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Bundesland, Schulart & Klasse
Bundesland, Schulart & Klasse
BW, Gymnasium (G9)
Baden-Württemberg
Berufl. Gymnasium (AG)
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Berufskolleg - FH
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Berufl. Gymnasium
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Klasse 13
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Inhaltsverzeichnis
Lernbereich Lektürehilfen
Übersicht
Agnes
Kontext und Einordnun...
Formaler Aufbau
Romanstruktur
Intertextualität
Handlung
Kapitel 1
Kapitel 2-8
Kapitel 9 - 17
Kapitel 18 - 23
Kapitel 24 - 29
Kapitel 30 - 35
Kapitel 36 Schluss
Charaktere
Agnes
Erzähler
Louise
Themen und Orte
Fiktion und Wirklichk...
Bildnis und Identität...
Isolation und Anonymi...
Motive und Symbole
Punkte und Glück
Kälte
Tod
Wärme
Spuren
Schöpfung
Erzählweise
Prüfungsaufgaben zur ...
Corpus Delicti
Übersicht
Handlung
Kap. 1 - 10
Kap. 11 - 16
Kap. 17 - 22
Kap. 23 - 33
Kap. 34 - 40
Kap. 41 - 50
Aufbau
Charakterisierung
Mia Holl
Moritz Holl
Heinrich Kramer
Die ideale Geliebte
Anwalt Rosentreter
Richterin Sophie
Richter Hutschneider
Figurenkonstellation
Stil
Stilmittel
Erzählperspektive
Kontext
Moderne
Zukunftsliteratur
Persönliche Einflüsse
Rezeption
Interpretation
Diktatur - Die Method...
Körper höchstes Gut
Gericht ohne Recht
Totale Überwachung
Kampf um Freiheit
Science Fiction oder ...
Prüfungsaufgaben zur ...
Dantons Tod
Kontext und Einordnun...
Formaler Aufbau
Handlung
Akt 1
Akt 2
Akt 3
Akt 4
Personen
Figurenkonstellation
Danton
Die Dantonisten
Robespierre und der W...
Interpretation
Der politische Aspekt
Der weltanschauliche ...
Fazit
Realismus in Dantons ...
Prüfungsaufgaben zur ...
Das Fräulein von Scud...
Kontext und Einordnun...
Formaler Aufbau
Handlung
Die Geheimnisse der M...
Paris, die Stadt des ...
Die Herkunft des Käst...
Ein weiterer Mord
Oliviers Erzählung
Tugend siegt am Ende ...
Charaktere
Magdaleine von Scuder...
René Cardillac
Das Paar Olivier Brus...
Der Hofstaat - Ludwig...
Das Gesetz - la Regni...
Themen
Der Mensch - zum Gute...
Schuld, Unschuld und ...
Illusion und Wirklich...
Motive und Symbole
Tag und Nacht, Himmel...
Der Schmuck und die J...
Prüfungsaufgaben zur ...
Das Parfum
Handlung
Erster Teil
Zweiter Teil
Dritter Teil
Vierter Teil
Formaler Aufbau
Charakterisierungen
Grenouille
Pater Terrier
Madame Gaillard
Grimal
Baldini
Marquise
Antoine Richis
Laure Richis
Druot
Stil
Erzählperspektive
Sprache
Rhetorische Mittel
Kontext
Epoche
Parfüm-Geschichte
Interpretation
Grenouille als Monste...
Genie-Gedanke
Innere Duftwelt
Duft als Macht
Bildungsroman
Schauerroman
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Besuch der alten ...
Kontext und Einordnun...
Handlung
Charaktere
Claire Zachanassian
Alfred Ill
Der Lehrer
Der Pfarrer
Der Polizist
Familie Ill
Die Güllener
Interpretation
Themen
Symbole
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Bürgermeister
Der goldne Topf
Handlung
1. Vigilie
2. Vigilie
3. Vigilie
4. Vigilie
5. Vigilie
6. Vigilie
7. Vigilie
8. Vigilie
9. Vigilie
10. Vigilie
11. Vigilie
12. Vigilie
Kontext
Epoche
Entstehung und Rezept...
Modernes Märchen
Personen
Aufbau
Antithetik
Erzähltechnik
Stil und Sprache
Sprache
Mythen
Interpretation
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Proceß
Entstehung und Einord...
Inhalt
1. Kapitel
2. Kapitel
3. Kapitel
4. Kapitel
5. Kapitel
6. Kapitel
7. Kapitel
8. Kapitel
9. Kapitel
10. Kapitel
Figuren
Josef K.
Onkel K.
Advokat Huld
Kaufmann Block
Gerichtsmaler Titorel...
Die Frauenfiguren
Einführung
Fräulein Bürstner
Frau des Gerichtsdien...
Leni
Struktur
Sprache und Stil
Erzählperspektive
Interpretation
Einführung
Das Gericht
Die Türhüterparabel
Verschiedene Interpre...
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Sandmann
Handlung
Personen
Kontext und Einordnun...
Motive
Doppelgängermotiv
Augenmotiv
Sprache
Interpretation
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Steppenwolf
Handlung
Zusammenfassung
Vorwort des Herausgeb...
Harry Hallers Aufzeic...
Tractat vom Steppenwo...
Harry Hallers Aufzeic...
Kontext und Einordnun...
Formaler Aufbau
Vorwort des Herausgeb...
Harry Hallers Aufzeic...
Tractat vom Steppenwo...
Charaktere
Hauptperson
Kontrast- und Spiegel...
Hermine
Pablo
Maria
Nebenfiguren
Die Bürger
Die unsterblichen Kün...
Stil und Sprache
Vorwort des fiktiven ...
Harry Hallers Aufzeic...
Tractat vom Steppenwo...
Motive, Symbole und B...
Der Steppenwolf
Der Spiegel
Die Ewigkeit und der ...
Die Unsterblichen
Die Musik
Der Tanz
Der Humor
Die Bedeutung des Mag...
Interpretation
Zeit- und Kulturkriti...
Entwicklung der Persö...
Parallelen zu Goethes...
Autobiographische Sel...
Die Marquise von O...
Übersicht
Handlung
Abschnitt 1
Abschnitt 2
Abschnitt 3
Abschnitt 4
Abschnitt 5
Aufbau
Charakterisierung
Die Marquise von O...
Herr von G...
Frau von G...
Graf F...
Stil
Erzählperspektive
Stilmittel
Kontext
Zeitgeschichte
Das Frauenbild um 180...
Interpretation
Gesellschaftskritik
Emanzipation
Tiefenpsychologie
Die Verwandlung
Kontext und Einordnun...
Inhalt
1. Teil
2. Teil
3. Teil
Struktur
Sprache und Stil
Figuren
Der Vater
Die Mutter
Die Schwester
Gregor
Interpretation
Die biographische Int...
Die psychoanalytische...
Die sozialkritische I...
Motive
Welche Verwandlung?
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Faust I
Kontext und Einordnun...
Autor
Epocheneinordnung
Inhalt der Vorspiele
Inhalt der Gelehrten-...
Nacht
Vor dem Tor
Studierzimmer (I)
Studierzimmer (II)
Brückenszenen
Auerbachs Keller in L...
Hexenküche
Inhalt der Gretchen T...
Straße I
Abend
Spaziergang
Der Nachbarin Haus
Straße II
Garten
Ein Gartenhäuschen
Wald und Höhle
Gretchens Stube
Marthens Garten
Am Brunnen
Zwinger
Nacht
Dom
Walpurgisnacht
Walpurgisnachtstraum
Trüber Tag, Feld
Nacht, offen Feld
Kerker
Figuren
Figurenübersicht
Faust
Gretchen
Mephisto
Nebencharaktere
Struktur
Sprache und Stil
Interpretation
Faust und die Konzept...
Faust und Gretchen
Der Pakt mit dem Teuf...
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Hamlet
Übersicht
Handlung
Akt 1
Akt 2
Akt 3
Akt 4
Akt 5
Aufbau
Charakterisierung
Hamlet
Gertrude
Claudius
Polonius
Ophelia
Laertes
Horatio
Geist
Figurenkonstellation
Stil
Sprache
Stilmittel
Monologe
Motive
Kontext
Epoche
Rezeption
Geschichtlicher Hinte...
Interpretation
Schein
Wahnsinn
Rache
Machtgier
Mutter-Problematik
Liebe
Krimi
Homo Faber
Kontext und Einordnun...
Gliederung
Erste Station
Zweite Station
Handlung
Erste Station
Zweite Station
Figuren
Walter Faber
Hanna Piper
Elisabeth Piper
Ivy
Formales und sprachli...
Ein Bericht? Formaler...
Sprechende Namen
Sprache und Stil
Interpretation
Themen
Orte
Motive und Symbole
Frischs Kritik am Typ...
Prüfungsaufgaben zur ...
Irrungen, Wirrungen
Übersicht
Handlung
Kapitel 1 - 15
Kapitel 16 - 26
Aufbau
Charakterisierung
Lene Nimptsch
Botho von Rienäcker
Frau Nimptsch
Frau Dörr
Käthe von Sellenthin
Gideon Franke
Figurenkonstellation
Stil
Stilmittel
Erzählperspektive
Motive
Kontext
Epoche
Rezeption
Geschichtlicher Hinte...
Interpretation
Entwicklungsroman
Gesellschaftskritik
Zeitroman
Psychologischer Roman
Kabale und Liebe
Kontext und Einordnun...
Inhalt
Auf einen Blick
Akt I
Akt II
Akt III
Akt IV
Akt V
Struktur
Sprache und Stil
Figuren
Auf einen Blick
Miller
Millers Frau
Luise
Sekretär Wurm
Ferdinand von Walter
Präsident von Walter
Hofmarschall von Kalb
Lady Milford
Interpretation
Auf einen Blick
Sozialkritik in Kabal...
Elemente des Sturm un...
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Klein Zaches genannt ...
Kontext und Einordnun...
Inhalt
Figuren
Allgemeines
Balthasar
Zaches
Struktur
Interpretation
Klein Zaches und das ...
Klein Zaches - eine S...
Fazit
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Lenz
Übersicht
Handlung
Gebirgswanderung
Leben im Pfarrhaus
Treffen mit Kaufmann
Oberlins Abwesenheit
Selbstmordversuche
Aufbau
Charakterisierung
Lenz
Oberlin
Kaufmann
Stil
Sprache
Erzählperspektive
Interpretation
Motive
Lenz' Weltanschauung
Prüfungsaufgaben zur ...
Maria Stuart
Handlung
1. Aufzug
2. Aufzug
3. Aufzug
4. Aufzug
5. Aufzug
Kontext
Epoche
Rezeption
Geschichtlicher Hinte...
Personen
Charakterisierungen
Personenkonstellation
Aufbau des Dramas
Stil und Sprache
Stilmittel
Metrum und Reim
Interpretation
Prüfungsaufgaben zur ...
Medea
Übersicht
Handlung
Prolog
Einzugslied
1. Aufzug
1. Standlied
2. Aufzug
2. Standlied
3. Aufzug
3. Standlied
4. Aufzug
4. Standlied
5. Aufzug
5. Standlied
Auszug
Aufbau
Charakterisierung
Medea
Jason
Amme
Kreon
Aigeus
Figurenkonstellation
Stil
Stilmittel
Figurenrede
Kontext
Euripides' Werk
Mythos Medea
Interpretation
Rachsucht aus Liebe
Patriarchale Welt
Vergleich mit Medea. ...
Medea. Stimmen
Übersicht
Handlung
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Aufbau
Charakterisierung
Medea
Jason
Leukon
Akamas
Agameda
Presbon
Glauke
Kreon
Lyssa
Figurenkonstellation
Stil
Stilmittel
Erzählperspektive
Kontext
Zeitgeschichtlicher H...
Mythos Medea
Interpretation
Autobiografisch
Sündenbock-Thematik
Feminismus
Vergleich mit Euripid...
Woyzeck
Handlung
Zusammenfassung
Szene 1 - 2
Szene 3 - 7
Szene 8 - 10
Szene 11 - 15
Szene 16 - 21
Szene 22 - 26
Szene 27
Aufbau des Dramas
Charakterisierungen
Franz Woyzeck
Marie Zickwolf
Nebenfiguren
Stil und Sprache
Kontext
Epoche
Geschichtlicher Hinte...
Interpretation
Woyzecks Motive
Armut und Arbeit
Das Erbsenexperiment
Zurechnungsfähigkeit

Der Vater

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Auf einen Blick
Der Vater
  • Großer, alter, stattlicher Mann; seit 5 Jahren arbeitslos und körperlich außer Form
  • Nutzt seinen Sohn finanziell aus, obwohl er selbst arbeiten könnte
  • Pater Familias, der allerdings die Meinung der Tochter achtet
  • Verhält sich gegenüber dem verwandelten Gregor streng und grausam; erlangt nach der Verwandlung seine alte Stärke wieder
Die Mutter
  • Schwache, kränkliche Frau, die sich leicht überreden lässt und damit eine passive Rolle einnimmt
  • Liebt ihren Sohn auch nach dessen Verwandlung, emfpindet aber auch starke Furcht vor ihm
  • Versteht ihren Sohn nicht (Grete ist laut Gregor das einzige ihm nahe Familienmitglied)
Die Schwester
  • Wichtige Person in Gregors Leben; übernimmt nach seiner Verwandlung dessen Pflege
  • Vernachlässigt seine Pflege im Laufe der Erzählung und will ihn am Ende loswerden
  • Große Entwicklung: Vom unterschätzten Nesthäkchen wird sie zur selbstbewussten jungen Frau, von der sich selbst der Vater überreden lässt
  • Spricht Gregors Todesurteil
Gregor
  • Ehemaliger Soldat und nun Handelsreisender, der sein Privatleben für den Beruf aufgibt, um die Schulden seiner Familie abzubezahlen
  • Selbstlos und aufopferungsvoll, lebt für seine Familie, vereinsamt aber durch die viele Arbeit
  • Mit seinem Beruf unzufrieden (hat einen herablassenden Chef) – möglicher Grund für seine Verwandlung?
  • Auch als Käfer noch rücksichtsvoll, will seiner Familie nicht zur Last fallen und ist traurig über deren finanzielle Not
  • Verändert sich durch die Verwandlung auch innerlich: stellt Ansprüche an seine Familie, akzeptiert sein neues Aussehen, seine Vorlieben verändern sich
  • Wird am Ende seines Lebens schwach, da er kaum noch isst und schläft; stirbt aber mit dem Gefühl der Liebe zu seiner Familie, die ihn beseitigen will
Auf einen Blick
Der Vater
  • Großer, alter, stattlicher Mann; seit 5 Jahren arbeitslos und körperlich außer Form
  • Nutzt seinen Sohn finanziell aus, obwohl er selbst arbeiten könnte
  • Pater Familias, der allerdings die Meinung der Tochter achtet
  • Verhält sich gegenüber dem verwandelten Gregor streng und grausam; erlangt nach der Verwandlung seine alte Stärke wieder
Die Mutter
  • Schwache, kränkliche Frau, die sich leicht überreden lässt und damit eine passive Rolle einnimmt
  • Liebt ihren Sohn auch nach dessen Verwandlung, emfpindet aber auch starke Furcht vor ihm
  • Versteht ihren Sohn nicht (Grete ist laut Gregor das einzige ihm nahe Familienmitglied)
Die Schwester
  • Wichtige Person in Gregors Leben; übernimmt nach seiner Verwandlung dessen Pflege
  • Vernachlässigt seine Pflege im Laufe der Erzählung und will ihn am Ende loswerden
  • Große Entwicklung: Vom unterschätzten Nesthäkchen wird sie zur selbstbewussten jungen Frau, von der sich selbst der Vater überreden lässt
  • Spricht Gregors Todesurteil
Gregor
  • Ehemaliger Soldat und nun Handelsreisender, der sein Privatleben für den Beruf aufgibt, um die Schulden seiner Familie abzubezahlen
  • Selbstlos und aufopferungsvoll, lebt für seine Familie, vereinsamt aber durch die viele Arbeit
  • Mit seinem Beruf unzufrieden (hat einen herablassenden Chef) – möglicher Grund für seine Verwandlung?
  • Auch als Käfer noch rücksichtsvoll, will seiner Familie nicht zur Last fallen und ist traurig über deren finanzielle Not
  • Verändert sich durch die Verwandlung auch innerlich: stellt Ansprüche an seine Familie, akzeptiert sein neues Aussehen, seine Vorlieben verändern sich
  • Wird am Ende seines Lebens schwach, da er kaum noch isst und schläft; stirbt aber mit dem Gefühl der Liebe zu seiner Familie, die ihn beseitigen will
Die Handlung bleibt zum größten Teil auf den kleinen Kreis der Familie beschränkt, die aus Gregor, seinen Eltern und seiner Schwester Grete besteht. Andere Figuren wie Dienstmädchen, die Untermieter und der Prokurist treten jeweils nur kurz auf und sind nur oberflächlich gezeichnet. Doch auch die Familienmitglieder Gregors sind keine „runden“ Charaktere – bis auf die Passage nach Gregors Tod gibt es keine Stelle, die ihre Perspektive wiedergibt, immerzu bleibt Gregor Beobachter, wir erfahren nur seine Sicht auf die Dinge, die oftmals getrübt ist (s. Sprache und Stil). Über ihre Beweggründe erfahren wir kaum etwas und müssen es uns anhand von Gregors Wahrnehmung erschließen. Somit bleibt Gregor, dessen Gedanken uns ungefiltert vermittelt werden, der mit Abstand komplexeste Charakter.

Der Vater

Gregors Vater ist ein alter, gesetzter Herr. Er ist zwar gesund, aber seit 5 Jahren arbeitslos, nachdem sein Geschäft scheiterte. In der Zeit seiner Arbeitslosigkeit ist er übergewichtig und schwerfällig geworden. Trotz seiner „mächtige[n] Brust“ (S. 21) ist er nun ermüdet und läuft sogar am Krückstock bei gemeinsamen Spaziergängen (S. 48). Die „ersten Ferien seines mühevollen und doch erfolglosen Lebens“ haben dem Mann also zugesetzt (S. 37). Da er selbst nicht mehr arbeitet, ist er auf Gregor angewiesen, bei dessen Chef er verschuldet ist. Zuerst war er erfreut über die Hilfe seines fleißigen Sohnes bei den Finanzen der Familie, doch mittlerweile haben er und die anderen Familienmitglieder sich an die Lage gewöhnt, es besteht daher kein inniges, warmes Verhältnis zu Gregor, der immerhin die Lebensgrundlage der Familie darstellt. Dieses Verhältnis zeigt sich bereits vor der Entdeckung von Gregors Verwandlung, als dieser nämlich sein Zimmer nicht verlassen will. Anstatt seinem Sohn mit Sorge zu begegnen – der ja bisher nicht durch Disziplinlosigkeit aufgefallen ist –, schlägt er mit der Faust an die Tür und ruft mit mahnender Stimme (vgl. S. 10), er scheint ihm also Vorwürfe zu machen. Daraus lässt sich schließen, dass der Vater Gregors Einsatz für die Familie für selbstverständlich ansieht. Dabei wird Gregor offenbar von seinem Vater betrogen.
Gregor wird von seinem Vater ausgenutzt: Die Familie besitzt aus der Zeit von dem Zusammenbruch des väterlichen Geschäfts noch Rücklagen, von denen Gregor nichts wusste. Für ihn hatte die finanzielle Situation der Familie demnach schlimmer ausgesehen, als sie war. Deshalb hat er so viel gearbeitet, dass er ständig auf Geschäftsreise gewesen ist und fast gar keine Zeit für sich selbst gehabt hat. Außerdem hat die Familie ohne sein Wissen immer einen Teil des monatlichen Gehalts angespart, ohne damit ihre Schulden abzubezahlen. Gregor hat im Glauben gearbeitet, die Familie stünde ohne ihn kurz vor dem Ruin. Dass der Vater in den 5 Jahren der Arbeitslosigkeit keinen Beruf mehr ausgeübt hat, liegt nicht an seiner Arbeitsunfähigkeit, sondern ist Faulheit zu nennen. Denn einige Zeit nach Gregors Verwandlung findet er eine Anstellung bei der Bank (S. 48) und erscheint nicht mehr so schwach, wie Gregor ihn vorher wähnte. Dass der Vater seinen Sohn ausnutzt, um die Familie zu ernähren und deren Schulden zu begleichen, ohne seinen Teil dazu beizutragen, beweist ein gestörtes Verhältnis zwischen Gregor und seiner Familie: Sie ist keine Gemeinschaft sich liebender Verwandter, sondern eine Nutzgemeinschaft. Und obwohl der Vater nicht mehr der Ernährer der Familie ist, macht er Gregor am Morgen seiner Verwandlung Vorwürfe, nimmt also eine dominante Rolle ein – trotzdem er sich weigert, für das Wohl der Familie zu arbeiten, sieht er sich als deren Oberhaupt.
Durch Gregors Verwandlung gewinnt der Vater seine alte Stärke wieder. Dies äußert sich zum einen durch die Wiederaufnahme der Arbeit, die sich auch auf sein Äußeres auswirkt: „Trotzdem, trotzdem, war das noch der Vater? Der gleiche Mann, der müde im Bett vergraben lag, wenn früher Gregor zu einer Geschäftsreise ausgerückt war […]? Nun aber war er recht gut aufgerichtet; […] der Blick der schwarzen Augen [drang] frisch und aufmerksam hervor; das sonst zerzauste weiße Haar war zu einer peinlich genauen, leuchtenden Scheitelfrisur niedergekämmt. (S. 48) Der Vater zeigt also seine alte Kraft und seine Dominanz. Diese setzt er auch in aggressiver Weise gegen den verwandelten Gregor ein, den die kräftige Statur seines Vaters einschüchtert. Als der Vater der Verwandlung seines Sohns gewahr wird, reagiert er zuerst mit „feindseligem Ausdruck“ (S. 21). Fortan tritt er seinem Sohn gegenüber gewalttätig und bedrohlich auf, treibt ihn mit dem Stock zurück in sein Zimmer und bewirft ihn im zweiten Teil mit Äpfeln, womit er ihn schwer verletzt. Die Mutter muss sogar um Gregors Leben flehen. Der Vater behandelt Gregor also nicht mehr als seinen Sohn und tritt ihm mit Ekel, Wut und Verachtung entgegen, betont damit seine eigene Macht. Erst im dritten Teil erkennt er, dass er Gregor „nicht wie einen Feind behandeln“ darf (S. 50), wobei auch da Gregor nur gestattet wird, die Familie durch die Tür zu beobachten, er bleibt immer noch ausgeschlossen und darf sich nicht aus seinem Zimmer hervorwagen.
Größte Kraft entwickelt der Vater nur, wenn er gegen Gregor handelt bzw. nach dessen Tod. Nach dem ersten Gewaltakt gegen Gregor im ersten Teil macht sich der Vater zunächst Sorgen um die finanzielle Zukunft der Familie, Gregor nimmt ihn dabei als alten, schwachen Mann wahr. Nach dem Apfelwurf zeigt sich der Vater von seiner Arbeit ermüdet und schläft abends erschöpft im Sessel ein. Beim Anblick Gregors zeigt der Vater sich aber immer stark und selbstbewusst. Fühlt der Vater sich stark, handelt er ziemlich grob, respektlos und eigensinnig. So drängt der Vater die Untermieter bei Gregors Anblick mit ausgebreiteten Armen in ihr Zimmer zurück (S. 61), was diese natürlich erzürnt. Hier zeigt sich der Vater als zudringlicher Mensch.
Oberflächlich gesehen ist der Vater nach Gregors Verwandlung der Pater Familias, also die dominante Person der Familie. Gregor gegenüber benimmt er sich streng, machtbewusst und brutal; am nächsten Tag nach dessen Verwandlung beratschlagt er mit der Familie über die Vermögensverhältnisse. Er achtet darauf, die Kontrolle der Familie zu bewahren. Der Vater ist aber kein „Alleinherrscher“, denn Grete kommt ebenfalls eine wichtige und bestimmende Rolle zu. Sie ist es, die Gregor das Essen bringt, was auch für sie keine leichte Aufgabe zu sein scheint. Sie lässt sich diese wichtige Aufgabe nicht abnehmen und wacht sogar eifersüchtig darüber, sodass die Familie von ihr gewissermaßen abhängig ist. Sie handelt dem Vater zu Beginn der Erzählung nicht offen zuwider (so traut sie sich nicht, die Möbel aus Gregors Zimmer in Anwesenheit des Vaters zu entfernen), doch tut sie dies in seiner Abwesenheit. Am Ende des dritten Teils ist sie es, die Gregors Todesurteil spricht und die Tür hinter ihm verschließt, sie überredet den Vater, dass man sich mit Gregor nicht arrangieren könne.
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