Kurzbiografie Hoffmann
Grunddaten
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Geboren: 1776 in Königsberg
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Gestorben: 1822 in Berlin
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Schriftsteller, Komponist, Jurist und Zeichner → typischer Universalkünstler der Romantik
Lebenssituation um 1815–1822
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Nach den Napoleonischen Kriegen lebt Hoffmann in Berlin.
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Arbeitet dort als Kammergerichtsrat (Jurist)
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Parallel dazu intensive Tätigkeit als Schriftsteller und Künstler
→ Doppelleben:
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tagsüber nüchterne Verwaltungsarbeit
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abends/nachts kreative Literaturproduktion
Eine ausführliche Biografie findest du hier.
Entstehungskontext der Serapionsbrüder (1819–1821)
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Die Bergwerke zu Falun entsteht 1818 für den ersten Band der Serapionsbrüder.
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In dieser Zeit gehört Hoffmann zu den produktivsten Autoren der Spätromantik.
Wichtig:
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Die Serapionsbrüder enthalten viele seiner bekanntesten Erzählungen
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zugleich entwickelt er hier sein serapiontisches Prinzip
Persönliche und geistige Situation
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Hoffmann lebt in einer Zeit politischer Restauration und Kontrolle
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erlebt selbst Spannungen zwischen:
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bürgerlicher Pflicht (Jurist)
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künstlerischer Freiheit (Autor)
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→ spiegelt sich direkt in seinen Figuren: Konflikt zwischen Ordnung und Imagination
Einfluss auf Die Bergwerke zu Falun
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Interesse an:
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Naturwissenschaft (z. B. Bergbau, Geologie)
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psychischen Grenzzuständen (Wahnsinn, Vision)
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typische Themen dieser Schaffensphase:
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Realität vs. Fantastik
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Ich-Spaltung
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Verführung durch das Unbewusste
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→ Elis Fröbom ist ein typischer Hoffmann-Held:
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zwischen zwei Welten gefangen
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scheitert an dieser Spannung