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Der Gärtner

Der Gärtner (R 25–30)

Der Gärtner als Handwerker und Helfer

  • Nachdem das Grundstück vom Großbauern verkauft wurde, beginnt der Gärtner, beim Bau der neuen Ferienhäuser mitzuwirken.
  • Besonders beim Schneiden von Schilf für die Reetdächer zeigt er seine handwerkliche Geschicklichkeit. Seine Tätigkeit wird dabei als außergewöhnlich präzise und konzentriert beschrieben. Die Arbeiten verrichtet er mit großer Ausdauer und handwerklicher Expertise.

Rückzug aus der Gesellschaft

  • Der Gärtner bleibt in den sozialen Strukturen des Dorfes eine Randfigur. Er nimmt nicht aktiv an Gesprächen über politische oder gesellschaftliche Themen teil und besitzt nicht einmal ein Radio. In einer Unterhaltung mit einem Dachdecker wird deutlich, dass er sich von äußeren Einflüssen bewusst fernhält.
  • Seine Haltung wirkt auf die Dorfgemeinschaft ambivalent: Während manche seine Schweigsamkeit als Zeichen des Wahnsinns deuten, sehen andere in ihm jemanden, der sich der Sprache der Pflanzen verschrieben hat.

Wahrnehmung durch die Dorfbewohner

  • Die Figur des Gärtners wird von außen mit Skepsis betrachtet. Niemand kennt das Innere seiner Hütte, die von außen schlicht wirkt. Sein Leben bleibt geheimnisvoll, sein Schweigen und seine Abwesenheit in Gesprächen über das Dorfleben verstärken diesen Eindruck. Die Wahrnehmung schwankt zwischen Respekt und Misstrauen.

Umgestaltung der Natur zum Garten

  • Der Gärtner wird damit beauftragt, die Umgebung nach den Plänen des Vetters des Architekten, einem Gartenarchitekten, in einen gestalteten Garten zu verwandeln. Die Umgestaltung umfasst das Roden des Kiefernwaldes, das Anlegen eines Rosenbeets, das Einfassen der Wiese sowie die Bepflanzung mit neuen Bäumen und Sträuchern.
  • Zusätzlich wird ein Hang zum See befestigt, die feuchte Fläche trockengelegt, und es entstehen ein Werkstattbereich sowie ein Holzschuppen.

Substanz und Wandel als zentrales Motiv

  • In der abschließenden Beschreibung wird ein Bezug zur ursprünglichen Landschaft hergestellt: Der blaue Ton, die Sandschichten und der Ortstein verweisen auf eine Gleichheit unter der Oberfläche. Damit wird deutlich: Auch wenn sich die sichtbare Gestaltung verändert, bleibt das Fundament bestehen.
  • Die Idee, dass „das, was oben sichtbar ist, entsteht und vergeht“, verbindet dieses Kapitel mit dem zentralen Motiv des gesamten Romans – dem Spannungsfeld von Entstehen und Vergehen.

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