Ort: der Palast des florentinischen Gesandten, Rom
Zeit: keine näheren, zeitlichen Angaben
Personen: Galileo Galilei, der kleine Mönch
Inhalt
Der kleine Mönch sucht das Gespräch mit Galileo, um noch einmal die Worte der Zustimmung seitens Pater Clavius‘ zu beratschlagen
Während der kleine Mönch seine eigene Lebensgeschichte erzählt, versucht er Galilei eindrücklich zu vermitteln, dass es die ärmlichen Bauern sind, die ein Weltbild benötigen, welches sie an ein Leben nach dem Tod glauben lässt. Er selbst kommt aus sehr einfachen Verhältnissen einer Familie in der Campagna und findet, dass man der arbeitsamen, von Mühsal und Armut gebeutelten Bevölkerung wenigstens noch als letzten Anker den Glauben lassen sollte
Galilei argumentiert dagegen, dass es ohne die kirchliche Machtpolitik nicht zu der gegenwärtigen sozialen Ungerechtigkeit kommen würde und dass durch die Wissenschaft die Mündigkeit der Bürger im eigenständigen Denken gefördert werde
Der kleine Mönch, welcher selbst studierter Mathematiker ist, vertieft sich, überzeugt von den Worten Galileis, in eine Theorie des Wissenschaftlers über das Naturphänomen von Ebbe und Flut
Bild 9
Infos
Seite: 80-93
Ort: das Haus des Galileis, Florenz
Zeit: das Jahr 1624
Personen: Galileo Galilei, Frau Sarti, Virginia, Federzoni, Andrea, der kleine Mönch, Mucius
Inhalt
Aufgrund des kirchlichen Drucks wendet sich Galileo acht Jahre lang kaum mehr seinen wissenschaftlichen Theorien zu
Zu Beginn der Szene kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen Galilei und seinem ehemaligen Schüler Mucius, welcher mit ein paar Stellen in Galileos Theorie über die Jupitermonde nicht übereinstimmt. Überraschenderweise gibt der Lehrer seinem einstigen Schüler in dem Punkt recht, dass die Kopernikanische Weltanschauung ebenso wenig wahr sein müsste wie die Ptolomäische
Während einer Unterrichtsstunde über „schwimmende Körper“ (S. 84, Z. 11), welcher Galileo, Federzoni und Andrea beiwohnen, trifft Virginias Verlobter Ludovico mit der Kunde darüber herein ein, dass der alte Papst im Sterben liegt
Als Galilei erfährt, dass als Nachfolger des alten Papstes der Kardinal Barberini infrage kommt, schöpft er neue Hoffnung für die Verbreitung und den Erfolg seiner wissenschaftlichen Lehre, da Barberini selbst ein gelehrter Mathematiker ist
Angetrieben von der Aussicht, seine astronomischen Erkenntnisse doch noch veröffentlichen zu dürfen, setzt sich Galileo Galilei wieder an seine bis dato vernachlässigten Theorien. Während seines intensiven Studiums des Weltalls beschäftigt sich der Mathematiker eingehend mit dem Phänomen der Sonnenflecken
Bild 10
Infos
Seite: 94-98
Ort: der Marktplatz einer Stadt in Oberitalien
Zeit: Fastnacht, im Jahr 1632
Personen: mehrere Menschen, unter welchen sich auch Balladensänger und Sänger befinden
Inhalt
Im Jahr 1632 werden Galileis Theorien als „Hofphysiker“ (S. 94, Z. 17) von Balladensängern vorzugsweise auf Fastnachtsumzügen verbreitet
Die Bürger Italiens verkleiden sich als der Mathematiker Galilei und preisen seine Theorien und astronomischen Fortschritte, indem sie ihn zum Thema der Fastnacht 1632 küren
Bild 11
Infos
Seite: 99-104
Ort: der Palast der Familie Medici, Florenz
Zeit: das Jahr 1633
Personen: Galileo Galilei, Virginia, Vanni, mehrere Beamte, der Großherzog Cosmo, der Kardinal Inquisitor
Inhalt
Da Galileo über die Jahre hinweg erblindet ist, begleitet ihn seine Tochter Virginia zu dem Großherzogen Cosmo. Letzterem gedenkt Galilei seine neuen Lehren bezüglich der Himmelkörper vorzulegen
Vanni der Eisengießer warnt Galileo davor, seine Theorien weiter in Italien zu verfolgen und rät ihm dazu, seine Studien an einem anderen Ort auf der Welt weiterzuführen
Der inzwischen allerorts bekannte Wissenschaftler Galileo Galilei wird im Jahr 1633 von der Inquisition nach Rom in den Palast der Medici gerufen