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Der Gärtner

Der Gärtner (R. S. 88)

Veränderte Rolle des Gärtners in Kriegszeiten

  • In diesem Kapitel erscheint der Gärtner nicht wie sonst als stiller und beständiger Pfleger des Gartens, sondern er wird in eine Schutzfunktion eingebunden: Er hilft der Frau des Architekten, wertvolle Besitztümer vor den herannahenden sowjetischen Truppen in Sicherheit zu bringen.
  • Um diese Gegenstände vor möglichem Zugriff zu bewahren, versenken sie sie gemeinsam im See. Damit wird der Gärtner zum Helfer in einem Akt des Widerstands und der Vorsorge gegenüber der sich nähernden Roten Armee.

Zerstörung und Zweckentfremdung des Gartens

  • Der Garten, der in vorherigen Kapiteln noch als Ort der Ordnung, Pflege und Kontinuität erschien, wird durch die Einquartierung sowjetischer Truppen zerstört. Er verliert seine Funktion als gepflegtes Naturareal und wird stattdessen zum Pferdestellplatz umfunktioniert.
  • Diese Zweckentfremdung spiegelt die Umbrüche des Kriegs wider, in denen auch vormals geschützte oder symbolisch aufgeladene Räume nicht mehr unberührt bleiben.

Symbolische Ebene: Der Kartoffelkäfer

  • Parallel zur Beschreibung des Umbaus des Gartens wird die Zerstörung der Kartoffelernte in Russland durch den Kartoffelkäfer erwähnt.
  • Diese Naturkatastrophe wird als Folge deutscher Kriegsführung interpretiert und steht sinnbildlich für die wechselseitige Verwundung beider Seiten im Krieg: Während das deutsche Grundstück verwahrlost, leidet Russland unter einer biologischen Invasion. Der Vergleich verweist auf die weitreichenden Folgen menschlicher Gewalt, auch auf ökologischer Ebene.

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