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Bundesland, Schulart & Klasse
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Gymnasium
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Berufl. Gymnasium
Gemeinschaftsschule
Gesamtschule
Gymnasium
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Klasse 13
Klasse 13
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Klasse 10
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Klasse 6
Klasse 5
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Mathe
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Geschichte
Geo
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Inhaltsverzeichnis
Lernbereich Lektürehilfen
Übersicht
Agnes
Kontext und Einordnun...
Formaler Aufbau
Romanstruktur
Intertextualität
Handlung
Kapitel 1
Kapitel 2-8
Kapitel 9 - 17
Kapitel 18 - 23
Kapitel 24 - 29
Kapitel 30 - 35
Kapitel 36 Schluss
Charaktere
Agnes
Erzähler
Louise
Themen und Orte
Fiktion und Wirklichk...
Bildnis und Identität...
Isolation und Anonymi...
Motive und Symbole
Punkte und Glück
Kälte
Tod
Wärme
Spuren
Schöpfung
Erzählweise
Prüfungsaufgaben zur ...
Corpus Delicti
Übersicht
Handlung
Kap. 1 - 10
Kap. 11 - 16
Kap. 17 - 22
Kap. 23 - 33
Kap. 34 - 40
Kap. 41 - 50
Aufbau
Charakterisierung
Mia Holl
Moritz Holl
Heinrich Kramer
Die ideale Geliebte
Anwalt Rosentreter
Richterin Sophie
Richter Hutschneider
Figurenkonstellation
Stil
Stilmittel
Erzählperspektive
Kontext
Moderne
Zukunftsliteratur
Persönliche Einflüsse
Rezeption
Interpretation
Diktatur - Die Method...
Körper höchstes Gut
Gericht ohne Recht
Totale Überwachung
Kampf um Freiheit
Science Fiction oder ...
Prüfungsaufgaben zur ...
Dantons Tod
Kontext und Einordnun...
Formaler Aufbau
Handlung
Akt 1
Akt 2
Akt 3
Akt 4
Personen
Figurenkonstellation
Danton
Die Dantonisten
Robespierre und der W...
Interpretation
Der politische Aspekt
Der weltanschauliche ...
Fazit
Realismus in Dantons ...
Prüfungsaufgaben zur ...
Das Fräulein von Scud...
Kontext und Einordnun...
Formaler Aufbau
Handlung
Die Geheimnisse der M...
Paris, die Stadt des ...
Die Herkunft des Käst...
Ein weiterer Mord
Oliviers Erzählung
Tugend siegt am Ende ...
Charaktere
Magdaleine von Scuder...
René Cardillac
Das Paar Olivier Brus...
Der Hofstaat - Ludwig...
Das Gesetz - la Regni...
Themen
Der Mensch - zum Gute...
Schuld, Unschuld und ...
Illusion und Wirklich...
Motive und Symbole
Tag und Nacht, Himmel...
Der Schmuck und die J...
Prüfungsaufgaben zur ...
Das Parfum
Handlung
Erster Teil
Zweiter Teil
Dritter Teil
Vierter Teil
Formaler Aufbau
Charakterisierungen
Grenouille
Pater Terrier
Madame Gaillard
Grimal
Baldini
Marquise
Antoine Richis
Laure Richis
Druot
Stil
Erzählperspektive
Sprache
Rhetorische Mittel
Kontext
Epoche
Parfüm-Geschichte
Interpretation
Grenouille als Monste...
Genie-Gedanke
Innere Duftwelt
Duft als Macht
Bildungsroman
Schauerroman
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Besuch der alten ...
Kontext und Einordnun...
Handlung
Charaktere
Claire Zachanassian
Alfred Ill
Der Lehrer
Der Pfarrer
Der Polizist
Familie Ill
Die Güllener
Interpretation
Themen
Symbole
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Bürgermeister
Der goldne Topf
Handlung
1. Vigilie
2. Vigilie
3. Vigilie
4. Vigilie
5. Vigilie
6. Vigilie
7. Vigilie
8. Vigilie
9. Vigilie
10. Vigilie
11. Vigilie
12. Vigilie
Kontext
Epoche
Entstehung und Rezept...
Modernes Märchen
Personen
Aufbau
Antithetik
Erzähltechnik
Stil und Sprache
Sprache
Mythen
Interpretation
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Proceß
Entstehung und Einord...
Inhalt
1. Kapitel
2. Kapitel
3. Kapitel
4. Kapitel
5. Kapitel
6. Kapitel
7. Kapitel
8. Kapitel
9. Kapitel
10. Kapitel
Figuren
Josef K.
Onkel K.
Advokat Huld
Kaufmann Block
Gerichtsmaler Titorel...
Die Frauenfiguren
Einführung
Fräulein Bürstner
Frau des Gerichtsdien...
Leni
Struktur
Sprache und Stil
Erzählperspektive
Interpretation
Einführung
Das Gericht
Die Türhüterparabel
Verschiedene Interpre...
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Sandmann
Handlung
Personen
Kontext und Einordnun...
Motive
Doppelgängermotiv
Augenmotiv
Sprache
Interpretation
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Steppenwolf
Handlung
Zusammenfassung
Vorwort des Herausgeb...
Harry Hallers Aufzeic...
Tractat vom Steppenwo...
Harry Hallers Aufzeic...
Kontext und Einordnun...
Formaler Aufbau
Vorwort des Herausgeb...
Harry Hallers Aufzeic...
Tractat vom Steppenwo...
Charaktere
Hauptperson
Kontrast- und Spiegel...
Hermine
Pablo
Maria
Nebenfiguren
Die Bürger
Die unsterblichen Kün...
Stil und Sprache
Vorwort des fiktiven ...
Harry Hallers Aufzeic...
Tractat vom Steppenwo...
Motive, Symbole und B...
Der Steppenwolf
Der Spiegel
Die Ewigkeit und der ...
Die Unsterblichen
Die Musik
Der Tanz
Der Humor
Die Bedeutung des Mag...
Interpretation
Zeit- und Kulturkriti...
Entwicklung der Persö...
Parallelen zu Goethes...
Autobiographische Sel...
Die Marquise von O...
Übersicht
Handlung
Abschnitt 1
Abschnitt 2
Abschnitt 3
Abschnitt 4
Abschnitt 5
Aufbau
Charakterisierung
Die Marquise von O...
Herr von G...
Frau von G...
Graf F...
Stil
Erzählperspektive
Stilmittel
Kontext
Zeitgeschichte
Das Frauenbild um 180...
Interpretation
Gesellschaftskritik
Emanzipation
Tiefenpsychologie
Die Verwandlung
Kontext und Einordnun...
Inhalt
1. Teil
2. Teil
3. Teil
Struktur
Sprache und Stil
Figuren
Der Vater
Die Mutter
Die Schwester
Gregor
Interpretation
Die biographische Int...
Die psychoanalytische...
Die sozialkritische I...
Motive
Welche Verwandlung?
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Faust I
Kontext und Einordnun...
Autor
Epocheneinordnung
Inhalt der Vorspiele
Inhalt der Gelehrten-...
Nacht
Vor dem Tor
Studierzimmer (I)
Studierzimmer (II)
Brückenszenen
Auerbachs Keller in L...
Hexenküche
Inhalt der Gretchen T...
Straße I
Abend
Spaziergang
Der Nachbarin Haus
Straße II
Garten
Ein Gartenhäuschen
Wald und Höhle
Gretchens Stube
Marthens Garten
Am Brunnen
Zwinger
Nacht
Dom
Walpurgisnacht
Walpurgisnachtstraum
Trüber Tag, Feld
Nacht, offen Feld
Kerker
Figuren
Figurenübersicht
Faust
Gretchen
Mephisto
Nebencharaktere
Struktur
Sprache und Stil
Interpretation
Faust und die Konzept...
Faust und Gretchen
Der Pakt mit dem Teuf...
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Hamlet
Übersicht
Handlung
Akt 1
Akt 2
Akt 3
Akt 4
Akt 5
Aufbau
Charakterisierung
Hamlet
Gertrude
Claudius
Polonius
Ophelia
Laertes
Horatio
Geist
Figurenkonstellation
Stil
Sprache
Stilmittel
Monologe
Motive
Kontext
Epoche
Rezeption
Geschichtlicher Hinte...
Interpretation
Schein
Wahnsinn
Rache
Machtgier
Mutter-Problematik
Liebe
Krimi
Homo Faber
Kontext und Einordnun...
Gliederung
Erste Station
Zweite Station
Handlung
Erste Station
Zweite Station
Figuren
Walter Faber
Hanna Piper
Elisabeth Piper
Ivy
Formales und sprachli...
Ein Bericht? Formaler...
Sprechende Namen
Sprache und Stil
Interpretation
Themen
Orte
Motive und Symbole
Frischs Kritik am Typ...
Prüfungsaufgaben zur ...
Irrungen, Wirrungen
Übersicht
Handlung
Kapitel 1 - 15
Kapitel 16 - 26
Aufbau
Charakterisierung
Lene Nimptsch
Botho von Rienäcker
Frau Nimptsch
Frau Dörr
Käthe von Sellenthin
Gideon Franke
Figurenkonstellation
Stil
Stilmittel
Erzählperspektive
Motive
Kontext
Epoche
Rezeption
Geschichtlicher Hinte...
Interpretation
Entwicklungsroman
Gesellschaftskritik
Zeitroman
Psychologischer Roman
Kabale und Liebe
Kontext und Einordnun...
Inhalt
Auf einen Blick
Akt I
Akt II
Akt III
Akt IV
Akt V
Struktur
Sprache und Stil
Figuren
Auf einen Blick
Miller
Millers Frau
Luise
Sekretär Wurm
Ferdinand von Walter
Präsident von Walter
Hofmarschall von Kalb
Lady Milford
Interpretation
Auf einen Blick
Sozialkritik in Kabal...
Elemente des Sturm un...
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Klein Zaches genannt ...
Kontext und Einordnun...
Inhalt
Figuren
Allgemeines
Balthasar
Zaches
Struktur
Interpretation
Klein Zaches und das ...
Klein Zaches - eine S...
Fazit
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Lenz
Übersicht
Handlung
Gebirgswanderung
Leben im Pfarrhaus
Treffen mit Kaufmann
Oberlins Abwesenheit
Selbstmordversuche
Aufbau
Charakterisierung
Lenz
Oberlin
Kaufmann
Stil
Sprache
Erzählperspektive
Interpretation
Motive
Lenz' Weltanschauung
Prüfungsaufgaben zur ...
Maria Stuart
Handlung
1. Aufzug
2. Aufzug
3. Aufzug
4. Aufzug
5. Aufzug
Kontext
Epoche
Rezeption
Geschichtlicher Hinte...
Personen
Charakterisierungen
Personenkonstellation
Aufbau des Dramas
Stil und Sprache
Stilmittel
Metrum und Reim
Interpretation
Prüfungsaufgaben zur ...
Medea
Übersicht
Handlung
Prolog
Einzugslied
1. Aufzug
1. Standlied
2. Aufzug
2. Standlied
3. Aufzug
3. Standlied
4. Aufzug
4. Standlied
5. Aufzug
5. Standlied
Auszug
Aufbau
Charakterisierung
Medea
Jason
Amme
Kreon
Aigeus
Figurenkonstellation
Stil
Stilmittel
Figurenrede
Kontext
Euripides' Werk
Mythos Medea
Interpretation
Rachsucht aus Liebe
Patriarchale Welt
Vergleich mit Medea. ...
Medea. Stimmen
Übersicht
Handlung
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Aufbau
Charakterisierung
Medea
Jason
Leukon
Akamas
Agameda
Presbon
Glauke
Kreon
Lyssa
Figurenkonstellation
Stil
Stilmittel
Erzählperspektive
Kontext
Zeitgeschichtlicher H...
Mythos Medea
Interpretation
Autobiografisch
Sündenbock-Thematik
Feminismus
Vergleich mit Euripid...
Woyzeck
Handlung
Zusammenfassung
Szene 1 - 2
Szene 3 - 7
Szene 8 - 10
Szene 11 - 15
Szene 16 - 21
Szene 22 - 26
Szene 27
Aufbau des Dramas
Charakterisierungen
Franz Woyzeck
Marie Zickwolf
Nebenfiguren
Stil und Sprache
Kontext
Epoche
Geschichtlicher Hinte...
Interpretation
Woyzecks Motive
Armut und Arbeit
Das Erbsenexperiment
Zurechnungsfähigkeit

Handlung

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Zusammenfassung

Die Erzählung Der Sandmann von E.T.A. Hoffmann handelt von dem Studenten Nathanael, dessen Leben von einem Kindheitstrauma rund um die rätselhafte Figur des Sandmanns geprägt ist. Sogar in seinem Studienwohnort G., fernab von seinem Zuhause, fühlt er sich von den bösen Mächten des Sandmanns verfolgt. Nicht einmal seine Verlobte Clara und sein Zieh-Bruder Lothar können ihm helfen. Zwar versuchen sie, Nathanael klar zu machen, dass er unter Wahnvorstellungen leidet, doch dieser will davon nichts hören. Er wird mehr und mehr verrückt und begeht schließlich Selbstmord.

Nathanael an Lothar

Die Erzählung beginnt mit einem Brief, den Nathanael an seinen Zieh-Bruder Lothar schreibt. Darin berichtet er von einer großen inneren Unruhe, die ihn in letzter Zeit plagt: „Etwas Entsetzliches ist in mein Leben getreten! - Dunkle Ahnungen eines grässlichen mir drohenden Geschicks breiten sich wie schwarze Wolkenschatten über mich aus, undurchdringlich jedem freundlichen Sonnenstrahl“ (S. 5, Z. 13-17). Verzweifelt versucht er Lothar zu schildern, was diesen „tödlichen Eindruck“ (S. 5, Z. 27) in ihm hinterlassen hat, und ahnt zugleich: „Jetzt hältst du mich gewiss für einen aberwitzigen Geisterseher“ (S. 5, Z. 25-26). All seine Sorge wurde nämlich von nichts anderem ausgelöst, als von einem Besuch eines Wetterglashändlers. Ebendieser erinnert ihn aber an eine grausame Geschichte aus seiner früheren Jugend. Damals schickte seine Mutter ihn abends oft mit den Worten „Zu Bette! Der Sandmann kommt, ich merk es schon“ (S.6, Z. 32-33) eilig von von seinem Vater weg. Kurz darauf konnte er schwere, polternde Schritte im Hausflur hören. Außerdem, so schreibt Nathanael, hat die Amme seiner Schwester ihn mit einer schlimmen Geschichte über den Sandmann geängstigt. „Das ist ein böser Mann, der kommt zu den Kindern, wenn sie nicht zu Bett gehen wollen, und wirft ihnen Händevoll Sand in die Augen, dass sie blutig zum Kopf herausspringen“ (S. 7, Z. 18-23), zitiert Nathanael die Amme. Eines Tages aber glaubte er nicht mehr an diese Geschichte und schlich sich heimlich in das Arbeitszimmer seines Vaters, um selbst herauszufinden, was es mit dem Sandmann wirklich auf sich hat. Der Sandmann entpuppte sich als der alte Advokat Coppelius, der ihm und seinen Geschwistern aufgrund der widerlichen Erscheinung verhasst war. Coppelius schien mit seinem Vater heimlich alchemistische Experimente durchzuführen. Es entstand ein seltsam riechender Dampf, Nathanael sah plötzlich Gesichter ohne Augen, kreischte auf und wurde so von Coppelius entdeckt. Der Anwalt habe ihn gepackt, ihm gedroht, seine Augen zu verbrennen, und ihm Hände und Füße abgerissen und verkehrt wieder eingesetzt, schreibt Nathanael weiter. Erst nach mehreren Wochen Fieber erwachte er wieder aus diesem Schrecken. Coppelius ließ sich fortan ein Jahr nicht mehr blicken. Bei seinem letzten Besuch aber kam es zu einer Explosion, bei der Nathanaels Vater starb. Nathanael und die Obrigkeit gaben Coppelius die Schuld daran, dieser aber war spurlos verschwunden. Doch nun hat Nathanael den Advokat Coppelius in dem Wetterglashändler Giuseppe Coppola wiedererkannt und kündigt gegenüber Lothar an, dass er seinen Vater rächen will.
Sandmann-Trauma aus der Kindheit übertragen auf den Wetterglashändler

Clara an Nathanael

Anstelle einer Antwort von Lothar, erhält Nathanael einen Brief von seiner Verlobten Clara. Sie erklärt ihm, dass er versehentlich ihren Namen auf den Umschlag geschrieben hatte und der Brief so in ihre Hände fiel. Zunächst gesteht sie, dass der Anfang seines Briefes sie „tief erschütterte“ (S. 15, Z. 17) und der Wetterglashändler sogar ihren „sonst so ruhigen Schlaf in allerlei wunderlichen Traumgebilden zerstören konnte“ (S. 15, Z. 30-31). Schon Tags darauf aber war sie wieder beruhigt. Gerade heraus schreibt sie Nathanael, dass er sich alles nur eingebildet haben muss, dass „alles Entsetzliche und Schreckliche, wovon du sprichst, nur in deinem Innern vorging, die wahre wirkliche Außenwelt aber daran wenig teilhatte“ (S.15, Z. 40, S. 16 Z. 1-2). Sie erklärt ihm, dass seine Mutter wohl wegen der alchemistischen Versuche des Vaters unzufrieden war. Weiter zitiert sie einen Apotheker, der ihr bestätigte, dass eine tödliche Explosion bei solchen Versuchen vorkommen kann. Clara versucht ihrem Verlobten klar zu machen, dass er die böse Macht in seinem Inneren gewinnen lässt, wenn er an sie glaubt. Darüber sei sie sich auch mit Lothar einig. Deshalb empfiehlt sie Nathanael: „Sei heiter - heiter!“ (S. 18, Z. 14).
Der Schrecken kommt aus seinem Inneren

Nathanael an Lothar

Nachdem Nathanael den Brief von Clara gelesen hat, schreibt er erneut an Lothar. Er zeigt sich erstaunt über Claras verständige, logische Erörterung seiner Situation und schreibt weiter: „Übrigens ist es wohl gewiss, dass der Wetterglashändler Giuseppe Coppola keineswegs der alte Advokat Coppelius ist“ (S. 19, Z. 3-5). Sein Physikprofessor Spalanzani habe ihm erklärt, er kenne den italienischen Coppola schon lange. Trotzdem gibt Nathanael zu, dass er den bedrohlichen Eindruck, den Coppola auf ihn gemacht hat, nicht vergessen kann. Er sei also nicht ganz beruhigt. Weiter berichtet Nathanael seinem Ziehbruder von der seltsamen Tochter seines Professors. Er habe Olimpia eingesperrt in einem Raum entdeckt, in dem sie regungslos und mit starrem Blick saß. Nach dieser kleinen Anekdote beendet Nathanael seinen Brief mit der Ankündigung, dass er bald für einen Besuch zu seiner Familie kommen wird.
Erkenntnis: Coppola ist nicht Coppelius

Zwischenrede des Erzählers

Nach diesem kurzen Briefwechsel schaltet sich nun ein Erzähler ein. Dieser stellt sich dem Leser als ein Freund von Nathanael vor und erklärt in einer kurzen Zwischenrede, wie schwer es ihm gefallen ist, die wunderliche, verhängnisvolle Geschichte von Nathanaels Leben wiederzugeben. „Nimm, geneigter Leser! die drei Briefe, welche Freund Lothar mir gütigst mitteilte, für den Umriss des Gebildes, in das ich nun erzählend immer mehr und mehr Farbe hineinzutragen mich bemühen werde“ (S. 22, Z. 7-11), schreibt er. Außerdem erklärt er dem Leser die Grundsituation: Nathanaels Mutter hatte kurz nach dem Tod ihres Mannes die verwaisten Geschwister Clara und Lothar bei sich aufgenommen. Nathanael hätte sich bald in Clara verliebt, die keineswegs als schön gelten könne, aber wunderbares Haar und faszinierende Augen habe. Außerdem habe sie ein heiteres, zartes Gemüt mit scharfem Verstand und eine schweigsame Art.
Der Erzähler kämpfte mit der wunderlichen Geschichte
Nach dieser eingehenden Erklärung fährt der Erzähler mit der eigentlichen Handlungsbeschreibung fort. Er berichtet, dass Nathanael schon kurz nach seiner Heimkehr alle Wiedersehensfreude vergisst und wieder in düstere Gedanken versinkt. Andauernd spricht er von dunklen Mächten und riskiert damit sein Liebesglück mit Clara. „Sein Verdruss über Claras kaltes prosaisches Gemüt stieg höher, Clara konnte ihren Unmut über Nathanaels dunkle, düstere, langweilige Mystik nicht überwinden, und so entfernten beide im Innern sich immer mehr voneinander“ (S. 26, Z. 2-6), lässt der Erzähler den Leser wissen. Als Nathanael seiner Verlobten ein Gedicht vorträgt, in dem Coppelius ihre Liebe zerstört, kommt es schließlich zum Streit. Um seine zutiefst verletzte Schwester zu verteidigen, fordert Lothar seinen Zieh-Bruder zum Zweikampf heraus. Clara aber stürzt kurz vor dem Kampf herbei und klagt die Männer an: „Stoßt mich nur gleich nieder, eher ihr euch anfallt“ (S. 28, Z. 30). Daraufhin erwacht Nathanael aus seinem Wahn, spürt die Liebe zu Clara neu erblühen und versöhnt sich mit ihr und Lothar. Drei Tage später reist Nathanael wie befreit zurück nach G., wo er noch ein Jahr lang studieren will.
Die dunklen Gedanken entfremden Clara und Nathanael
Versöhung

Weitere Erzählung

Zurück in seiner Studienstadt G. erfährt Nathanael, dass seine Wohnung niedergebrannt ist. Er muss umziehen und erhält eine Wohnung, die direkt gegenüber der seines Professors Spalanzani liegt. Zwar bemerkt er, dass er direkt in Olimpias Zimmer sehen kann. Die schöne Tochter seines Professors war ihm aber gleichgültig, hat er doch Clara in seinem Herzen. Eines Tages aber bekommt Nathanael erneut Besuch von Coppola, der ihm „sköne Oke“ (S. 30, Z. 28) anbietet. Nathanael - so ruhig er zu bleiben versucht - spürt wieder seinen alten Schrecken, sieht beim Anblick der vielen Brillen tausend zuckende Augen. Erst als Coppola die Brillen wegpackt, wird Nathanael wieder ruhig und kauft ihm als Wiedergutmachung für sein Verhalten ein Taschenperspektiv ab. Er blickt mit dem kleinen Fernglas hinüber in Olimpias Zimmer und ist plötzlich fasziniert von ihr. Ihre einst starren, toten Augen erwachen und erscheinen ihm durch das Fernglas immer lebendiger. Tage lang beobachtet er wie verzaubert seine Nachbarin, Clara wich aus seinem Innern. Bei einer Feier im Hause Spalanzani verliebt er sich schließlich völlig in Olimpia, besucht sie fortan regelmäßig. Es stört ihn auch nicht, dass sein Freund Siegmund und die anderen jungen Männer Olimpia als starr, seelenlos und Holzpuppe bezeichnen. Nathanael will Olimpia sogar einen Heiratsantrag machen. Auf dem Weg zu ihr hört er in Spalanzanis Studierzimmer seinen Professor mit Coppola streiten. Beide zerren an einer Puppe, die, wie er erkennen muss, Olimpia ist. Als Coppola mit ihr davonrennt und Spalanzani Nathanael mit den Glasaugen bewirft, packt ihn der Wahnsinn. Nathanael versucht Spalanzani zu erwürgen und wird daraufhin in ein Irrenhaus gebracht.
Nathanael verliebt sich in Olimpia
Erkenntnis, dass sie eine Puppe ist
Einweisung ins Irrenhaus
Der Erzähler berichtet nun, dass die Geschichte von der mechanischen Holzpuppe in der Bevölkerung für allerlei Verunsicherung geführt habe. Nathanael wurde währenddessen von seinem Wahnsinn geheilt. Wieder versöhnt mit Clara plant er die gemeinsame Zukunft auf einem Gutshof und steigt mit ihr zum Abschied aus dem Städtchen auf den Ratsturm hinauf. Als Clara ihn auf einen „sonderbaren kleinen grauen Busch“ (S. 44, Z. 30) aufmerksam macht, der auf sie zuzuschreiten scheint, greift Nathanael zu Coppolas Fernglas, schaut hindurch und wird wieder von seinem Wahn ergriffen. Er erblickt in Clara ein Holzpüppchen und will sie vom Turm stoßen. Lothar eilt herbei und rettet Clara. Nathanael aber, der unten in der Menschenmenge Coppelius erblickt, springt vom Turm und schreit: „Ha! Sköne Oke - Sköne Oke“ (S. 45, Z. 34). Wie der Erzähler gehört haben will, hat Clara einige Jahre nach Nathanaels Selbstmord ihr Familienglück noch gefunden.
Der geheilte Nathanael versöhnt sich mit Clara
Neuer Wahn durch den Blick ins Fernglas
Selbstmord
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