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Bundesland, Schulart & Klasse
Bundesland, Schulart & Klasse
BW, Gymnasium (G9)
Baden-Württemberg
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Gymnasium
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Realschule
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Gymnasium
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Berufl. Gymnasium
Gemeinschaftsschule
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Klasse 13
Klasse 13
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Klasse 5
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Geschichte
Geo
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Inhaltsverzeichnis
Lernbereich Lektürehilfen
Übersicht
Agnes
Kontext und Einordnun...
Formaler Aufbau
Romanstruktur
Intertextualität
Handlung
Kapitel 1
Kapitel 2-8
Kapitel 9 - 17
Kapitel 18 - 23
Kapitel 24 - 29
Kapitel 30 - 35
Kapitel 36 Schluss
Charaktere
Agnes
Erzähler
Louise
Themen und Orte
Fiktion und Wirklichk...
Bildnis und Identität...
Isolation und Anonymi...
Motive und Symbole
Punkte und Glück
Kälte
Tod
Wärme
Spuren
Schöpfung
Erzählweise
Prüfungsaufgaben zur ...
Corpus Delicti
Übersicht
Handlung
Kap. 1 - 10
Kap. 11 - 16
Kap. 17 - 22
Kap. 23 - 33
Kap. 34 - 40
Kap. 41 - 50
Aufbau
Charakterisierung
Mia Holl
Moritz Holl
Heinrich Kramer
Die ideale Geliebte
Anwalt Rosentreter
Richterin Sophie
Richter Hutschneider
Figurenkonstellation
Stil
Stilmittel
Erzählperspektive
Kontext
Moderne
Zukunftsliteratur
Persönliche Einflüsse
Rezeption
Interpretation
Diktatur - Die Method...
Körper höchstes Gut
Gericht ohne Recht
Totale Überwachung
Kampf um Freiheit
Science Fiction oder ...
Prüfungsaufgaben zur ...
Dantons Tod
Kontext und Einordnun...
Formaler Aufbau
Handlung
Akt 1
Akt 2
Akt 3
Akt 4
Personen
Figurenkonstellation
Danton
Die Dantonisten
Robespierre und der W...
Interpretation
Der politische Aspekt
Der weltanschauliche ...
Fazit
Realismus in Dantons ...
Prüfungsaufgaben zur ...
Das Fräulein von Scud...
Kontext und Einordnun...
Formaler Aufbau
Handlung
Die Geheimnisse der M...
Paris, die Stadt des ...
Die Herkunft des Käst...
Ein weiterer Mord
Oliviers Erzählung
Tugend siegt am Ende ...
Charaktere
Magdaleine von Scuder...
René Cardillac
Das Paar Olivier Brus...
Der Hofstaat - Ludwig...
Das Gesetz - la Regni...
Themen
Der Mensch - zum Gute...
Schuld, Unschuld und ...
Illusion und Wirklich...
Motive und Symbole
Tag und Nacht, Himmel...
Der Schmuck und die J...
Prüfungsaufgaben zur ...
Das Parfum
Handlung
Erster Teil
Zweiter Teil
Dritter Teil
Vierter Teil
Formaler Aufbau
Charakterisierungen
Grenouille
Pater Terrier
Madame Gaillard
Grimal
Baldini
Marquise
Antoine Richis
Laure Richis
Druot
Stil
Erzählperspektive
Sprache
Rhetorische Mittel
Kontext
Epoche
Parfüm-Geschichte
Interpretation
Grenouille als Monste...
Genie-Gedanke
Innere Duftwelt
Duft als Macht
Bildungsroman
Schauerroman
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Besuch der alten ...
Kontext und Einordnun...
Handlung
Charaktere
Claire Zachanassian
Alfred Ill
Der Lehrer
Der Pfarrer
Der Polizist
Familie Ill
Die Güllener
Interpretation
Themen
Symbole
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Bürgermeister
Der goldne Topf
Handlung
1. Vigilie
2. Vigilie
3. Vigilie
4. Vigilie
5. Vigilie
6. Vigilie
7. Vigilie
8. Vigilie
9. Vigilie
10. Vigilie
11. Vigilie
12. Vigilie
Kontext
Epoche
Entstehung und Rezept...
Modernes Märchen
Personen
Aufbau
Antithetik
Erzähltechnik
Stil und Sprache
Sprache
Mythen
Interpretation
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Proceß
Entstehung und Einord...
Inhalt
1. Kapitel
2. Kapitel
3. Kapitel
4. Kapitel
5. Kapitel
6. Kapitel
7. Kapitel
8. Kapitel
9. Kapitel
10. Kapitel
Figuren
Josef K.
Onkel K.
Advokat Huld
Kaufmann Block
Gerichtsmaler Titorel...
Die Frauenfiguren
Einführung
Fräulein Bürstner
Frau des Gerichtsdien...
Leni
Struktur
Sprache und Stil
Erzählperspektive
Interpretation
Einführung
Das Gericht
Die Türhüterparabel
Verschiedene Interpre...
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Sandmann
Handlung
Personen
Kontext und Einordnun...
Motive
Doppelgängermotiv
Augenmotiv
Sprache
Interpretation
Prüfungsaufgaben zur ...
Der Steppenwolf
Handlung
Zusammenfassung
Vorwort des Herausgeb...
Harry Hallers Aufzeic...
Tractat vom Steppenwo...
Harry Hallers Aufzeic...
Kontext und Einordnun...
Formaler Aufbau
Vorwort des Herausgeb...
Harry Hallers Aufzeic...
Tractat vom Steppenwo...
Charaktere
Hauptperson
Kontrast- und Spiegel...
Hermine
Pablo
Maria
Nebenfiguren
Die Bürger
Die unsterblichen Kün...
Stil und Sprache
Vorwort des fiktiven ...
Harry Hallers Aufzeic...
Tractat vom Steppenwo...
Motive, Symbole und B...
Der Steppenwolf
Der Spiegel
Die Ewigkeit und der ...
Die Unsterblichen
Die Musik
Der Tanz
Der Humor
Die Bedeutung des Mag...
Interpretation
Zeit- und Kulturkriti...
Entwicklung der Persö...
Parallelen zu Goethes...
Autobiographische Sel...
Die Marquise von O...
Übersicht
Handlung
Abschnitt 1
Abschnitt 2
Abschnitt 3
Abschnitt 4
Abschnitt 5
Aufbau
Charakterisierung
Die Marquise von O...
Herr von G...
Frau von G...
Graf F...
Stil
Erzählperspektive
Stilmittel
Kontext
Zeitgeschichte
Das Frauenbild um 180...
Interpretation
Gesellschaftskritik
Emanzipation
Tiefenpsychologie
Die Verwandlung
Kontext und Einordnun...
Inhalt
1. Teil
2. Teil
3. Teil
Struktur
Sprache und Stil
Figuren
Der Vater
Die Mutter
Die Schwester
Gregor
Interpretation
Die biographische Int...
Die psychoanalytische...
Die sozialkritische I...
Motive
Welche Verwandlung?
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Faust I
Kontext und Einordnun...
Autor
Epocheneinordnung
Inhalt der Vorspiele
Inhalt der Gelehrten-...
Nacht
Vor dem Tor
Studierzimmer (I)
Studierzimmer (II)
Brückenszenen
Auerbachs Keller in L...
Hexenküche
Inhalt der Gretchen T...
Straße I
Abend
Spaziergang
Der Nachbarin Haus
Straße II
Garten
Ein Gartenhäuschen
Wald und Höhle
Gretchens Stube
Marthens Garten
Am Brunnen
Zwinger
Nacht
Dom
Walpurgisnacht
Walpurgisnachtstraum
Trüber Tag, Feld
Nacht, offen Feld
Kerker
Figuren
Figurenübersicht
Faust
Gretchen
Mephisto
Nebencharaktere
Struktur
Sprache und Stil
Interpretation
Faust und die Konzept...
Faust und Gretchen
Der Pakt mit dem Teuf...
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Hamlet
Übersicht
Handlung
Akt 1
Akt 2
Akt 3
Akt 4
Akt 5
Aufbau
Charakterisierung
Hamlet
Gertrude
Claudius
Polonius
Ophelia
Laertes
Horatio
Geist
Figurenkonstellation
Stil
Sprache
Stilmittel
Monologe
Motive
Kontext
Epoche
Rezeption
Geschichtlicher Hinte...
Interpretation
Schein
Wahnsinn
Rache
Machtgier
Mutter-Problematik
Liebe
Krimi
Homo Faber
Kontext und Einordnun...
Gliederung
Erste Station
Zweite Station
Handlung
Erste Station
Zweite Station
Figuren
Walter Faber
Hanna Piper
Elisabeth Piper
Ivy
Formales und sprachli...
Ein Bericht? Formaler...
Sprechende Namen
Sprache und Stil
Interpretation
Themen
Orte
Motive und Symbole
Frischs Kritik am Typ...
Prüfungsaufgaben zur ...
Irrungen, Wirrungen
Übersicht
Handlung
Kapitel 1 - 15
Kapitel 16 - 26
Aufbau
Charakterisierung
Lene Nimptsch
Botho von Rienäcker
Frau Nimptsch
Frau Dörr
Käthe von Sellenthin
Gideon Franke
Figurenkonstellation
Stil
Stilmittel
Erzählperspektive
Motive
Kontext
Epoche
Rezeption
Geschichtlicher Hinte...
Interpretation
Entwicklungsroman
Gesellschaftskritik
Zeitroman
Psychologischer Roman
Kabale und Liebe
Kontext und Einordnun...
Inhalt
Auf einen Blick
Akt I
Akt II
Akt III
Akt IV
Akt V
Struktur
Sprache und Stil
Figuren
Auf einen Blick
Miller
Millers Frau
Luise
Sekretär Wurm
Ferdinand von Walter
Präsident von Walter
Hofmarschall von Kalb
Lady Milford
Interpretation
Auf einen Blick
Sozialkritik in Kabal...
Elemente des Sturm un...
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Klein Zaches genannt ...
Kontext und Einordnun...
Inhalt
Figuren
Allgemeines
Balthasar
Zaches
Struktur
Interpretation
Klein Zaches und das ...
Klein Zaches - eine S...
Fazit
Rezeption
Prüfungsaufgaben zur ...
Lenz
Übersicht
Handlung
Gebirgswanderung
Leben im Pfarrhaus
Treffen mit Kaufmann
Oberlins Abwesenheit
Selbstmordversuche
Aufbau
Charakterisierung
Lenz
Oberlin
Kaufmann
Stil
Sprache
Erzählperspektive
Interpretation
Motive
Lenz' Weltanschauung
Prüfungsaufgaben zur ...
Maria Stuart
Handlung
1. Aufzug
2. Aufzug
3. Aufzug
4. Aufzug
5. Aufzug
Kontext
Epoche
Rezeption
Geschichtlicher Hinte...
Personen
Charakterisierungen
Personenkonstellation
Aufbau des Dramas
Stil und Sprache
Stilmittel
Metrum und Reim
Interpretation
Prüfungsaufgaben zur ...
Medea
Übersicht
Handlung
Prolog
Einzugslied
1. Aufzug
1. Standlied
2. Aufzug
2. Standlied
3. Aufzug
3. Standlied
4. Aufzug
4. Standlied
5. Aufzug
5. Standlied
Auszug
Aufbau
Charakterisierung
Medea
Jason
Amme
Kreon
Aigeus
Figurenkonstellation
Stil
Stilmittel
Figurenrede
Kontext
Euripides' Werk
Mythos Medea
Interpretation
Rachsucht aus Liebe
Patriarchale Welt
Vergleich mit Medea. ...
Medea. Stimmen
Übersicht
Handlung
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Aufbau
Charakterisierung
Medea
Jason
Leukon
Akamas
Agameda
Presbon
Glauke
Kreon
Lyssa
Figurenkonstellation
Stil
Stilmittel
Erzählperspektive
Kontext
Zeitgeschichtlicher H...
Mythos Medea
Interpretation
Autobiografisch
Sündenbock-Thematik
Feminismus
Vergleich mit Euripid...
Woyzeck
Handlung
Zusammenfassung
Szene 1 - 2
Szene 3 - 7
Szene 8 - 10
Szene 11 - 15
Szene 16 - 21
Szene 22 - 26
Szene 27
Aufbau des Dramas
Charakterisierungen
Franz Woyzeck
Marie Zickwolf
Nebenfiguren
Stil und Sprache
Kontext
Epoche
Geschichtlicher Hinte...
Interpretation
Woyzecks Motive
Armut und Arbeit
Das Erbsenexperiment
Zurechnungsfähigkeit

Charakterisierungen

Lektürehilfen
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In Schillers Werk Maria Stuart steht, wie schon der Name sagt, die schottische Königin Maria Stuart im Mittelpunkt. Sie ist die Protagonistin des Werks. Die zweite Hauptperson ist Königin Elisabeth, die Maria Stuart als Antagonistin gegenübersteht.
Neben den beiden Hauptpersonen spielen im Werk vor allem Mitglieder des englischen Hofes eine wichtige Rolle, sowie die treue Amme der schottischen Königin.
Im Folgenden werden die wichtigsten Personen des Trauerspiels einzeln charakterisiert.

Maria Stuart

Maria Stuart ist die Königin von Schottland, die nach einem Aufstand ihres Volkes wegen ihrer Heirat mit dem Mörder ihres ersten Mannes, nach England geflohen ist und sich dort Hilfe von ihrer Verwandten Königin Elisabeth erhoffte.
  • Etwa 25 Jahre alt
  • Große geistige Reife
  • Katholikin
  • Schöne, attraktive Frau
  • Verführerisch, leidenschaftlich und impulsiv
  • Liebenswürdige Person
  • Königliches Auftreten
  • Selbstbewusst
  • Politische und religiöse Beharrlichkeit
  • Betrachtet ihre Situation sachlich und objektiv
  • Kann Gedanken an Gattenmord nicht loswerden
  • Reue und Buße im Gefängnis
  • Leidet unter den Vorwürfen von Elisabeth
  • Bleibt lange Zeit hoffnungsvoll
  • Beweist moralische Selbstdisziplin
  • Nimmt ihr Schicksal mit erhabener Haltung an
Im Laufe der Handlung wird klar, dass Maria Stuart ihre Rolle als Regentin vernachlässigt hat. Sie geht vielmehr in ihrer Rolle als verführerische, emotionale Frau auf. Damit stellt sie das komplette Gegenteil zur englischen Königin dar.

Königin Elisabeth

Elisabeth I. ist die aktuelle Königin von England, fühlt sich allerdings von Maria Stuart bedroht, die ebenfalls einen legitimen Anspruch auf den Thron von England hat. Maria Stuart bringt sie dadurch in eine Zwickmühle: Einerseits würde Elisabeth ihre Rivalin gerne durch die Verurteilung los werden, andererseits befürchtet sie, dann als grausame Herrscherin bei ihrem Volk zu gelten.
  • Um die 30 Jahre alt
  • Protestantin
  • Schön, aber weniger anmutig als Maria
  • Sehr männlich erzogen
  • Noch nicht verheiratet; will am liebsten als Jungfrau sterben
  • Unterdrückt ihre Gefühle zugunsten ihres Amtes
  • Verantwortung des Amtes belastet sie
  • Königliches, mächtiges Auftreten
  • Unnahbare Person
  • Stolz, aber innerlich unsicher
  • Sucht nach Lob und Schmeicheleien
  • Unentschlossen und feige
  • Richtet sich nach Zweckmäßigkeit
  • Intrigant und heuchlerisch; will mit allen Mitteln ihren Ruf schützen
  • Kaum moralisches Denken
  • Endet einsam

Robert Dudley, Graf von Leicester

Der Graf von Leicester spielt insofern eine der wichtigsten Nebenrollen, da er als Mann zwischen den beiden Königinnen steht. Er ist einerseits der engste Vertraute von Königin Elisabeth, andererseits hegt er heimlich Gefühle für Maria Stuart. Die Intrigen am Hof hängen alle mit ihm zusammen.
  • Mitglied des englischen Königshofes
  • Schmeichelt sich bei Elisabeth ein
  • Heuchlerisch; will nur die Krone
  • Fähnchen im Wind; richtet sich nur nach Elisabeths Launen
  • Verliebt sich heimlich in Maria
  • Feige; wagt keinen Rettungsversuch
  • Ehrgeiz mächtiger als seine Gefühle
  • Intriganter Verräter; prangert Mortimer an, um sich zu retten
  • Erkennt seine moralische Schwäche nach Marias Hinrichtung
  • Verbannt sich freiwillig

George Talbot, Graf von Shrewsbury

Der Graf von Shrewsbury gehört neben Leicester und dem Baronen Burleigh zu den wichtigsten Personen im Staatsrat. Was seine Persönlichkeit angeht, könnte er sich aber kaum extremer von seinem jüngeren Kollegen unterscheiden.
  • Wichtiger Berater der Königin
  • Hoch betagt und erfahren
  • Aufrecht; er dient treu und gewissenhaft
  • Gerecht und milde; Fürsprecher für Maria
  • Vertreter des Humanitätsprinzips
  • Er warnt Elisabeth vor den Folgen einer Verurteilung; will sie versöhnlich stimmen
  • Will Ausgleich zwischen Staatsinteressen und individuellem Wohl
  • Nutzt statt Intrigen edle Mittel
  • Keine eigennützigen Interessen
Talbots moralische Einstellung repräsentiert damit am ehesten den persönlichen Standpunkt, den Schiller selbst in der Utreils-Frage hatte.

Wilhelm Cecil, Baron von Burleigh

Wilhelm Cecil ist Baron und Großschatzmeister am englischen Königshof. Anders als Shrewsbury, der einen großen Gerechtigkeitssinn hat, geht es Burleigh nur um das Einhalten der Gesetze und Regeln.
  • Großschatzmeister und Berater Elisabeths
  • Vertritt konsequent die Interessen des Staates und der Königin
  • Legt großen Wert auf den Willen des Volkes
  • Hinterfragt die Rechtmäßigkeit und Moral dahinter nicht
  • Eifriger Diplomat; tut alles, um seine Ziele zu erreichen
  • Lässt das Urteil eigenmächtig vollstrecken
  • Sieht Maria Stuart als Gefahr für den Staat
  • Nicht unparteiisch; hasst Maria wegen ihrer Religion
  • Fanatischer Protestant

Graf von Kent & Staatssekretär Wilhelm Davison

Graf von Kent und Davison sind Nebenpersonen am englischen Hof. Beide haben - anders als die bisherigen Männer - keinerlei Einfluss auf Königin Elisabeth. Graf von Kent wird lediglich als eine Art Zeremonienmeister eingeführt. Davison seinerseits ist ein Neuling in seinem Amt. Zwar ist er eifrig bei der Sache, allerdings erscheint er überfordert. Diese Schwäche nutzt Elisabeth bewusst aus, um die Bürde der Urteilsvollstreckung abzuwälzen.

Ritter Amias Paulet

Ritter Paulet wurde von Königin Elisabeth beauftragt, Maria Stuart in Gewahrsam zu halten. Damit hat sie ihn gewissermaßen in ein Dilemma gebracht. Als Ritter dient er seiner Königin. Als Maria Stuarts Hüter fühlt er sich aber auch dieser gegenüber verantwortlich.
  • Wachsam und aufmerksam
  • Gewissenhaft und pflichtbewusst
  • Als Hüter streng und hart
  • Religiös übereifrig; spielt den Seelsorger für Maria
  • Trotzdem gerecht zu Maria
  • Englands Ruf und Ehre ist ihm heilig; er will daher einen fairen Prozess
  • Nicht von Ehrgeiz verdorben; weist Burleighs Mordplan an Maria zurück
  • Loyal gegenüber beiden Königinnen; hält Maria gefangen, übergibt aber auch ihren Brief
Anders als die meisten Männer am Hofe trifft Ritter Paulet seine Entscheidungen sozusagen als freier Mann. Ein Aufstieg in Elisabeths Gunst ist für ihn nicht der Maßstab all seines Handelns. Dies bedeutet aber keineswegs, dass ihm das Wohl Englands egal ist. Im Gegenteil: Paulet ist sehr patriotisch. Er hat die weitreichenden Folgen einer Hinrichtung von Maria Stuart für England im Blick.

Mortimer

Mortimer ist der Neffe von Paulet. Er kam erst kürzlich von einer Auslandsreise zurück nach England. Was sein Onkel aber nicht weiß: Mortimer ist in Rom heimlich zum Katholizismus konvertiert und steht insgeheim auf Maria Stuarts Seite.
  • Jüngling
  • Fanatischer Katholike
  • Will Maria befreien und Katholizismus einführen
  • Kann sich gut verstellen; keiner erkennt sein wahres Ich
  • Sucht heimlich Verbündete
  • Verliebt sich in Maria
  • Leidenschaftliche Entschlossenheit; würde sein eigenes Leben geben
  • Verliert die Besinnung und den Anstand
  • Überschätzt sich; legt sich mit Leicester an
  • Sieht sich als Märtyrer
Genau wie Graf Leicester liebt Mortimer heimlich die schottische Königin und will sie retten. Dennoch sind die beiden Kontrastfiguren. Während Leicester aus Angst um seine Stellung am Hofe zögert, kennt Mortimer solches politisches Kalkül nicht. Er setzt sich mutig für Maria Stuart ein, wird von seinen Gefühlen geleitet. Und von Anfang an hegt er Misstrauen Leicester gegenüber, der ihn später tatsächlich verrät.

Hanna Kennedy

Hanna Kennedy ist die Amme von Maria Stuart. Sie ist die einzige Bedienstete, die auch in der Gefangenschaft an der Seite der schottischen Königin bleiben durfte.
  • Amme und engste Bezugsperson von Maria Stuart
  • Auch im Kerker immer bei ihrer Königin
  • Steht Maria Stuart treu zur Seite und verteidigt sie
  • Innige Anteilnahme an Maria Stuarts Leid
  • Beruhigt, tröstet und ermutigt Maria Stuart
  • Hat eine abergläubische Seite
  • Begleitet Maria Stuart bis aufs Schafott
#mariastuart#charakterisierung
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