleichung beantwortet werden kann:
Von den Jugendlichen, die täglich soziale Medien nutzen, haben schon ein von einem Influencer beworbenes Produkt gekauft. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Jugendlicher nicht täglich soziale Medien nutzt und noch kein von einem Influencer beworbenes Produkt gekauft hat, beträgt
Beurteile die folgende Aussage:
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Jugendlicher schon ein von einem Influencer beworbenes Produkt gekauft hat, ist größer als
In einer Klassenstufe sind Mädchen und
Jungen.
der
Mädchen geben an, täglich mehr Zeit mit sozialen Medien zu verbringen als geplant.
Bestimme für den Anteil der Mädchen, die täglich mehr Zeit in sozialen Medien verbringen als geplant, das Vertrauensintervall zur Vertrauenswahrscheinlichkeit
Das Vertrauensintervall (zur Vertrauenswahrscheinlichkeit ) für den Anteil
der Jungen, die täglich mehr Zeit in sozialen Medien verbringen als geplant, ist
mit
Die Abbildung zeigt Ausschnitte der Graphen der auf
definierten Funktionen
und
mit
Bestimme näherungsweise den Wert von

Aufgabe II 2
Laut einer Umfrage von YouGov1 sind der deutschen Wahlberechtigten für die Einführung eines generellen Tempolimits von
auf Autobahnen.
sind gegen ein Tempolimit.
sind unentschlossen.
Die Umfrage wird als repräsentativ für die gesamte Bevölkerung angenommen.
Für eine Gruppe von zufällig ausgewählten Wahlberechtigten zählt die Zufallsgröße die Personen, die für ein Tempolimit sind.
Begründe, inwiefern als binomialverteilt angenommen werden kann.
Berechne die Wahrscheinlichkeiten der folgenden Ereignisse bei einer zufällig ausgewählten Gruppe von Wahlberechtigten:
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Nur die fünfte Person ist für ein Tempolimit. |
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Genau |
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Höchstens |
Betrachtet werden nun weitere zufällig ausgewählte Gruppen von Wahlberechtigten.
Berechne die Wahrscheinlichkeiten der folgenden Ereignisse.
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Von |
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Von |
Ermittle, wie viele Personen mindestens befragt werden müssen, um mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens mindestens
Personen zu erhalten, die unentschlossen sind.
Eine Automobil-Zeitschrift bezweifelt die Ergebnisse der Umfrage von YouGov und führt eine eigene Erhebung durch.
Hierfür werden telefonisch Personen befragt, die am Bodensee leben.
der befragten Personen geben an, für ein Tempolimit zu sein.
Beurteile unter Verwendung
-
eines geeigneten Prognoseintervalls sowie
-
einer kritischen Betrachtung der Vorgehensweise der Automobil-Zeitschrift,
ob die Ergebnisse der Umfrage der Automobil-Zeitschrift einen Anlass bieten, die Resultate der Umfrage von YouGov anzuzweifeln.
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Lösung I 2
Die Zufallsvariable die die Anzahl der Jugendlichen in der Klasse angibt, die täglich soziale Medien nutzen, ist binomialverteilt mit
und
Damit folgt:
Wie viele Jugendliche müssen mindestens befragt werden, damit mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als mindestens eine Person dabei ist, die nicht täglich soziale Medien nutzt?
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Jugendlicher hat Produkt gekauft, das von einem Influencer empfohlen wurde. |
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Jugendlicher nutzt täglich soziale Medien. |
Es gilt:
Damit ergibt sich die folgende Vier-Felder-Tafel:
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1 |
Die Aussage ist somit falsch, da gilt.
Es gilt Die Grenzen des Vertrauensintervalls zur Wahrscheinlichkeit
sind wie folgt gegeben:
Einsetzen der Werte liefert für die Grenzen:
Die Funktionen und
beschreiben näherungsweise die untere bzw. obere Grenze des Vertrauensintervalls. Ablesen von
in der Abbildung mit Hilfe der oberen Grenze
liefert:
Einsetzen in liefert für dann für die untere Grenze
des Vertrauensintervalls:
Lösung II 2
Es gibt nur zwei mögliche Ausgänge pro Versuch, entweder Zustimmung zum Tempolimit oder Ablehnung/Unentschlossenheit.
Zudem ändert sich die Wahrscheinlichkeit nicht, dass eine befragte Person für ein Tempolimit ist. Die Ergebnisse der Einzelbefragungen sind daher unabhängig voneinander.
Die Zufallsvariable ist binomialverteilt mit Parametern
und
Damit folgt:
Die Zufallsvariable die die Anzahl der Personen angibt, die unentschlossen sind, ist binomialverteilt mit den Parametern
und
Damit folgt:
Die Zufallsvariable die die Anzahl der Personen angibt, die gegen ein Tempolimit sind, ist binomialverteilt mit den Parametern
und
Damit ergibt sich:
Die Zufallsvariable die die Anzahl der Personen angibt, die unentschlossen sind, ist binomialverteilt mit unbekanntem
und
Es ist der kleinste Wert von
gesucht, für den gilt:
Systematisches Ausprobieren mit dem WTR liefert:
Damit müssen mindestens Personen befragt werden.
Es wird beispielsweise angenommen wird, dass der von YouGov ermittelte Anteil von Befürwortern eines Tempolimits gut abgesichert ist.
Mit diesem kann ein Prognoseintervall (zur Sicherheitswahrscheinlichkeit von z. B. ) für den Anteil der Personen die für ein Tempolimit sind, der bei der Umfrage der Automobil-Zeitschrift zu erwarten ist, berechnet werden:
Damit ergibt sich das -Prognoseintervall
Der Anteil in der Umfrage der Automobil-Zeitschrift ist
was außerhalb des Prognoseintervalls liegt. Daher könnten die Ergebnisse angezweifelt werden.
Allerdings spricht gegen die Vorgehensweise bei der Umfrage der Automobil-Zeitschrift, dass Personen, die zum einen telefonisch befragt werden und zum anderen am Bodensee leben, nicht zwingend repräsentativ für alle deutschen Wahlberechtigten sind.