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Inhaltsverzeichnis
Lernbereich Lektürehilfen
Übersicht
Agnes
Kontext und Einordnun...
Formaler Aufbau
Romanstruktur
Intertextualität
Handlung
Kapitel 1
Kapitel 2-8
Kapitel 9 - 17
Kapitel 18 - 23
Kapitel 24 - 29
Kapitel 30 - 35
Kapitel 36 Schluss
Charaktere
Agnes
Erzähler
Louise
Themen und Orte
Fiktion und Wirklichk...
Bildnis und Identität...
Isolation und Anonymi...
Motive und Symbole
Punkte und Glück
Kälte
Tod
Wärme
Spuren
Schöpfung
Erzählweise
Prüfungsaufgaben zur ...
Corpus Delicti
Übersicht
Handlung
Kap. 1 - 10
Kap. 11 - 16
Kap. 17 - 22
Kap. 23 - 33
Kap. 34 - 40
Kap. 41 - 50
Aufbau
Charakterisierung
Mia Holl
Moritz Holl
Heinrich Kramer
Die ideale Geliebte
Anwalt Rosentreter
Richterin Sophie
Richter Hutschneider
Figurenkonstellation
Stil
Stilmittel
Erzählperspektive
Kontext
Moderne
Zukunftsliteratur
Persönliche Einflüsse
Rezeption
Interpretation
Diktatur - Die Method...
Körper höchstes Gut
Gericht ohne Recht
Totale Überwachung
Kampf um Freiheit
Science Fiction oder ...
Prüfungsaufgaben zur ...
Dantons Tod
Kontext und Einordnun...
Formaler Aufbau
Handlung
Akt 1
Akt 2
Akt 3
Akt 4
Personen
Figurenkonstellation
Danton
Die Dantonisten
Robespierre und der W...
Interpretation
Der politische Aspekt
Der weltanschauliche ...
Fazit
Realismus in Dantons ...
Prüfungsaufgaben zur ...
Das Fräulein von Scud...
Kontext und Einordnun...
Formaler Aufbau
Handlung
Die Geheimnisse der M...
Paris, die Stadt des ...
Die Herkunft des Käst...
Ein weiterer Mord
Oliviers Erzählung
Tugend siegt am Ende ...
Charaktere
Magdaleine von Scuder...
René Cardillac
Das Paar Olivier Brus...
Der Hofstaat - Ludwig...
Das Gesetz - la Regni...
Themen
Der Mensch - zum Gute...
Schuld, Unschuld und ...
Illusion und Wirklich...
Motive und Symbole
Tag und Nacht, Himmel...
Der Schmuck und die J...
Prüfungsaufgaben zur ...
Das Parfum
Handlung
Erster Teil
Zweiter Teil
Dritter Teil
Vierter Teil
Formaler Aufbau
Charakterisierungen
Grenouille
Pater Terrier
Madame Gaillard
Grimal
Baldini
Marquise
Antoine Richis
Laure Richis
Druot
Stil
Erzählperspektive
Sprache
Rhetorische Mittel
Kontext
Epoche
Parfüm-Geschichte
Interpretation
Grenouille als Monste...
Genie-Gedanke
Innere Duftwelt
Duft als Macht
Bildungsroman
Schauerroman
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Besuch der alten ...
Kontext und Einordnun...
Handlung
Charaktere
Claire Zachanassian
Alfred Ill
Der Lehrer
Der Pfarrer
Der Polizist
Familie Ill
Die Güllener
Interpretation
Themen
Symbole
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Bürgermeister
Der goldne Topf
Handlung
1. Vigilie
2. Vigilie
3. Vigilie
4. Vigilie
5. Vigilie
6. Vigilie
7. Vigilie
8. Vigilie
9. Vigilie
10. Vigilie
11. Vigilie
12. Vigilie
Kontext
Epoche
Entstehung und Rezept...
Modernes Märchen
Personen
Aufbau
Antithetik
Erzähltechnik
Stil und Sprache
Sprache
Mythen
Interpretation
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Proceß
Entstehung und Einord...
Inhalt
1. Kapitel
2. Kapitel
3. Kapitel
4. Kapitel
5. Kapitel
6. Kapitel
7. Kapitel
8. Kapitel
9. Kapitel
10. Kapitel
Figuren
Josef K.
Onkel K.
Advokat Huld
Kaufmann Block
Gerichtsmaler Titorel...
Die Frauenfiguren
Einführung
Fräulein Bürstner
Frau des Gerichtsdien...
Leni
Struktur
Sprache und Stil
Erzählperspektive
Interpretation
Einführung
Das Gericht
Die Türhüterparabel
Verschiedene Interpre...
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Sandmann
Handlung
Personen
Kontext und Einordnun...
Motive
Doppelgängermotiv
Augenmotiv
Sprache
Interpretation
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Steppenwolf
Handlung
Zusammenfassung
Vorwort des Herausgeb...
Harry Hallers Aufzeic...
Tractat vom Steppenwo...
Harry Hallers Aufzeic...
Kontext und Einordnun...
Formaler Aufbau
Vorwort des Herausgeb...
Harry Hallers Aufzeic...
Tractat vom Steppenwo...
Charaktere
Hauptperson
Kontrast- und Spiegel...
Hermine
Pablo
Maria
Nebenfiguren
Die Bürger
Die unsterblichen Kün...
Stil und Sprache
Vorwort des fiktiven ...
Harry Hallers Aufzeic...
Tractat vom Steppenwo...
Motive, Symbole und B...
Der Steppenwolf
Der Spiegel
Die Ewigkeit und der ...
Die Unsterblichen
Die Musik
Der Tanz
Der Humor
Die Bedeutung des Mag...
Interpretation
Zeit- und Kulturkriti...
Entwicklung der Persö...
Parallelen zu Goethes...
Autobiographische Sel...
Die Marquise von O...
Übersicht
Handlung
Abschnitt 1
Abschnitt 2
Abschnitt 3
Abschnitt 4
Abschnitt 5
Aufbau
Charakterisierung
Die Marquise von O...
Herr von G...
Frau von G...
Graf F...
Stil
Erzählperspektive
Stilmittel
Kontext
Zeitgeschichte
Das Frauenbild um 180...
Interpretation
Gesellschaftskritik
Emanzipation
Tiefenpsychologie
Die Verwandlung
Kontext und Einordnun...
Inhalt
1. Teil
2. Teil
3. Teil
Struktur
Sprache und Stil
Figuren
Der Vater
Die Mutter
Die Schwester
Gregor
Interpretation
Die biographische Int...
Die psychoanalytische...
Die sozialkritische I...
Motive
Welche Verwandlung?
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Faust I
Kontext und Einordnun...
Autor
Epocheneinordnung
Inhalt der Vorspiele
Inhalt der Gelehrten-...
Nacht
Vor dem Tor
Studierzimmer (I)
Studierzimmer (II)
Brückenszenen
Auerbachs Keller in L...
Hexenküche
Inhalt der Gretchen T...
Straße I
Abend
Spaziergang
Der Nachbarin Haus
Straße II
Garten
Ein Gartenhäuschen
Wald und Höhle
Gretchens Stube
Marthens Garten
Am Brunnen
Zwinger
Nacht
Dom
Walpurgisnacht
Walpurgisnachtstraum
Trüber Tag, Feld
Nacht, offen Feld
Kerker
Figuren
Figurenübersicht
Faust
Gretchen
Mephisto
Nebencharaktere
Struktur
Sprache und Stil
Interpretation
Faust und die Konzept...
Faust und Gretchen
Der Pakt mit dem Teuf...
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Hamlet
Übersicht
Handlung
Akt 1
Akt 2
Akt 3
Akt 4
Akt 5
Aufbau
Charakterisierung
Hamlet
Gertrude
Claudius
Polonius
Ophelia
Laertes
Horatio
Geist
Figurenkonstellation
Stil
Sprache
Stilmittel
Monologe
Motive
Kontext
Epoche
Rezeption
Geschichtlicher Hinte...
Interpretation
Schein
Wahnsinn
Rache
Machtgier
Mutter-Problematik
Liebe
Krimi
Homo Faber
Kontext und Einordnun...
Gliederung
Erste Station
Zweite Station
Handlung
Erste Station
Zweite Station
Figuren
Walter Faber
Hanna Piper
Elisabeth Piper
Ivy
Formales und sprachli...
Ein Bericht? Formaler...
Sprechende Namen
Sprache und Stil
Interpretation
Themen
Orte
Motive und Symbole
Frischs Kritik am Typ...
Prüfungsaufgaben zur ...
Irrungen, Wirrungen
Übersicht
Handlung
Kapitel 1 - 15
Kapitel 16 - 26
Aufbau
Charakterisierung
Lene Nimptsch
Botho von Rienäcker
Frau Nimptsch
Frau Dörr
Käthe von Sellenthin
Gideon Franke
Figurenkonstellation
Stil
Stilmittel
Erzählperspektive
Motive
Kontext
Epoche
Rezeption
Geschichtlicher Hinte...
Interpretation
Entwicklungsroman
Gesellschaftskritik
Zeitroman
Psychologischer Roman
Kabale und Liebe
Kontext und Einordnun...
Inhalt
Auf einen Blick
Akt I
Akt II
Akt III
Akt IV
Akt V
Struktur
Sprache und Stil
Figuren
Auf einen Blick
Miller
Millers Frau
Luise
Sekretär Wurm
Ferdinand von Walter
Präsident von Walter
Hofmarschall von Kalb
Lady Milford
Interpretation
Auf einen Blick
Sozialkritik in Kabal...
Elemente des Sturm un...
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Klein Zaches genannt ...
Kontext und Einordnun...
Inhalt
Figuren
Allgemeines
Balthasar
Zaches
Struktur
Interpretation
Klein Zaches und das ...
Klein Zaches - eine S...
Fazit
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Landnahme
Übersicht
Handlung
Prolog
Thomas Nicolas
Marion Demutz
Peter Koller
Katharina Hollenbach
Sigurd Kitzerow
Epilog
Aufbau
Charakterisierung
Bernhard Haber
Thomas Nicolas
Marion Demutz
Peter Koller
Katharina Hollenbach
Sigurd Kitzerow
Stil
Erzählperspektive
Stilmittel
Kontext
Geschichtlicher Hinte...
Rezeption
Interpretation
Heimat
Fremdenfeindlichkeit
Gesellschaftskritik
Lenz
Übersicht
Handlung
Gebirgswanderung
Leben im Pfarrhaus
Treffen mit Kaufmann
Oberlins Abwesenheit
Selbstmordversuche
Aufbau
Charakterisierung
Lenz
Oberlin
Kaufmann
Stil
Sprache
Erzählperspektive
Interpretation
Motive
Lenz' Weltanschauung
Prüfungsaufgaben zur ...
Maria Stuart
Handlung
1. Aufzug
2. Aufzug
3. Aufzug
4. Aufzug
5. Aufzug
Kontext
Epoche
Rezeption
Geschichtlicher Hinte...
Personen
Charakterisierungen
Personenkonstellation
Aufbau des Dramas
Stil und Sprache
Stilmittel
Metrum und Reim
Interpretation
Prüfungsaufgaben zur ...
Medea
Übersicht
Handlung
Prolog
Einzugslied
1. Aufzug
1. Standlied
2. Aufzug
2. Standlied
3. Aufzug
3. Standlied
4. Aufzug
4. Standlied
5. Aufzug
5. Standlied
Auszug
Aufbau
Charakterisierung
Medea
Jason
Amme
Kreon
Aigeus
Figurenkonstellation
Stil
Stilmittel
Figurenrede
Kontext
Euripides' Werk
Mythos Medea
Interpretation
Rachsucht aus Liebe
Patriarchale Welt
Vergleich mit Medea. ...
Medea. Stimmen
Übersicht
Handlung
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Aufbau
Charakterisierung
Medea
Jason
Leukon
Akamas
Agameda
Presbon
Glauke
Kreon
Lyssa
Figurenkonstellation
Stil
Stilmittel
Erzählperspektive
Kontext
Zeitgeschichtlicher H...
Mythos Medea
Interpretation
Autobiografisch
Sündenbock-Thematik
Feminismus
Vergleich mit Euripid...
Woyzeck
Handlung
Zusammenfassung
Szene 1 - 2
Szene 3 - 7
Szene 8 - 10
Szene 11 - 15
Szene 16 - 21
Szene 22 - 26
Szene 27
Aufbau des Dramas
Charakterisierungen
Franz Woyzeck
Marie Zickwolf
Nebenfiguren
Stil und Sprache
Kontext
Epoche
Geschichtlicher Hinte...
Interpretation
Woyzecks Motive
Armut und Arbeit
Das Erbsenexperiment
Zurechnungsfähigkeit

Thomas Nicolas

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Das erste Kapitel erzählt aus der Sicht von Thomas Nicolas, wie der Protagonist Bernhard Haber als neuer Schüler in der Grundschule der Stadt Guldenberg aufgenommen wird. Außerdem wird behandelt, wie die Rückkehr der im zweiten Weltkrieg vertriebenen Familie Haber von der Gesellschaft verarbeitet wird.

Erster Schultag

Infos

  • Seiten: 15-22
  • Zeit: 5 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs (1950), die DDR wurde vor einem Jahr gegründet
  • Ort: Kleinstadt Guldenberg (DDR), Klassenzimmer der Grundschule
  • Personen: Fräulein Nitzschke (Klassenlehrerin), Thomas Nicolas, Bernhard Haber, Herr Voigt (Mathelehrer), Willy

Inhalt

  • Thomas Nicolas und seine Mitschüler bekommen im angehenden Schuljahr von ihrer Klassenlehrerin, Fräulein Nitzschke, einen neuen Mitschüler vorgestellt. Sein Name ist Bernhard Haber, er ist schüchtern und kann seinen Namen zuerst nur ganz leise und unverständlich aussprechen.
  • Die Klasse ist daran gewöhnt, dass sie regelmäßig neue Mitschüler bekommt, denn ihr Ort ist nach Ende des zweiten Weltkriegs verpflichtet, vertriebene Menschen aus Pommern und Schlesien aufzunehmen. Daher erkennen die Grundschüler auch sofort am Dialekt von Bernhard, dass er aus dem „Ostblock“ Deutschlands stammen muss.
  • Thomas weiß, dass die Zugezogenen in der Gesellschaft von Guldenberg nicht akzeptiert werden. So wird gehofft, dass die Umsiedler bald wieder weiterziehen, denn die Stadt hat selbst noch mit den Zerstörungen (es fehlt an Geld und Baustoff, um zerstörte Häuser wieder aufzubauen) und Verlusten (es fehlt an Fachmännern für den Wiederaufbau der Stadt) des Kriegs zu kämpfen.
  • Die Zurückhaltung von Bernhard wird in der Klasse verspottet, Fräulein Nitzschke muss für Ruhe sorgen und wiederholt den Namen des neuen Schülers noch einmal, ehe sie ihn an ihren Lehrerpult setzt, da kein anderer Platz im Klassenzimmer frei ist. Bernhard sitzt damit vor allen Schülern (in einer angreifbaren Position), wird angestarrt und als „Polacke“ beschimpft.
  • In der Mathestunde liest der Lehrer Voigt im Klassenbuch, dass Bernhard zwar schon 10 Jahre alt ist, aber trotzdem in die dritte Klasse kommt. Er schließt daraus, dass er ein schlechter Schüler sei.
  • Vor den anderen Schülern fängt Herr Voigt an, Bernhard über seine Vergangenheit auszufragen:
    • Hast du Eltern? - Bernhard bejaht
    • Was arbeitet dein Vater? - Bernhard entgegnet: Im Moment nichts.
    • Was hat dein Vater gelernt? Bernhard entgegnet: er ist gelernter Tischler (heute: Schreiner).
    • Warum hat er noch keine Anstellung? Ist er faul? - Bernhard ist sichtlich gekränkt.
    • Aus welcher Stadt kommt ihr? - Bernhard entgegnet Breslau, der Lehrer korrigiert aber, dass diese Stadt nicht mehr Breslau, sondern nach dem Krieg Wroclaw heiße und nicht mehr zu Deutschland gehöre.
⇒ Der Lehrer zeigt in dieser Szene rassistische Züge. Er versucht, Bernhard mit seinem Geburtsort in Polen zu demütigen, und bedient Klischees.
  • Bernhard lässt alle Kommentare von Herrn Voigt über sich ergehen, nur besteht er darauf, in Breslau (einer deutschen Provinz in Polen) geboren worden und damit deutschstämmig zu sein. Der Lehrer weist Bernhard für diesen Einwand zwar zurecht, hört aber damit auf, ihn auszufragen und fährt stattdessen mit dem Unterricht fort.
  • In den folgenden Tagen entwickelt sich Bernhard schnell zum Außenseiter. Thomas bemerkt am Schulranzen (ein Flickenbeutel) des neuen Mitschülers, dass seine Familie sehr arm sein muss.
  • Am dritten Schultag kickt einer der Schüler (Willy) zu Beginn des Unterrichts Bernhards Schultasche böswillig durch das Zimmer. In der Pause nimmt Bernhard diesen Schüler in den Schwitzkasten bis dieser jammert. Von diesem Moment an traut sich keiner der Mitschüler mehr, sich Bernhards Schultasche zu nähern.

Bernhards Geschichte

Infos

  • Seiten: 22-37
  • Zeit: 5 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs (1950), die DDR wurde vor einem Jahr gegründet
  • Ort: Kleinstadt Guldenberg (DDR)
  • Personen: Fräulein Nitzscke (Klassenlehrerin), Thomas Nicolas, Bernhard Haber, Bernhards Eltern, Bauer Griesel, Tiez (Bernhards Hund)

Inhalt

  • In einem geistigen Monolog erzählt Thomas die Geschichte der vertriebenen Familie Haber nach.
  • Der Vater von Bernhard ist ein Kriegsinvalide, dem aufgrund eines Unfalls der rechte Arm fehlt. Er ist gelernter Tischler, findet aufgrund seiner Behinderung allerdings keine Anstellung.
  • Die Familie Haber ist in Guldenberg auf dem Hof von Bauer Griesel untergekommen. Dort kann der Vater nach mehreren Monaten der Erwerbslosigkeit unter der Leitung des Bauers die Holzarbeiten, die auf dem Hof anfallen, erledigen. Dabei spannt der Vater auch Bernhard ein, der bei sämtlichen Aufgaben in der neu eingerichteten Werkstadt des Vaters hilft.
  • Bernhard ist in der Schule ehrgeizig, kann aber trotz seines Alters nicht mit seinen Mitschülern mithalten. Er lernt sehr langsam, kann keine Gedichte auswendig lernen und versagt in den Fächern zu Fremdsprachen völlig.
  • Bernhard findet in der Klasse keinen Anschluss. Auf dem Schulhof stellt er sich meistens zu einem älteren Schüler, der ebenfalls aus einer Familie von Aussiedlern stammt. Die Ausgrenzung geht sowohl von der Schulgemeinschaft wie auch von Bernhard selbst aus. Er meidet den sozialen Kontakt zu seinen Mitschülern, die sich bald nicht mehr trauen, ihn anzusprechen.
  • Als Bernhard eines Tages mit einem Hund in die Schule kommt, ist er aufgrund des Tiers kurzzeitig beliebt unter den Schülern. Allerdings wird ihm erst vom Hausmeister und dann vom Schulleiter verboten, Tiez weiterhin mit in die Schule zu nehmen.
  • Es vergehen einige Jahre. In dieser Zeit kann sich der Vater von Bernhard mit seiner Werkstadt zwar einen eigenen Kundenstamm aufbauen, die Familie kann in der Gesellschaft trotzdem nicht integriert werden. Sie wird ausgegrenzt, verspottet und beleidigt.
  • Bernhard wird im sechsten Schuljahr im Klassenzimmer neben Thomas gesetzt. Thomas versucht mehrmals, das Gespräch mit Bernhard zu finden, allerdings scheitert er an dessen in sich gekehrter Art.
  • Thomas wundert sich nicht, dass Bernhard nicht integriert werden kann: Er weiß, dass es vielen Aussiedlern in Guldenberg so geht wie Bernhards Familie. Die Einwanderer aus Russland und Polen seien faktisch zwar deutsch, aber „eine andere Art von deutsch“ und damit völlig fremd. In der Stadt würden sie außerdem häufig in Schlägereien verwickelt und lieber für sich bleiben. An Bernhards Beispiel sieht Thomas die Vorurteile gegenüber den Fremden bestätigt.

Der Brand

Infos

  • Seiten: 37-56
  • Zeit: Ein Jahr nachdem der Vater von Bernhard seine Werkstatt auf dem Hof eingerichtet hat
  • Ort: Kleinstadt Guldenberg (DDR)
  • Personen: Thomas Nicolas, Bernhard Haber, Bernhards Eltern, Thomas' Eltern

Inhalt

  • Die Werkstatt von Bernhards Vater geht ein Jahr nach ihrer Gründung in Flammen auf. Als die Stadt die Feuerwehrsirenen hört, sammeln sich viele Bewohner - vor allem Kinder - auf dem Hof des Bauern Griesel, um die brennende Werkstatt zu betrachten.
  • Auch Thomas ist unter den Schaulustigen und wird Zeuge, wie Bernhard und sein Vater an der Brandstätte ankommen. Herr Haber ist entsetzt und treibt die ankommenden Feuerwehrkräfte dazu an, die Werkstatt zu löschen. Der Hauptmann der Feuerwehr entgegnet aber, dass das trockene Holz der Werkstatt nicht mehr zu löschen sei. Wenige Momente später bricht der Dachstuhl zusammen.
  • Auch die Polizei trifft ein. Ein Polizist nimmt zum Vorfall die Aussage von Herrn Haber auf und beschuldigt ihn dabei ohne Sachgrundlage, fahrlässig gehandelt und den Brand selbst verursacht zu haben.
  • Herr Haber ist von seiner Unschuld überzeugt. Er hat alle Maschinen, die einen Kabelbrand verursachen könnten, abgeschaltet und sogar die Sicherung herausgedreht. Der Polizist will das nicht glauben. Er ist überzeugt davon, der Brand sei aufgrund eines Unfalls entstanden, und zieht die Glaubwürdigkeit von Herrn Haber in den Zweifel.
  • Herr Haber ist erbost und bezichtigt die Bevökerung von Guldenberg der Brandstiftung. Allerdings kann er keinen Bewohner konkret beschuldigen und hat auch keine Beweise für seine Anschuldigungen, sodass der Polizist Herrn Haber nicht ernstnehmen kann. Er zieht mit seinen Kollegen vom Hof ab.
  • Die Feuerwehr verlässt ebenfalls den Hof, nachdem sie den Brandherd gelöscht hat. Thomas und die anderen Schaulustigen bleiben noch.
  • Am Abend holt Thomas' Vater, der Apotheker der Stadt, seinen Sohn ab. Er spricht Bernhards Vater sein Mitleid aus und glaubt ihm, dass jemand aus der Bevölkerung den Brand gelegt hat.
  • Thomas erhält von seinem Vater die Anweisung, in der Schule auf Bernhard zu achten. Die Familie Haber habe viele Probleme und würde etwas Rückendeckung benötigen. Thomas ist zwar überzeugt davon, dass Bernhard auf sich selbst aufpassen kann, stimmt dem Vater aber zu.
  • Thomas Vater ist überzeugt davon, dass die Habers Opfer eines Verbrechens geworden sind. Er weiß als Apotheker, an welchen psychischen Krankheiten die Bevölkerung leide und würde ihr deshalb alle Verbrechen zutrauen.
  • Herr Haber bekommt von der Stadt eine neue Werkstatt zugeteilt, die zwar marode aber funktionstüchtig ist. Dabei wird er darauf hingewiesen, wie glücklich er sich schätzen kann, überhaupt etwas zu bekommen, wo es doch allen Bürgern in der Stadt gerade nicht gut gehen würde.
  • Herr Haber nimmt seine Arbeit als Tischler wieder auf. Allerdings bleibt die Kundschaft aus. In der Bevölkerung bemitleidet man die Familie zwar, allerdings ist niemand bereit, einen Aussiedler zu engagieren und damit zu unterstützen. Außerdem glauben viele Bürger weiterhin, dass Herr Haber den Brand in seiner Werkstatt selbst gelegt hat.
  • Nach diesen Ereignissen wird die Kluft zwischen der Familie Haber und der Bevölkerung von Guldenberg noch größer.

Bernhard lehnt sich gegen die Unterdrückung auf

Infos

  • Seiten: 56-78
  • Zeit: Ein Jahr nach dem Brand der Werkstatt
  • Ort: Kleinstadt Guldenberg (DDR)
  • Personen: Thomas Nicolas, Bernhard Haber, Schuldirektor

Inhalt

  • Bernhards Familie kann ein Jahr nach dem Brand in der Werkstatt in eine Stadtwohnung ziehen.
  • Kurz nach dem Umzug wird Bernhards Hund, Tiez, tot an einem Fluss aufgefunden. Es wird festgestellt, dass das Tier mit einer Drahtschlinge erwürgt wurde.
  • Bernhard zeigt keine Gefühlsregung bei diesem Verlust, Thomas ist aber klar, dass er das Tier sehr geliebt haben muss. Auf alle Beleidsbekundungen reagiert Bernhard abweisend. Dann spricht er im Klassenzimmer eine Drohung gegenüber seinen Mitschülern aus: Wer Tiez umgebracht hat, würde von ihm selbst getötet werden.
  • Nach dieser Drohung sind nicht nur die Schüler geschockt (Thomas ist sehr verängstigt), sogar der Schuldirektor sieht sich gezwungen, einzugreifen. Der Rektor kommt in das Klassenzimmer und ermahnt Bernhard für die Morddrohung. Außerdem verlangt er eine Entschuldigung und ein Schuldeingeständnis von Bernhard.
  • Bernhard weigert sich, eine Entschuldigung auszusprechen. Auch nach mehrmaliger Aufforderung des Rektors, er solle sich endlich entschuldigt, bleibt Bernhard stur und schweigt. Die Klasse ist Zeuge des Machtkampfs zwischen Rektor und Schüler und bewundert Bernhard für seine Standhaftigkeit.
  • Schließlich gibt der Rektor nach und möchte das Klassenzimmer verlassen, ohne dass er Bernhard zu einer Entschuldigung bewegen konnte.
  • Bernhard bricht sein Schweigen gerade dann, als der Rektor die Tür des Klassenzimmers erreicht und ruft aus: „Auge um Auge […] Drahtschlinge für Drahtschlinge“, (S.66)
    • An dieser Stelle wiederholt Bernhard seine Drohung also, statt dem Rektor nachzugeben
    • Er lehnt sich gegen die Ungerechtigkeit auf, als Opfer (Verlust des Hunds) in die Rolle des Schuldigen gedrängt zu werden
    • Für seinen Mut, sich gegen den Rektor aufzulehnen, wird er von seinen Klassenkameraden bewundert
  • Kurz nach diesem Ereignis trennen sich die Wege von Thomas und Bernhard, da letzterer die 7. Klasse wiederholen muss.
  • Thomas resümiert an dieser Stelle die gemeinsame Schulzeit mit Bernhard noch einmal. Dabei war für ihn besonders auffällig, wie schweigsam, in sich gekehrt Bernhard gewesen war. Thomas legt Bernhard das nicht als Schwäche aus, sondern erkennt darin Selbstbewusstsein und Mut.
  • Am Ende des Kapitels sagt Thomas, dass er sich an Bernhard immer als „Holzwurm“ oder „Holzwürmchen“ erinnern wird.
    • An dieser Stelle wird klar, dass sich Thomas in der Faschingsszene des Prologs mit Bernhard, den er als „Holzwurm“ angesprochen hat, unterhielt.
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