Zeit: Mitte des 16. Jahrhunderts. Mehrere Monate bis Ende des Jahres irgendwann Mitte des 16. Jahrhunderts
Ort: An der Havel, Brandenburg
Inhalt
Kurze Vorstellung der Hauptfigur Michael Kohlhaas
Mitte des 16. Jahrhunderts lebt der Pferdehändler in Brandenburg
Bis zu seinem 30. Lebensjahr galt er als guter, gerechter Staatsbürger
Sein Rechtsgefühl machte ihn dann zum Räuber und Mörder
Kohlhaas reitet mit seinem Knecht Herse von Brandenburg nach Sachsen
Er ist den Weg schon oft gereist, um seine Pferde auf dem Markt zu verkaufen
Kurz nach seiner Ankunft in Sachsen stößt er auf einen neuen Schlagbaum in der Nähe einer Burg
Der Zöllner erklärt Kohlhaas, dass der Junker Wenzel von Tronka hier nun Zoll verlangt
Kohlhaas bezahlt, doch kaum losgeritten, hält der Schlossvogt ihn auf und will seinen Passschein sehen
Der Pferdehändler hat noch nie von einem Passschein gehört und will den Junker selbst dazu befragen
Kohlhaas trifft den Junker im Kreise einiger Freunde beim Essen
Als die Gruppe von Kohlhaas‘ wertvollen Pferden hört, eilen sie raus und begutachten die Tiere
Kohlhaas fordert den Junker und die Ritter auf, ihm Pferde abzukaufen; diese finden den Preis zu hoch
Der Pferdehändler will weiterreisen und bittet um eine Ausnahme wegen des Passscheins
Als er verspricht beim nächsten Mal einen Passschein vorzulegen, will der Junker ihn gehen lassen
Der Schlossverwalter rät, wenigstens ein Pfand einzufordern
Kohlhaas lässt also gezwungenermaßen zwei Rappen und seinen Knecht zurück
In Dresden will Kohlhaas den Passschein besorgen und erfährt, dass es einen solchen nicht gibt
Nach dem Verkauf der restlichen Rappen auf dem Pferdemarkt reitet Kohlhaas zum Junker zurück
Auf der Burg hört Kohlhaas, dass Herse wenige Tage nach seiner Abreise wegen unrechtmäßigen Verhaltens verjagt worden sei
Die beiden Rappen findet Kohlhaas abgemagert und verwahrlost in einem Stall
Ein Knappe erklärt ihm, dass die Pferde auf dem Feld arbeiten mussten
Der Schlossvogt kommt herbei und behauptet, Herse sei weggelaufen
Der Junker und einige Ritter kommen dazu und Kohlhaas wendet ein, dass dies nicht seine Pferde sein könnten
Als Kohlhaas seine edlen Rappen zurückfordert, lacht der Junker ihn aus und geht davon
Abschnitt 2
Infos
Zeile: 2-216
Zeit: Mitte des 16. Jahrhunderts. Mehrere Monate bis Ende des Jahres irgendwann Mitte des 16. Jahrhunderts
Ort: Sachsen & Brandenburg
Inhalt
Kohlhaas macht sich auf den Weg nach Dresden, um vor Gericht sein Recht einzufordern
Auf halbem Weg kehrt er um, weil er erst seinen Knecht sprechen will, um auszuschließen, dass er im Unrecht ist
Zu Hause angekommen, befragt er den verletzten Herse in einem strengen Verhör über die Vorfälle
Kohlhaas glaubt Herse, der ihm berichtet, dass er die Pferde für die Feldarbeit ausleihen und sie in einem Schweinestall unterbringen musste; weil er die Pferde baden wollte, wurden zwölf Hunde auf ihn gehetzt
Als Kohlhaas seiner Frau von der Geschichte erzählt, bestätigt sie ihn darin, in Dresden um sein Recht zu kämpfen
Mit Hilfe eines Bekannten, der als Rechtsgelehrter arbeitet, verfasste Kohlhaas eine Beschwerde wegen gesetzeswidrigen Einbehaltens seiner Rappen und verletzen seines Knechts
Er bekommt Unterstützung von den bedeutendsten Männern des Landes
Nach Monaten erfährt Kohlhaas aber, dass seine Klage abgewiesen wurde
Auf Nachfrage wird Kohlhaas erklärt, dass zwei hohe Amtsinhaber am Dresdener Hof Verwandte des Junkers sind und den Vorgang beeinflussen konnten
Der Anwalt rät Kohlhaas, die Pferde von der Burg abzuholen und die Sache auf sich beruhen zu lassen
Abschnitt 3
Infos
Zeile: 2-240
Zeit: Mitte des 16. Jahrhunderts. Mehrere Monate bis Ende des Jahres irgendwann Mitte des 16. Jahrhunderts
Ort: Brandenburg, Kohlhaasenbrück
Inhalt
Wie der Zufall es will, liest Kohlhaas diesen Brief im Beisein des Stadthauptmanns Heinrich von Geusau, der ihm seine Hilfe anbietet
Kohlhaas gibt nicht auf und will mit von Geusau über den Kurfürsten von Brandenburg zu seinem Recht kommen
Nach einiger Zeit erfährt er, dass auch dieses Schreiben bei einem Verwandten des Junker Wenzel von Tronka angekommen ist
Kohlhaas ist deprimiert und hat keine Freude mehr an der Pferdezucht oder seiner Familie
Als sein Knecht aus einer Kur nach Hause kommt, bringt er Kohlhaas einen Brief vom Stadthauptmann mit
Von Geusau entschuldigt sich, dass er nicht helfen konnte und legt ein Schreiben der Staatskanzlei bei, in dem Kohlhaas als Störenfried bezeichnet wird; dieser schäumt vor Wut
Von einem Bekannten erfährt Kohlhaas, dass seine Pferde immer noch für die Feldarbeit genutzt werden
Enttäuscht über die Ungerechtigkeit, beschließt Kohlhaas, Haus und Hof zu verkaufen
Sein Frau Lisbeth bittet ihn, nach Berlin reisen zu dürfen, um den Kurfürsten zur Rede zu stellen
Weil sie über einen früheren Verehrer am Hof, an den Kurfürsten herantreten könnte, lässt Kohlhaas sie gehen
Abschnitt 4
Infos
Zeile: 2-218
Zeit: Mitte des 16. Jahrhunderts. Mehrere Monate bis Ende des Jahres irgendwann Mitte des 16. Jahrhunderts
Ort: Brandenburg
Inhalt
In Berlin angekommen, trifft sie am Hof statt auf ihren Verehrer auf einen Leibwächter
Beim Versuch, trotzdem zum Kurfürsten durchzudringen, wird Lisbeth schwer verletzt
Kohlhaas‘ Knecht bringt die Frau nach Hause, wo sie ihrem Mann eine Bibelstelle über Vergebung zeigt bevor sie stirbt
Am Tag der Beerdigung erhält Kohlhaas eine Antwort auf Lisbeths Bittschrift, in der der Kurfürst Kohlhaas auffordert, seine Pferde abzuholen und die Sache ruhen zu lassen, da ihm sonst Gefängnis droht
Der Pferdehändler beschließt, sich zu rächen und verfasst ein rechtliches Schreiben an den Junker von Tronka
Als dieser nach drei Tagen weder die Pferde gebracht hat, um sie dick zu füttern, noch eine Antwort schickte, verkauft Kohlhaas seinen Hof endgültig
Er schickt seine Kinder zu Verwandten nach Schwerin und reitet am Abend mit Herse und sechs weiteren Knechten zur Tronkenburg
In der dritten Nacht der Reise überfallen Kohlhaas und seine Truppe die Tronkenburg, setzen alles in Brand, plündern und töten einige Burgbewohner
Junker Wenzel von Tronka flieht über eine Hintertreppe und Kohlhaas sieht sein Vorhaben als gescheitert an
Der Pferdehändler verfasst das Kohlhaasische Mandat und fordert das Land auf, ihm den Junker auszuliefern
Über Herse erfährt Kohlhaas, dass der Junker im Fräuleinstift Erlabrunn ist, allerdings kam sein Mandat zu spät dort an und der Junker ist bereits nach Wittenberg aufgebrochen