Sehnsucht
Ein wichtiger Interpretationsansatz der Erzählung ist die Darstellung der Sehnsucht als zentrale Antriebskraft der Figur Elis Fröbom. Diese Sehnsucht bestimmt sein gesamtes Denken und Handeln und entwickelt sich im Verlauf der Handlung zunehmend ins Extreme.
Ausgangspunkt:
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der Tod der Mutter
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der Verlust von Orientierung und emotionaler Bindung
Diese Erfahrung führt zu:
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innerer Leere
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Entfremdung von der bisherigen Lebenswelt
Zunächst richtet sich Elis’ Sehnsucht auf:
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die Integration in eine neue Ordnung (Bergwerk, Arbeit)
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die Beziehung zu Ulla
Später verschiebt sich die Sehnsucht:
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weg von konkreten, realen Zielen
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hin zu etwas Unbestimmtem und Absolutem
Die Bergkönigin symbolisiert:
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eine überhöhte, nicht mehr erreichbare Erfüllung
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eine Sehnsucht jenseits der Realität
Am Ende ist die Sehnsucht:
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nicht mehr kontrollierbar
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vollständig von der Realität gelöst
Diese Entwicklung zeigt, dass romantische Sehnsucht:
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einerseits sinnstiftend sein kann
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andererseits in ihrer radikalen Form zerstörerisch wirkt